TIGER-Girls feiern zum Jahresabschluss einen Kantersieg: 38:24 gegen Solingen-Gräfrath!

TIGER-Girls feiern zum Jahresabschluss einen Kantersieg

Handball, 2. Bundesliga, Frauen: VfL Waiblingen – HSV Solingen-Gräfrath 38:24

 

Einen besseren Jahresabschluss hätten unsere TIGER-Girls sich selbst und den TIGERS-Fans nicht bescheren können: Mit einer bärenstarken Angriffsleistung und der gut aufgelegten Torhüterin Celina Meißner zerlegten die TIGERS den Tabellenvierten HSV Solingen-Gräfrath überraschend deutlich mit 38:24 Toren (19:9).

 

Dabei sah es anfangs gar nicht nach einem Kantersieg für unser Team vor den leeren Rängen der Rundsporthalle aus. Die TIGER-Girls trafen vier Mal in Folge nur das Gebälk des Solinger Kastens, die Gäste hingegen legten bis zur 7. Minute die 3:0-Führung vor. Erst der Doppelpack der erneut als Spielgestalterin und Torschützin überragenden Sinah Hagen zum 2:3 rüttelte die TIGERS wach. Die VfL-Abwehr stand nun sattelfest und ließ Solingens Top-Shooterin Vanessa Brandt kaum zur Entfaltung kommen. Zudem erwischte VfL-Keeperin Celina Meißner einen Sahnetag und machte beste Chancen des HSV zunichte.

Keine fünf Minuten waren seit dem Treffer zum 0:3 vergangen, da führte der VfL mit 5:3. Gästetrainerin Kerstin Reckenthälerin nahm schon nach elf Minuten die erste Auszeit. Ohne Erfolg: Denn der TIGERS-Rückraum mit Sinah Hagen, Caren Hammer und Jule Schraml war von der HSV-Abwehr nicht zu bremsen. Entweder traf eine aus dem Trio selbst oder setzte die ebenfalls starke Kreisläuferin Vivien Jäger erfolgreich in Szene. Auch Lulu DeBellis, die zeitweise auf der ungewohnten Linksaußenposition spielte, sprühte vor Einsatzwillen und Durchsetzungskraft.

Nach knapp 17 Minuten führte der VfL bereits mit 11:5. Zwei Tore von Vanessa Brandt brachten die Gäste zwar nochmals auf vier Treffer Abstand heran, doch dann wurden der HSV förmlich überrollt. Der TIGERS-Angriffsmotor lief nun auf Hochtouren. Auch, weil die auf Halblinks eingewechselte Mariel Wulf mit ihren knallharten Würfen Gästekeeperin Natascha Krückemaier keine Chance ließ. Mit einem 8:2-Lauf in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs schraubte der VfL das Halbzeitergebnis auf 19:9.

Nur acht Sekunden nach Wiederanpfiff netzte Caren Hammer zum 20:9 ein und setze ein klares Zeichen, dass sich die TIGER-Girls dieses Mal keinen Einbruch leisten wollen. Was auch gelang. Trotz des zwischenzeitlichen Durchhängers aufgrund von Auswechslungen und Zeitstrafen, kam Solingen-Gräfrath nur bis auf sechs Tore heran (18:24, 43. Minute). Danach beherrschten die TIGER-Girls wieder klar das Spiel. Der HSV gab nun die zeitweilige kurze Deckung gegen Sinah Hagen mangels Erfolg endgültig auf und merkte, dass hier heute nichts zu holen ist. Zudem steuerten nun auch die TIGERS-Außenspielerinnen Alina Ridder und Judith Tietjen sehenswerte Treffer bei. Lena Klingler, die in ihrem ersten Saisonspiel für den VfL gleich im ersten Wurfversuch traf, erzielte die höchste TIGERS-Führung in der Partie (36:21). Am Ende stand ein 38:24-Erfolg auf der Anzeigetafel - gleich zwölf verschiedene TIGER-Girls hatten sich dabei in die Torschützenliste eingetragen. Auch dies ein klares Indiz dafür, dass der VfL das deutlich ausgeglichener besetzte Team stellte.

Ein natürlich höchst zufriedener Waiblinger Trainer Thomas Zeitz strahlte: „Das war genau der richtige Jahresabschluss mit einem klaren Erfolg, nach einer bislang schwierigen Saison. Der durch Corona bedingte ungewohnte Spielrhythmus mit zwei ausgefallenen Partien ist sehr herausfordernd. Umso mehr freut es mich, dass die Mannschaft heute so überzeugend aufgetreten ist.“

Die TIGER-Girls verabschiedeten sich also nicht nur erfolgreich aus dem Handballjahr 2020 sondern auch für unbestimmte Zeit von ihrer Heimspiel- und Trainingsstätte. Denn wie der VfL erst am Mittwoch erfuhr, wird die Rundsporthalle zum Kreis-Impfzentrum für den Rems-Murr-Kreis umfunktioniert. (Wir berichteten.)

 

TIGERS Waiblingen:

Meißner, Ionita;

Tietjen (3), Teixeira da Silva, Schraml (5), Zeba (1), Hagen (6), Klingler (1), Wulf (5), Hammer (5), Smits (1/1), Padutsch (1), De Bellis (4), Ridder (2), Jäger (4).

HSV Solingen-Gräfrath:

Krückemeier, Fahnenbruck;

Senel (2), Clauberg (2), Winkelhoch, Karathansassis, Nafack (5), Reinarz (3), Tesche, Bongarz (1), Müller (3), Penz (3), Brandt (5/1).

Bericht: Frank Moser

Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.de

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