Tristesse in der Staufer-Halle: TIGER-Girls geben gegen Lintfort den Sieg noch aus der Hand

TIGER-Girls geben gegen Lintfort den Sieg noch aus der Hand

VfL Waiblingen - TuS Lintfort 24:25 (14:11)

Bis zur 51. Minute und der 23:19-Führung sah es für die TIGER-Girls trotz der bis dahin bereits hohen Fehlwurfquote nach einem Erfolg im Verfolgerduell gegen den TuS Lintfort aus. Doch in der Schlussphase ging nichts mehr im Waiblinger Angriff. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen drehten die Partie mit einem 6:1-Lauf noch zum 25:24-Auswärtssieg (11:14).

Da Sinah Hagen angeschlagen war und Caren Hammer berufsbedingt unter der Woche kaum trainierte, startete der TIGERS-Coach Thomas Zeitz mit Altina Berisha auf Halblinks und Vanessa Nagler auf der Rückraum-Mitte-Position. Der VfL kam trotz dem schnellen 1:0 durch Alina Ridder dennoch zäh ins Angriffsspiel. Lintfort störte durch die vorgezogene Deckung auf den Halbpositionen erfolgreich den Spielfluss der TIGERS. Der neuformierten VfL-Abwehr indes fehlte zunächst der Zugriff auf die Gästestürmerinnen. Lintfort lag daher bis zum 8:7 (15. Minute) jeweils mit ein bis zwei Toren vorne. Dann ließen aber auch die Schützlinge von TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein mehrere Tormöglichkeiten aus. Waiblingens Angriff agierte nun mit mehr Zug zum Tor und wurde etwas treffsicherer. Das 11:9 war die erstmalige Zwei-Tore-Führung für die TIGERS, und beim 14:10 lagen schon vier Tore zwischen den beiden Tabellennachbarn. Symptomatisch für den VfL dann aber die Unachtsamkeit im letzten Angriff des TuS, der mit dem Pausenpfiff auf 11:14 verkürzte.

Ähnlich war auch das Bild im zweiten Durchgang einer insgesamt durchwachsenen Zweitliga-Begegnung. Lintfort nutzte die Anfangslethargie der VfL-Abwehr zum schnellen 13:14-Anschluss. Die erstmalige Einwechslung von Sinah und Caren belebte das Waiblinger Angriffsspiel, allein die Chancenverwertung blieb über die gesamte Spielzeit das große Manko. Doch auch Lintforts Angriff riss gegen die jetzt offensivere VfL-Abwehr keineswegs Bäume aus.

Als Lulu De Bellis nach etwas mehr als fünfzig Minuten in Unterzahl zum 23:19 traf, schien daher alles auf einen Waiblinger Arbeitssieg hinauszulaufen. Doch dann riss beim VfL völlig der Faden. Technische Fehler, weggeworfene Bälle und ein weiterer vergebener Strafwurf eineinhalb Minuten vor dem Ende - die TIGER-Girls schlugen sich gegen nie aufgebende Gäste schlussendlich selbst. Mit einem 6:1-Tore-Lauf drehte der TuS die Partie zum knappen Auswärtssieg. Für die TIGERS ein deutlicher Rückschlag. Aus Waiblinger Sicht war es eine Niederlage aus der Kategorie „völlig unnötig“. Denn mit dem gegenüber Lintfort breiteren Kader muss das Team die Partie nach einer Vier-Tore-Führung in den letzten zehn Minuten nach Hause bringen. Es bleibt also weiterhin viel Arbeit für den Waiblinger Trainer Thomas Zeitz.

VfL Waiblingen: Meißner, Merlin; Tietjen (2), Nagler (1), Teixeira da Silva, Schraml (4/2), Hagen (2), Klingler, Wulf (2), Hammer (1), Smits, Padutsch, Berisha (3), De Bellis (2), Ridder (5), Jäger (2).

TuS Lintfort: Graef, Ten Holte; Kinlend (8/2), Legermann, Lambert (2), Samplonius (4/1), Haase, Klein (5), Gruner (1), Henschel (3/3), Üffing, Willing (1), Luca (1).

Bericht: Frank Moser

Fotos:Heiko Potthoff / www.starkebilder.de

No items found.

Mehr News