Berlin zeigt den TIGER Girls deutlich die Grenzen auf

Berlin zeigt den TIGER Girls deutlich die Grenzen auf

2. Handball-Bundesliga, Frauen: Füchse Berlin - VfL Waiblingen 29:18 (14:8)

Nichts wurde es mit einem erfolgreichen Saisonauftakt unserer TIGER Girls: Beim Aufstiegsmitfavoriten Füchse Berlin musste das Team des neuen VfL-Trainers Thomas Zeitz nach schwacher Angriffsleistung eine auch in dieser Höhe verdiente 18:29-Niederlage (8:14) einstecken.

"Wir haben zu keinem Zeitpunkt unser Potenzial abrufen können und haben nie ins Spiel gefunden", gab  TIGERS-Trainer Thomas Zeitz nach dem Spiel zu Protokoll. "Berlin war in allen Belangen um eine Klasse besser und hat uns deutlich aufgezeigt, woran wir noch zu arbeiten haben".

Hinzu kam auch noch die frühe Verletzung von VfL-Neuzugang Judith Tietjen. Die Linkshänderin erzielte die beiden ersten Tore der TIGERS, musste dann jedoch mit einer schweren Ellenbogen-Verletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Zwar hat sich der erste Verdacht auf einen Bruch nicht bestätigt, aber Judith wird dennoch wohl für einige Wochen ausfallen. Wir wünschen von dieser Stelle aus gute und schnelle Genesung, liebe Judith.

"Judith´s Verletzung war für das Team sicherlich noch ein zusätzlicher Schock", so Thomas Zeitz. Doch das allein war nicht der Grund für den deutlichen Klassenunterschied zwischen den beiden Teams an diesem Tag. Die Spreefüxxe waren einfach bissiger und mutiger, kauften mit ihrer Erfahrung den TIGER Girls schnell den Schneid ab. "Da ist unser junges Team einfach noch ein wenig zu grün hinter den Ohren, um dagegen zu halten."

Bis zum 5:7 durch Kapitänin Caren Hammer in der 16. Minute hielten die TIGER Girls noch einigermaßen den Anschluss. Doch dann offenbarte auch die Waiblinger Abwehr zunehmende Schwächen. Im TIGERS-Angriff fehlte vor allem dem Rückraum die Durchschlagskraft. Oft wurde quer gespielt und die Verantwortung auf die Außenspielerinnen verlegt. Diese mussten zum Teil aus sehr spitzem Winkel aufs Berliner Tor werfen und ließen dadurch die ohnehin gut aufgelegte Füchse-Torhüterin Sofie Hansen noch besser aussehen.

Symptomatisch für den gesamten Auftritt des VfL an der Spree war auch die Situation kurz vor der Pause: Beim Stand von 13:8 für Berlin waren die TIGERS im Ballbesitz. Doch statt auf noch aussichtsreiche vier Tore Rückstand zu verkürzen, verlor der VfL den Ball durch einen technischen Fehler, den der Gastgeber zur 14:8-Pausenführung nutzte.

Thomas Zeitz und Co-Trainer Adrian Müller wollten in der Halbzeitpause ihr Team wachrütteln. Doch der Appell, mit mehr Wille und Biss in den zweiten Durchgang zu starten, verhallte schnell. Trotz einer frühen weiteren Auszeit, ging beim VfL-Team nichts mehr. "Da fehlt uns einfach noch die Erfahrung und Abgeklärtheit, um gegen einen solchen starken Gegner mit international erfahrenen Spielerinnen das Ruder noch herumreißen zu können", resümierte Thomas. Berlin hatte wenig Mühe, den Vorsprung sukzessive auszubauen und den höchsten Sieg des ersten Spieltags einzufahren. "Wir müssen das Spiel nun schnell aus den Köpfen bekommen, aus den Fehlern lernen und uns fokussiert auf unser erstes Heimspiel gegen Leipzig am kommenden Samstag vorbereiten", gibt Thomas die Marschrichtung für die nächsten Tage vor.

VfL Waiblingen: Branka Zec, Celine Meißner, Vivien David; Judith Tietjen (2), Vanessa Nagler, Kyra Teixeira da Silva (1), Lucija Zeba (2) , Sinah Hagen (2), Caren Hammer (2), Aaricia Smits (2/2), Tanja Padutsch (2), Altina Berisha (1), Lulu De Bellis (1), Simona Nikolovska, Alina Ridder (3), Vivien Jäger.

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