Tiger Girls feiern ihren ersten Heimsieg - 31:27 gegen Wuppertal!

In einem rasanten Zweitligaspiel feierten unsere TIGER Girls nach dem Sieg in Freiburg nun auch ihren ersten Heimsieg der Saison. Dank der starken Torhüterin Branka Zec und dem gelungenen Debüt von Mariel Wulf im Waiblinger Trikot bezwang der VfL den TVB Wuppertal mit 31:27 (17:14).

Die TIGER Girls legten vor rund 230 Zuschauern einen Blitzstart hin: Nach nur 41 Sekunden führte der VfL durch einen Doppelschlag von Simona Nikolovska mit 2:0. Der starke Rückraum mit Sinah Hagen, Caren Hammer und Vanessa Nagler erhöhte bis zur 6. Minute auf 5:1. Schon früh nahm TVB-Trainer Dominik Schlechter die erste Auszeit. Zunächst noch ohne Erfolg. Sinah Hagen mit ihrem bis dahin schon vierten Treffer netzte in der 12. Minute zum 8:5 ein. Am Ende war Sinah mit acht Toren die erfolgreichste TIGERS-Torschützin des Abends

Nach dem 5:1 brach der Angriffswirbel der TIGERS jedoch ab, auch weil sich die TVB-Abwehr besser auf den VfL-Rückraum eingestellt hatte und zu mehr Fehlern zwang. Wuppertal nutze nun die zunehmende Fehlwurfquote unserer TIGER Girls mit zahlreichen erweiterten Tempogegenstößen und starkem Eins-gegen-Eins-Spiel konsequent aus. Die daraus resultierenden Strafwürfe verwandelte Ramona Ruthenbeck allesamt souverän. Anna Lena Bergmann erzielte mit ihrem Treffer zum 10:9 (16. Minute) die erstmalige Gästeführung.

Doch die TIGERS berappelten sich, spielten nun wieder variantenreicher und bezogen auch Kreisläuferinnen und Außenspielerinnen erfolgreicher in das Spiel ein. Der VfL verdaute auch das Ausscheiden von Caren Hammer, die nach einem harten Foul verletzt das Feld verlassen musste. So kam TIGERS-Neuzugang Mariel Wulf nach überstandenem Kreuzbandriss erstmal im VfL-Trikot zum Einsatz. Gleich ihr erster Wurf schlug im Wuppertaler Gehäuse ein. Wulfs Treffer zum 14:11 brachte dem VfL die Drei-Tore-Führung zurück, die auch nach rasanten 30 Minuten zum Halbzeitpfiff Bestand hatte (17:14).

Nach dem torreichen ersten Durchgang lief nach dem Wiederanpfiff im Waiblinger Angriff zunächst gar nichts mehr. Zu wenig Druck und Torgefahr - die Gäste hatten kaum Mühe, die Offensivbemühungen des VfL zu verteidigen. Fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte Wuppertal das Ergebnis erneut gedreht und führte durch den Treffer von Michelle Stefes mit 18:17.

Dass die TIGER Girls nicht höher in Rückstand gerieten, hatte der VfL seiner Torhüterin Branka Zec zu verdanken: Der Neuzugang aus Göppingen hatte schon im ersten Durchgang überzeugt, glänzte nun mit weiteren tollen Paraden und hielt ihr Team so im Spiel. Die Abwehr vor der slowenischen Nationaltorhüterin stabilisierte sich zunehmend, Wuppertal kam nun in fast jedem Angriff in Zeitspielnot und musste aus wenig optimalen Wurfpositionen abschließen. Das 23:20 durch Vanessa Nagler bedeutete zum wiederholten Male eine Drei-Tore-Führung für den VfL (47. Minute).

Endgültig auf die Siegerstraße bog Waiblingen jedoch erst in den letzten zehn Minuten der Partie ein. Die Gäste erzielten zunächst noch den Abschlusstreffer zum 22:23. VfL-Trainer Thomas Zeitz stellte danach seinen Rückraum um, wechselte Mariel Wulf wieder auf Halblinks ein. Mit dem erhofften Erfolg: Die junge und wurfgewaltige Rechtshänderin erzielte in der Schlussphase drei blitzsaubere Tore und trug damit, neben Torhüterin Zec, wesentlich zum schlussendlichen 31:27-Heimerfolg der Tigers bei.

In der anschließenden Pressekonferenz waren sich die beiden Trainer Zeitz und Schlechter einig, dass ihre Teams in der Partie mehrere Wellentäler durchliefen. "Letztendlich haben wir die vier bis fünf Fehler weniger als Wuppertal gemacht, was man nun auf der Anzeigetafel sieht", resümierte VfL-Coach Zeitz und bescheinigte den weiterhin punktlosen Gästen aus Wuppertal eine gute Leistung: "Ihr werdet eure Punkte sicher noch holen".

"Da sind wir dann doch zwei bis drei Tore besser gewesen als das Endergebnis es darstellt", meinte Schlechter nach dem Spiel. "Die Mädels haben wirklich alles in die Waagschale geworfen, sind mehrfach nach Rückständen wieder zurückgekommen und hatten in der 38.Spielminute sogar die Gelegenheit mit zwei Toren in Führung zu gehen. Das ist uns aber leider nicht gelungen."

VfL Waiblingen: Zec, Meißner;
Nagler (4), Teixeira da Silva, Zeba (3), Hagen (8), Wulf (4), Hammer (2), Smits (1/1), Padutsch, De Bellis (4/1), Nikolovska (2), Ridder (3), Jäger

TVB Wuppertal: Grewe, Centini;
Schmitz, Ruthenbeck (9/7), Wagner (7), Kürten (2), Stefes (3), Matavs (3), Bratzke, Bergmann (3), Stens, Weisz, Havel, Krogh

Bericht: Frank Moser

Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.net

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