F1 – Pokal-Aus an der dänischen Grenze

3. November 2019
DHB-Pokal, Frauen, Achtelfinale: TSV Nord Harrislee – VfL Waiblingen 29:25 (14:12)
  Wie schon in der letzten Saison war für unsere Tiger Girls erneut im Achtelfinale um den DHB-Pokal Endstation. Der VfL verlor beim Liga-Konkurrenten TSV Nord Harrislee mit 25:29 (12:14). Das Tigers-Team spielte ordentlich, ließ aber vor allem nach dem Seitenwechsel zu viele Chancen liegen. Die Gastgeberinnen von der dänischen Grenze nutzten dies zu zahlreichen Tempogegenstoßtoren, die den VfL letztlich als Verlierer vom Feld gingen ließen.
  Nach der langen Anreise brauchte die Waiblinger Mannschaft einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Erschwerend kam hinzu, dass der VfL schon in der fünften Minute die zweite Zeitstrafe kassierte. Harrislee hatte so den bessern Start, führte schnell mit 3:0 und nach knapp sechs Minuten mit 5:2. Doch die Tigers fingen sich: Nach zwölf Minuten traf Altina Berisha zum 6:6-Ausgleich. Auch wenn dreißig Sekunden nach dem Ausgleich das Schiedsrichtergespann bereits die dritte VfL-Spielerin auf die Strafbank schickte, waren die Tigers nun im Spiel. Tanja Padutsch von Rechtsaußen, Aaricia Smits per Strafwurf und Ann Kynast aus dem rechten Rückraum sorgten mit einem 3:0-Lauf für die 10:8-Führung des VfL nach zwanzig Minuten. Angefeuert von fast 500 Zuschauern kehrten jedoch auch die Gastgeberinnen schnell zurück und erzielten nun ihrerseits drei Treffer in Folge (11:10). Häufig konnte die VfL-Abwehr die flinken TSV-Angreiferinnen nur strafwurfreif stoppen. Harrislee war hier treffsicher: Janne Lotta Woch (5) und Madita Karlotta Jeß (3) verwandelten alle acht gegen Waiblingen verhängten Siebenmeter sicher. Zur Pause lag der Gastgeber wieder knapp mit 14:12 vorne.
  Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen die Tiger Girls durch den einzigen vergebenen Strafwurf der Partie die Möglichkeit zum Anschlusstreffer liegen. Dennoch blieb der VfL bis zum 15:17 in der 38. Minute dran. Dann aber häuften sich die Fehlwürfe im Waiblinger Angriff gegen eine immer stärker werdende TSV-Torhüterin Sophie Fasold. Harrislee kam mit zahlreichen Tempogegenstößen zu einfachen Toren, die den VfL zunehmend zermürbten. Die Gastgeberinnen waren nun nicht mehr zu stoppen und zogen innerhalb von sechseinhalb Minuten vom 19:16-Zwischenstand zum bereits vorentscheidenden 25:18 in der 46. Minute davon. Beim 29:21 war die höchste TSV-Führung erreicht. Das VfL-Team zeigte jedoch trotz der nicht mehr abwendbaren Niederlage Charakter und erzielte die letzten vier Treffer der Begegnung als Ergebniskosmetik zum 25:29-Endstand.
  VfL Waiblingen: Mandy Hoogenboom, Laura Pavic; Ann Kynast (4), Kyra Teixeira da Silva, Sinah Hagen (3), Aaricia Smits (4/4), Tanja Padutsch (5), Altina Berisha (4), Louisa De Bellis (1), Simona Nikolovska (1), Alina Ridder (3), Vivien Jäger.
Bericht: Frank Moser

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