TIGER Girls verpassen den Coup in Herrenberg

Handball, 2. Liga, Frauen: SG H2Ku Herrenberg - VfL Waiblingen25:23 (12:15)

 

Schade und ärgerlich: 22 Minuten lang machten unsere TIGER Girls im Lokalderby beim Tabellenzweiten SG H2Ku Herrenberg (fast) alles richtig. Aus einer bärenstarken Abwehr heraus zog der VfL auf 13:7 davon. Doch wie schon vor zwei Wochen in Bremen, wo es dann doch noch zum Sieg reichte, riss danach wieder der Faden. Nach der 15:12-Halbzeitführung ging im Angriff nicht mehr viel zusammen. Am Ende jubelte dann doch Herrenberg.

 

Die Waiblinger Abwehr war gegen die starke Herrenberger Offensive hervorragend eingestellt. Vor allem der Abwehrblock mit Caren Hammer, Altina Berisha und Lulu De Bellis war für den Gastgeber nahezu unüberwindbar. Im Angriff hatten die TIGER Girls zunächst noch Startprobleme. Doch unter der Regie der überragenden Sinah Hagen, die am Ende auf 9 Torerfolge kam, übernahmen die TIGERS ab der achten Minute und dem 3:4-Rückstand das Kommando. Herrenberg blieb nun immer häufiger an der hervorragend eingestellten VfL-Abwehr hängen, scheiterte an TIGERS-Torhüterin Branka Zec oder ließ glasklare Chancen aus. Auch eine Auszeit von Herrenbergs Coach Mike Leibssle konnte den Waiblinger Spielfluss nicht stoppen. Nach knapp 23 Minuten führte der VfL mit 13:7. Dann riss plötzlich der Faden. Die TIGERS ließen nun ihrereseits einige Großchancen aus, die Konzentration in der Defensive ließ nach. Herrenberg verkürzte rasch auf 10:13. Dank zweier Rückraumtreffer der eingewechselten Mariel Wulf erhöhten die TIGER Girls zwar wieder auf 15:10, dennoch war die Souveränität und Sicherheit nun dahin. Nach einem unnötigen Ballverlust netzte Marie-Christine Beddies mit der Halbzeitsirene für Herrenberg noch zum 12:15-Pausenstand ein.

 

Nach dem Wiederbeginn kam das TIGERS-Angriffsspiel nicht mehr richtig ins Rollen. Herrenberg lieferte zwar keineswegs eine überragende Partie ab, dennoch holte die SG gegen nun drucklos agierende VfL-Angreiferinnen um Tor auf. Beim 17:17 war erstmals wieder der Ausgleich erreicht (37. Minute). Zwar gelang es den TIGERS, bis zum 21:20 jeweils wieder ein Tor vorzulegen, da Herrenberg weitere Tormöglichkeiten verpasste. Doch im VfL-Angriff war Sinah Hagen nun quasi die Alleinunterhalterin. Zudem wuchs die für die Schlussviertelstunde wieder ins Herrenberger Tor eingewechselte Laura Waldenmaier über sich hinaus. Mit mehreren Paraden verhinderte die Ex-Waiblingerin eine erneute VfL-Führung und hatte neben der Top-Torschützin Kerstin Foth (10/2) maßgeblichen Anteil daran, dass der Gastgeber die Partie vollends drehte. Am Ende bejubelten die Kuties vor den zugelassenen 100 Zuschauern doch noch den 25:23-Heimerfolg. Der VfL indes verpasste den Sprung in die Spitzengruppe. Schade und ärgerlich, denn nach souverän geführten 20 Minuten hätte der VfL einen Big Point und Selbstvertrauen für die nächste schwierige Aufgabe in zwei Wochen gegen Zwickau gewonnen. Doch dafür fehlt dem Team von VfL-Coach Thomas Zeitz noch die Konstanz und Abgeklärtheit. Auch wenn Thomas aufgrund mehrerer angeschlagenerSpielerinnen nur begrenzte Auswechselmöglichkeiten in Herrenberg zur Verfügungstanden.

 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schöneberg (3), Bissel (1), Blanke (2), Tuc (3), Bok, Kussmaul, Foth (10/2), Buhler, Neubrander(1/1), Hiller (3), Beddies (2).

 

VfL Waiblingen: Zec, Meißner; Tietjen, Nagler, Teixeira da Silva, Zeba, Hagen (9), Wulf (2), Hammer, Smits (1/1), Padutsch (4), Berisha (3), De Bellis (4), Nikolovska, Ridder, Jäger.

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