TIGER-Girls weiter im Aufwind: 30:25-Sieg in Wuppertal!

Mit einem verdienten 30:25-Auswärtserfolg (16:11) beim TVB Wuppertal setzten die TIGER-Girls ihren jüngsten Aufwärtstrend fort. In einem mitunter vogelwilden Spiel war der VfL trotz zwischenzetilicher Schwächeperioden das bessere und reifere Team.

Beide Teams starteten schwungvoll und mit viel Drang zum Tor in die Begegnung. Nach knapp vier Minuten stand es bereits 4:3 für den VfL. Für die Waiblinger Treffer sorgte anfangs vor allem die erneut beste TIGERS-Torschützin Sinah Hagen (9). In den Folgeminuten unterliefen dem sichtlich verunsicherten Gastgeber, der um eine Lizenz für die kommende Zweitligasaison bangen muss, eine Vielzahl an technischen Fehlern. Zudem scheiterten die TVB-Angreiferinnen mehrmals an der TIGERS-Torhüterin Celina Meißner.

Die TIGER-Girls nutzten die Ballgewinne zu vielen direkten oder erweiterten Gegenstößen und setzten sich bis zur 17. Minute auf 10:4 ab. Danach passten sich die Gäste jedoch einige Minuten dem mauen Auftritt der Wuppertalerinnen an. Auch der VfL produzierte nun mehrere Fehler. Durch die Ballverluste und die ausgelassenen Tormöglichkeiten von den Außenpositionen und vom Siebenmeterstrich entstanden den TIGER-Girls jedoch kein größerer Flurschaden. Denn immer, wenn Wuppertal wieder gefährlich nahe heranzukommen drohte, scheiterte das Team an Celina oder den eigenen Nerven. Der VfL indes konnte sich insbesondere auf seine Konterstärke verlassen und ging mit der 16:11-Führung in die Halbzeitkabine.

Auch im zweiten Durchgang gab es wieder vogelwilde Phasen mit allerlei technischen Fehlern, primär beim Gastgeber. Da wechselte der Ballbesitz auch mehrmals hin und her, ohne dass dabei auf das jeweils gegnerische Tor geworfen wurde. Die TIGER-Girls fanden jedoch immer wieder rechtzeitig in die Spur zurück. Nach dem Treffer von Caren Hammer zum 22:14 (39. Minute) schien es nur noch um die Höhe des Waiblinger Siegs zu gehen. Im letzten Drittel verflachte die Partie jedoch zusehends. Der Gastgeber hatte allerdings gegen eine aufmerksame VfL-Abwehr nicht die Qualität und Nervenstärke, die TIGER-Girls noch ernsthaft zu gefährden. Bevor es nochmals zu eng wurde, zeigte Waiblingen seine Offensivstärken und traf nun gleichermaßen von allen Positionen - durch die ebenfalls starke Vanessa Nagler sowie Caren Hammer und Sinah Hagen aus dem Rückraum, durch Vivien Jäger vom Kreis oder durch Lena Klingler und Tanja Padutsch von Außen und im Tempogegenstoß.

Schlussendlich nahm der VfL einen verdienten 30:25-Auswärtssieg mit. Der hätte zwar deutlicher ausfallen können, doch auch so war der TIGERS-Trainer Thomas Zeitz zufrieden: „Wir haben es zwar durch zwei, drei schwächere Phasen verpasst, das Spiel früher deutlich zu machen. Dennoch war es heute wieder ein weiterer kleiner Entwicklungsschritt, da die Mannschaft nicht die Nerven verloren hat, als Wuppertal nochmals heranrückte“. Der Fokus habe primär auf der Abwehrarbeit gelegen, „… und da war ich insgesamt zufrieden. Ich denke, es war trotz der schwächeren Phasen ein recht souveräner Sieg“, so Thomas abschließend.

TVB Wuppertal:

Grewe, Centini;

Schmitz (2), Ruthenbeck (4/1), Wagner (2), Matavs (8/6), Bratzke (2), Stens (1), Weisz (3), Havel, Krogh, Hovenjurgen (3).

VfL Waiblingen:

Zec, Meißner;

Tietjen, Nagler (7/1), Teixeira da Silva, Schraml, Hagen (9), Klingler (2), Hammer (4), Smits, Padutsch (5), Berisha, De Bellis, Ridder, Jäger (3).

Bericht: Frank Moser

Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.de

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