F1 - Tempogegenstöße bezwingen die Spreefüxxe

2. Bundesliga, Frauen: VfL Waiblingen Handball - Füchse Berlin 32:28 (16:13)Der Aufwärtstrend der Waiblinger Tiger Girls hält an: Gegen die Spreefüxxe aus Berlin gewannen die Waiblingerinnen in der heimischen Rundsporthalle mit 32:28 Toren. Es war zwar keine Gala-Vorstellung der Tiger Girls, aber eine geschlossene Waiblinger Mannschaftsleistung, aus der die starke VfL-Keeperin Celina Meißner herausragte. Mit etlichen Paraden und zahlreichen direkten Tempogegenstößen auf Tanja Padutsch (9 Tore) und Simona Nikolovska (5 Tore) sorgte Celina vor allem im zweiten Durchgang für den entscheidenden Vorteil. Hinzu kamen gute Anspiele an den Kreis auf Lulu de Bellis und Vivien Jäger sowie eine treffsichere Strafwurfschützin Aaricia Smits, die alle vier Waiblinger Siebenmeterbälle verwandelte. Schließlich trug auch der Tigers-Rückraum mit Altina Berisha, Ann Kynast, Caren Hammer, Sinah Hagen und Vanessa Nagler mit insgesamt sieben Toren zum Waiblinger Erfolg bei.In der Anfangsphase hatte die Waiblinger Abwehrmitte noch große Abstimmungsprobleme. Berlins Rückraum-Asse Simona Kolosove und Leona Svirakova hatten leichtes Spiel, frei von der Mitte ins Waiblinger Tor zu treffen. Nach nur sieben Minuten führte der Gast mit 6:3. So richtig ins Spiel fanden die Tiger Girls erst nach der Auszeit in der 16. Minute. Nach Auswechslungen wurde die Abwehr stabiler und der Angriff immer treffsicherer. Ein 6:0-Tore-Lauf binnen sieben Minuten sorgten nach einem Zwei-Tore-Rückstand für die 13:9-Führung für den VfL in der 24. Minute.Allerdings schwankten die Leistungen der Tigers an diesem Abend. Nach der Pause (16:13 für den VfL) streuten die Tigers wieder ein paar Schludrigkeiten ein. Die Ballverluste nutzen die Hauptstädterinnen zum 16:17-Anschlusstreffer, nicht einmal 120 Sekunden nach Wiederbeginn waren vergangen. Auch beim 20:21-Zwischenstand aus Berliner Sicht nach 43 Minuten, war noch nicht auszumachen, wer das Feld am Ende als Sieger verlassen sollte. Doch in der Schlussviertelstunde hatten die Tigers die entscheidenden Trümpfe in ihren Reihen. Celina Meißner im Waiblinger Kasten reihte nicht nur eine Parade an die nächste, sondern leitete auch blitzschnell die Tempogegenstöße ein. Ihre Pässe erreichten punktgenau entweder Tanja Padutsch oder Simona Nikolovska. Allein zwischen der 45. und der 53. Minute trafen die beiden Außenspielerinnen zusammen sechs Mal ins Berliner Gehäuse. Der VfL führte mit 27:22, die Entscheidung für das Heimteam war damit gefallen.Nun geht´s am kommenden Samstag im letzten Vorrundenspiel nach Bremen. Die Werderanerinnen haben nach ihrem Trainerwechsel gleich ein Ausrufezeichen gesetzt und in Freiburg mit 24:20 gewonnen. Die Auswärtsfahrt in den Norden wird für das Team von Nico Andersson also alles andere als ein Spaziergang.

VfL Waiblingen: Celina Meißner, Laura Pavic; Ann Kynast (2), Vanessa Nagler (1), Kyra Teixeira da Silva, Sinah Hagen (1), Caren Hammer (1), Aaricia Smits (5/4), Tanja Padutsch (9), Altina Berisha (2), Louisa De Bellis (3), Simona Nikolovska (5), Alina Ridder (1), Vivien Jäger (2).

Bericht: Frank Moser

Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.net

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