TIGERS-Girls müssen schwer um den letzten Heimsieg kämpfen

Ein schweres Stück Arbeit hatten die TIGER-Girls im letzten Heimspiel der Saison 2020/2021 zu verrichten, um gegen den als Absteiger feststehenden HC Rödertal einen knappen 28:27-Sieg (14:15) einzufahren.

 

TIGERS-Coach Thomas Zeitz hätte mit der Liste der verletzten oder verhinderten Spielerinnen beinahe eine fast komplette zusätzliche Mannschaft aufstellen können: Im letzten Heimspiel fehlten mit Branka Zec, Vivien David, Louisa De Bellis, Judith Tietjen, Lena Klingler und Mariel Wulf gleich sechs TIGER-Girls.

Dass die Partie gegen den HC Rödertal über die gesamte Spielzeit eine enge Angelegenheit werden sollte, lag im Wesentlichen an zwei Faktoren: Die Gäste wollten sich mit einer starken Leistung aus der 2. Liga verabschieden, und der VfL produzierte im Angriff viele einfache Fehler. Die TIGERS erwischten zunächst  den besseren Start (4:1). Dann unterbanden die Gäste aus Sachsen mit dem schnellen Heraustreten aus der 6:0-Abwehr erfolgreich die Lauf- und Passwege des VfL. Den TIGER-Girls unterliefen mehr und mehr technische Fehler und Fehlwürfe Richtung Tor der Rödertalbienen.

 

Der HC-Angriff indes setzte vor allem auf das Herausspielen von Überzahlsituationen auf den Außenpositionen, das Spiel über den Kreis sowie auf die Eins-gegen-Eins-Situationen, in denen die VfL-Abwehr häufiger sehr statisch wirkte. Vor allem Emilia Ronge auf der Rödertaler Rechtsaußenposition erwischte einen Sahnetag und brachte es am Ende auf 14 Treffer, davon sieben per Strafwurf. Nach 19  Minuten führten die Gäste aus Sachsen mit 11:8. Auch bis zum Pausenpfiff blieb es ein fehlerbehafteter Schlagabtausch zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Immerhin gelang dem VfL vier Sekunden vor der Halbzeitsirene durch Tanja Padutsch noch der 14:15-Anschlusstreffer.

 

Die Anfangsminuten des zweiten Durchgangs sollten den Grundstein für den späteren Sieg des VfL legen. Die TIGERS gingen in der Abwehr nun konzentrierter zu Werke und ließen bis zur 43. Minute nur zwei weitere Gegentreffer zu. Im TIGERS-Angriff sorgten in dieser Phase Alina Ridder mit drei Toren, Caren Hammer und Vanessa Nagler (je 2 Treffer) sowie Aaricia Smits per verwandeltem Siebenmeter für die 22:17-Führung des Gastgebers.  Der Favorit schien nun also den vor der Partie geforderten klaren Sieg anzusteuern. Doch das Team von Gästetrainerin Egle Kalinauskaite zeigte trotz des bereits besiegelten Abstiegs eine imponierende kämpferische Einstellung. Tatsächlich hätten sich die Rödertalbienen für ihren Einsatz fast noch belohnt. Nur der Pfosten verhinderte 73 Sekunden vor dem Ende den 27:27-Ausgleich. Im Gegenzug machte Tanja Padutsch mit ihrem vierten Treffer zum 28:26 indes den Deckel für die Waiblingerinnen drauf.

 

VfL Waiblingen: Meißner, Merlin; Nagler (5/3), Teixeira da Silva, Schraml (2), Hagen (6), Hammer (3), Smits (4/2), Padutsch (4), Berisha, Kristmann, Ridder (4), Jäger.

HC Rödertal: Nuhse, Rammer; Forster (3), Hobbel (2), Eckart (1), Tauchmann, Kreibich (2), Wolff, Novotna, Pollakowski (1), Ciolan, Loehnig (4), Ronge (14/7), Frankova, Bottcher, Huth.

 

Nach dem knappen Sieg der TIGERS galt es noch einige Spielerinnen sowie Co-Trainer Adrian Müller zu danken und zu verabschieden. Adrian übergibt sein Amt berufsbedingt an Hartmut Hammer.

 

FolgendenTIGER-Girls wünschen wir sportlich wie privat alles Gute, vor allem Gesundheit!

Vielen Dank für euren Einsatz beim VfL!

 

Louis „Lulu“ De Bellis (FrischAuf Göppingen)

Tanja Padutsch (SGH2Ku Herrenberg)

Kyra Teixeira da Silva (TV Nellingen)

Aaricia Smits (Handballpause)

Altina Berisha (Karriereende)

 

Bericht: Frank Moser

Fotos: Heiko Potthoff / www.starkebilder.de

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