TIGER Girls haben trotz starker Defensive das Nachsehen

TIGERS haben trotz starker Defensive das Nachsehen

Handball, 2. Bundesliga, Frauen: VfL Waiblingen - BSV Sachsen Zwickau 18:23

 

In der Summe fehlten den TIGER Girls gegen denTabellenzweiten Sachsen Zwickau nur einige Kleinigkeiten zum Überraschungserfolg. Doch die bärenstarke Abwehr und die in Topform haltende Keeperin Branka Zec reichten nicht aus. Die Gäste waren im Angriff abgeklärter und zielstrebiger.

 

Von Beginn an bestimmten die beiden Abwehrreihen das Spielgeschehen. Nach fast zehn Minuten stand es gerade mal 1:1 durch zwei Strafwurftreffer. Sinah Hagen erzielte das erste Feldtor des Abends zum 2:1 für den VfL. Zwickau benötigte dafür sogar fast 13 Minuten (2:2). Ein Verdienst der starken Abwehr und der überragenden TIGERS-Keeperin Branka Zec. Die slowenische Nationaltorhüterin parierte bis dahin zwei Strafwürfe und zahlreiche weitere Hochkaräter.

 

Auch der VfL tat sich im Angriff schwer, entfaltete aus dem Rückraum wenig Druck auf die BSV-Abwehr. Zudem stand Zwickaus Torhüterin Charly Zenner in puncto Paraden Branka Zec nur wenig nach. Mit vier Toren in Folge setzte sich das Team von Gäste-Trainer Norman Rentsch nach 17 Minuten auf 6:3 ab. Ein Doppelwechsel im Waiblinger Rückraum - Altina Berisha auf Halblinks und Jule Schraml auf Halbrechts - brachten neuen Schwung ins Angriffsspiel der TIGERS. Vor allem die aus dem Württembergliga-Team aufgerückte Jule überzeugte und sorgte mit drei Treffern dafür, dass der VfL in der 26. Minute wieder in Führung ging (8:7). Danach schlossen die TIGERS jedoch einige Angriffe überhastet oder ungenau ab. Zwickau konterte und nahm eine 10:8-Führung in die Halbzeitkabine.

 

Auch der zweite Durchgang wurde von den starken Abwehrleistungen beider Teams bestimmt, zudem stieg die Zahl der technischenFehler an. Während Zwickau im Angriff primär das Spiel Eins gegen Eins suchte, kamen die TIGERS-Angreiferinnen nur schwer in die gefährliche Nahzone. Daher konnte der BSV auch einige Anspielversuche an den Kreis abfangen und erfolgreich Gegenstöße fahren. „Das war auch der Unterschied zwischen Zwickau und uns“, analysierte später auch TIGERS-Coach Thomas Zeitz. „Da ist Zwickau mit seinen vielen erstligaerfahrenen Spielerinnen einfach abgezockter und cleverer.“

Die Gäste zogen mit vier Treffern in Folge von 13:12 auf 17:12 davon (44. Minute). Aber die TIGER Girls kämpften, noch blieb genügend Zeit. Beim 14:17 durch Tanja Padutsch kam auch nochmals Hoffnung auf. Doch es sollte nicht mehr reichen: Mal verhinderte Pech, mal ein technischer Fehler, mal ein ungenaues Abspiel, dass der VfL nochmals gefährlich heranrücken konnte. Am Ende nahm der Aufstiegsfavorit aus Sachsen mit einem etwas zu hoch ausgefallenen 23:18-Erfolg und sichtlich erleichtert beide Punkte aus der Waiblinger Rundsporthalle mit.

 „Klar hätte ich gerne gewonnen, und wir hatten auch die Chance dazu.  Mit unserer Abwehr und der kämpferischen Einstellung war ich sehr zufrieden. Aber unter dem Strich hat uns Zwickau mit seiner Abgeklärtheit unsere aktuellen Defizite aufgezeigt und verdient gewonnen“, schloss Thomas sein Statement.

 

VfL Waiblingen:

Zec, Meißner;

Tietjen, Nagler, Teixeira da Silva, Schraml (4), Zeba, Hagen (4), Wulf, Hammer, Smits (2/2), Padutsch (2), Berisha (2), De Bellis (1), Ridder (2), Jäger (1).

 

BSV SachsenZwickau:

Zenner, Szott;

Hausherr (1), Rosike (2/1), Magnusdottir (1), Pavlovic (2),  Adams, Bolze (1), Nagy (1), Stojkovska (2), Choinowski (7/5), Pester (3/1), Ertl (3), Rode.

Bericht: Frank Moser

Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.net

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