Enttäuschender TIGERS-Auftritt bei den Nordfrauen - 19:25

Handball, 2. Bundesliga, Frauen: TSV Nord Harrislee – VfL Waiblingen 25:19    

19 magere Törchen - damit war für die TIGER-Girls beim TSV Nord Harrislee kein Blumentopf zu gewinnen. Die TIGERS blieben an der dänischen Grenze weit hinter den eigenen Erwartungen zurück und kassierten nach einem ernüchternden Auftritt eine verdiente 19:25-Niederlage (9:10) gegen die Nordfrauen. Allein Sinah Hagen konnte im Waiblinger Angriff Akzente setzen, während beim TSV Torhüterin Sophie Fasold sowie Johanna Andresen und Medita Karlotta Jess herausragten.  

Zunächst sah es nach einer flotten Zweitligapartie aus. Beide Teams suchten den Erfolg aus gut organisierten Abwehrreihen heraus im schnellen Umschaltspiel. Nach anfänglich wechselnder Führung erspiel sich die TIGERS bis zur Mitte des ersten Durchgangs erstmals eine Zwei-Tore-Führung (7:5). Doch danach ließen die Gäste hochkarätige Chancen liegen und versäumten es, gegen den meist drucklos zu Werke gehenden Angriff von Harrislee die Führung auszubauen. Ohne die überragende Leistung von TSV-Keeperin Sophie Fasold schmälern zu wollen, muss sich der VfL ankreiden lassen, vor allem die Einwurfmöglichkeiten von den Außenpositionen nicht im Gehäuse der "Nordfrauen" verwertet zu haben. Aber auch der Gastgeber scheiterte häufig an der guten VfL-Torhüterin Celina Meißner. Trotzdem drehte Harrislee in der zunehmend zerfahrenen und torarmen Begegnung den Rückstand in eine knappe 10:9-Führung zur Halbzeitpause. Die TIGERS mussten zudem noch kurz vor dem Pausenpfiff die schwere Verletzung von Mariel Wulf verkraften.        

Doch dies allein konnte nicht den schon fast mutlos erscheinenden Auftritt der Waiblingerinnen nach Wiederbeginn erklären. Nur Sinah Hagen setzte im TIGERS-Angriff positive Akzente und Altina Berisha überzeugte als sichere Strafwurfschützin, ansonsten blieben die VfL-Stürmerinnen hinter ihren Möglichkeiten zurück. Immer wieder scheiterten die TIGER-Girls an der TSV-Torhüterin oder den eigenen Nerven. Im Mittelblock der Waiblinger Abwehr überzeugte Vivien Jäger, dafür taten sich nun aber auf der halblinken Defensivseite unerklärliche Lücken auf. Diese nutze beim TSV vor allem Johanna Andresen entschlossen aus. Innerhalb von elf Minuten traf Andresen gleich vier Mal gegen VfL-Keeperin Meißner, die nicht mehr komplett an die gute Leistung im ersten Durchgang anknüpfen konnte. Harrislee zog gegen immer wieder an der TSV-Torhüterin oder an technischen Fehlern scheiternde Waiblingerinnen auf 17:12 davon. Erst nach 48 Minuten war ein Aufbäumen bei den TIGER-Girls zu erkennen, als sie binnen 90 Sekunden auf 17:20 verkürzten (51. Minute). Doch die Aufholjagd entpuppte sich nur als kurzes Strohfeuer. Nach einer Auszeit machte der Gastgeber den Sack mit zwei Toren in Folge endgültig zu. Am Ende jubelten die Nordfrauen über einen verdienten 25:19-Erfolg gegen eine unerklärlich schwach aufgetretene Waiblinger Mannschaft. Da bedarf es beim VfL am kommenden Samstag (18:30 Uhr) gegen Spitzenreiter Füchse Berlin einer deutlichen Leistungssteigerung und Einstellung, um nicht ganz böse unter die Räder zu kommen.    

TSV Nord Harrislee: Fasold, Tiedemann; Natusch, Volquardson (2), Woch (4/2), Pleger, Frauenschuh (1), Lauf, Andresen (5), Rahn, Jess (10/3), Schleemann (1), Fries, Paulsen (2), Mettner.    

VfL Waiblingen: Meißner, Zec; Tietjen, Nagler, Teixeira da Silva, Schraml, Hagen (7), Wulf (1), Hammer, Smits (1), Padutrsch (2), Berisha (6/5), De Bellis, Ridder (1), Jäger (1).    

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