TIGER-Girls wieder mit dem besseren Schlussspurt - 29:24-Sieg!

TG Nürtingen - VfL Waiblingen 24:29 (11:11)

Das Derby der TG Nürtingen gegen die Waiblingen TIGERS war wie schon das Hinspiel im Januar wieder 52 Minuten lang eine enge und wechselhafte Begegnung. Und wieder haben unsere TIGER-Girls in der Schlussphase die besseren Kraftreserven und gewinnen mit 29:24!

Mit viel Schwung und einer 2:0-Führung startete der VfL gut in die Partie. Doch schon bald hatte sich die Nürtinger Abwehr sortiert. Die TIGER-Girls taten sich fortan schwerer im Angriff. Beim 3:2 lag daher der Gastgeber erstmals vorne. Wie es die beiden Trainer, Simon Hablizel (Nürtingen) und Thomas Zeitz (TIGERS) vor dem Anpfiff erwartet hatten, wurde es eine enge Partie. Freilich hätten die Gäste schon im ersten Durchgang mehrfach die Chance gehabt, für klarere Verhältnisse zu sorgen. Doch der VfL nutzte die vielen Überzahlsituationen häufig nicht aus, verlor in der Vorwärtsbewegung öfters überhastet den Ball. Zudem scheiterten die TIGERS auch zwei Mal vom Siebenmeterstrich gegen eine auch gut parierende TGN-Torhüterin Christine Hesel.

Gleiches galt im mindestens gleichen Maße auch für TIGERS-Keeperin Celina Meißner mit ihren 13 Paraden. Celina und die von Rechtsaußen treffsichere Tanja Padutsch hielten ihr Team in den kritischen Phasen der ersten Halbzeit im Spiel. Nürtingens Trainer haderte, nicht ganz zu Unrecht, über die ungleiche Verteilung der Zeitstrafen im ersten Durchgang (fünf gegen die TG, eine gegen den VfL). Trotzdem gewann der Gastgeber gegen ab der 15. Minute recht konfuse Waiblinger Angriffsbemühungen viele Bälle und zog bis zur 25. Minute auf 11:8 davon. Erst in den Schlussminuten stabilisierte sich das TIGERS-Spiel wieder - mit dem 11:11-Unentschieden war die Ausgangsposition für Durchgang Zwo faktisch wieder auf Null gestellt.

Aaricia Smits und Alina Ridder sorgten mit ihren Treffern zum 13:11 erneut für den besseren Start der TIGER-Girls. Doch es folgte eine ganze Reihe von technischen Fehlern. Nürtingen zeigte in dieser Phase mehr Biss und stand kompakt in der Abwehr. Nürtingens beste Torschützin Nina Fischer traf in der 40. Minute zur 17:15-Führung. Folgerichtig zog VfL-Coach Thomas die Time Out Karte - und fand offensichtlich die richtigen Worte und die richtige Aufstellung für die letzten 20 Minuten.

Die TIGERS-Abwehr stand nun deutlich stabiler, Celina hielt weiterhin hervorragend. Alina Ridder sorgte mit ihrem vierten Treffer von Linksaußen für den 18:18-Ausgleich. Danach nahm Lena Klingler ihre Position ein und überzeugte mit einer hundertprozentigen Trefferquote: vier Tore in vier Versuchen. Spielgestalterin und Top-Torschützin Sinah Hagen war nun ebenfalls voll im Spiel.

Der Widerstand der Nürtingerinnen brach, wie schon im Hinspiel, jedoch erst in der sogenannten Crunch-Time. Denn nach 52 Minuten (21:22) durfte die TG noch auf Punkte hoffen, doch die TIGERS nutzten die aus der nun offensiveren TG-Deckung resultierenden Freiräume geschickt aus und zogen davon. Das 29:24-Endergebnis fiel vielleicht um zwei, drei Tore zu hoch aus, verdient hatten sich die TIGERS den Sieg durch eine deutliche Leistungssteigerung in Abwehr und Angriff im zweiten Durchgang allemal.

So kann es aus Sicht der TIGERS am Samstag weitergehen: Um 18:30Uhr steht in der Waiblinger Staufer-Halle das letzte Heimspiel der Saison gegenden HC Rödertal an.

TG Nürtingen: Hesel, Schmid; Kuhrt, Fischer (7), Wieder (1), Cleve, Schuhknecht (3), Eisenbraun (2), Siller (4), Quattlender, Klotzbucher, Bauer, Treusch (3), Slawitsch (2/1), Haberle (2).

 

VfL Waiblingen: Meißner, Merlin; Nagler (3/2), Teixeira da Silva, Schraml, Hagen (6), Klingler (4), Hammer (3), Smits (4/3), Padutsch (4), Berisha, Kristmann, Ridder (4), Jäger (1).

 

Bericht: Frank Moser

Foto: Heiko Potthoff / www. starkebilder.de (aus dem Hinspiel VfL - TGN)

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