TIGER-GIRLS beißen sich zum Ende noch deutlich durch: 29:21-Heimsieg

Mit einem 29:21-Sieg (15:12) im Lokalderby gegen die TG Nürtingen starteten unsere TIGER-Girls erfolgreich ins neue Jahr. Was vom Endstand her nach einer klaren Angelegenheit aussieht, war jedoch 50 Minuten lang ein enges Spiel. Erst in den letzten zehn Minuten schwanden bei den Gästen die Kräfte und der VfL legte einen 7:0-Tore-Schlussspurt hin. Zuvor hatte Nürtingen mehrmals Rückstände von bis zu vier Toren aufgeholt.

Die TG reiste ohne ihre beiden mit Zweitspielrecht ausgestatteten Metzinger Rückraum-Asse Laetitia Quist und Katarina Pandza an, da der Erstligist am Wochenende selbst im Einsatz gegen die Neckarsulmer Sport-Union ist. Dennoch oder gerade deswegen taten sich die TIGER-Girls trotz schwungvollem Auftakt schwer. „Da haben wir wohl zumindest im Unterbewusstsein etwas Konzentration missen lassen und unsere Angriffsaktionen öfters zu schnell abgeschlossen“, befand TIGERS-Coach Thomas Zeitz nach dem Spielende.

In der Waiblinger Staufer-Halle entwickelte sich anfangs eine abwechslungs- und torreiche Partie, in der die TIGERS das spielerisch bessere Team waren und immer wieder bis zu drei Tore vorlegten (6:3, 8:5). Durch überhastete Aktionen und ausgelassene Tormöglichkeiten konnten die Nürtingerinnen jedoch immer wieder aufschließen. Saskia Wagner gelang nach 19 Minuten sogar der 9:9-Ausgleich. Das lag neben der geringen Wurfausbeute der TIGERS von den Außenpositionen und von Halbrechts auch an mehreren Paraden der TG-Keeperin Christine Hesel. Die anschließende Auszeit von Thomas Zeitz zeigte die gewünschte Wirkung für Waiblingen: Der VfL zog beim 13:9 erstmals auf  vier Tore davon, auch weil die eingewechselte Altina Berisha eine makellose Wurfausbeute hinlegte und Lulu De Bellis vom Siebenmeterstrich eiskalt einnetzte. Doch anschließend vertändelte die Heimmannschaft erneut einige Angriffe, Nürtingen rückte bis zum Pausenpfiff wieder auf drei Tore heran (12:15).

Und legte nach der Pause gleich mit zwei weiteren Treffern durch Lea Schuhknecht und Lisa Wieder zum 14:15-Anschluss nach. Doch wieder konnte sich der VfL befreien, unter anderem weil nun Tanja Padutsch von Rechtsaußen traf. Zudem zeigten die Positionswechsel im Waiblinger Rückraum zwischen Caren Hammer, Spielgestalterin Sinah Hagen,Vanessa Nagler und Altina Berisha ihre positive Wirkung. Waiblingen zog wiederauf vier Treffer Abstand davon (22:18, 45. Minute). Doch der Widerstand der Gäste war noch immer nicht gebrochen. Auch wenn die Nürtingerinnen in nahezu jedem Angriff in Zeitspielnot gerieten, fanden sie doch noch eine Lücke. Neuneinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff war die TG wieder dran (21:22).

 Doch dann schwanden bei der TG die Kräfte, bis zum Schlusspfiff gelang Nürtingen keinTreffer mehr. Der VfL indes legte noch einen 7:0-Lauf zum 29:21-Sieg hin.

  „Wir haben fast 50 Minuten lang das Maximale herausgeholt, was ohne Laetitia und Katarina möglich ist“, befand Nürtingens neuer Coach Simon Hablizel in der Analyse. „Aber wir mussten das ganze Spiel über immer wieder Rückstände von drei bis vier Toren aufholen. Da fehlten uns am Ende einfach die Kräfte.“

TIGERS- Zeitz sah wegen der lang gespielten Angriffe von Nürtingen "ein schwieriges Spiel für uns. Da haben wir oft zu unkonzentriert agiert. Andererseits bin ich zufrieden, dass das Team ein solches Spiel nach fast fünf Wochen Spielpause am Ende doch noch klar nach Hause bringt, wenn auch um drei bis vier Treffer zu hoch.“

TIGERS Waiblingen:

Branka Zec, Celina Meißner;

Judith Tietjen, Vanessa Nagler (2), Kyra Teixeira da Silva, Julia Schraml, Sinah Hagen (7), Lena Klingler, Mariel Wulf, Caren Hammer (3), Aaricia Smits, Tanja Padutsch (4), Altina Berisha (4), Louisa De Bellis (7/3), Alina Ridder (1), Vivien Jäger (1).

 

TG Nürtingen:

Christine Hesel, Lena Schmid;

Sarah Kuhrt, Nina Fischer (5), Lisa Wieder (3), Delia Cleve (4), Lea Schuhknecht (3), Hanna Eisenbraun, Carmen Siller (2), Bettina Quattlender, Anna Klotzbucher, Lenya Treusch (1), Saskia Wagner (3), Lena Zeller.

Titel-Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.net

Bericht und Zusatzfoto: Frank Moser ;-)

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