Skandalöse Fehlentscheidung verhindert möglichen Punktgewinn

8. Oktober 2019

Handball WL Männer
TSV Schmiden – VFL Waiblingen Handball 26:24 (17:12)

Aufgrund einer ganz schwachen ersten Halbzeit verlieren die Tigers zum Saisonstart verdient das Derby in Schmiden. Eine skandalöse Fehlentscheidung verhinderte jedoch den fälligen Strafwurf der Gäste zum möglichen Ausgleich.
Dabei startete der VfL hervorragend in die Partie. Vor allem dem gut aufgelegten Sascha Laurenz und dem dynamischen Julian Linsenmaier war die schnelle 6:3 Führung zu verdanken. Doch wie aus dem Nichts folgte eine 20minutige Schlafphase, in der Waiblingen das Spiel vollkommen aus den Händen glitt. Vor allem Lukas Lehmkühler versetzte dem VfL wieder einmal den Knockout. Der 9-fache Torschütze war der herausragende Spieler des Tages, seine Würfe wurden von Abwehr und Torhüter meist nur staunend beobachtet, bevor sie in den Winkel einschlugen. Mit einem 5:0 Lauf drehte der TSV in nur drei Minuten das Spiel zur eigenen 8:6 Führung. Die Tigers kämpften sich noch einmal auf 9:9 heran, wirkten danach jedoch wie gelähmt und mussten den 11:17 Rückstand hinnehmen. Mit 12:17 ging es schließlich in die dringend herbeigesehnte Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte zeigte sich, warum der Gastgeber sein eigenes Auftaktspiel verloren hatte, Schmiden konnte das Niveau der ersten Halbzeit nicht über die volle Spielzeit abrufen. Lehmkühler nahm sich die ein oder andere Auszeit, zudem wirkte die VfL Abwehr nun aggressiver und auch Torhüter Ruben Keller bekam seine Hände an einige Bälle. Schmiden erzielte bis zur 48. Minute nur noch drei weitere Treffer und die Tigers reduzierten den Rückstand langsam aber beständig nach einem Doppelschlag durch den sicheren Rechtsaußen Jan Hellmann bis zum 19:20. Die Gastgeber versuchten nun vor allem mit gefühlt unendlich langen Angriffen, Zeit von der Uhr zu nehmen und hatten auch durchaus einigen Erfolg mit dieser Methode. Dem VfL gelang zwar immer wieder der Anschlusstreffer, nur der Ausgleich wollte trotz dreier Möglichkeiten einfach nicht fallen. Dann kam es zu der dramatischen Schlussminute. Schmiden bekam im Angriff wieder einmal das passive Vorwarnzeichen der Schiedsrichter und 10 Sekunden vor dem Ende auch den Pfiff gegen den TSV und damit Ballbesitz für die Tigers. Ein Schmidener Spieler warf sich allerdings auf den Ball und verhinderte damit den Freiwurf. Es folgte ein Gerangel und schließlich die Spielunterbrechung. Doch während alle Zuschauer und Spieler wegen der „letzten 30 Sekunden Regel“ mit einem Siebenmeter für Waiblingen rechneten, entschieden die Schiedsrichter auf eine Blaue Karte gegen Waiblingen wegen eines Schlages beim Versuch an den blockierten Ball zu gelangen und, dies ist vollkommen regelwidrig, auf Siebenmeter für den TSV. Der sichere Schütze Matthias Fischer verwandelte diesen zum 26:24 Endstand.
In der Halle jubelte danach der Gastgeber, viele Zuschauer aber schüttelten nur verwundert und rätselnd den Kopf.

VfL Waiblingen: Seeger, Keller; Linsenmaier 6, Gühne 2, Büchte 1, Leinhos 3/3,
Mayer, Baumgarten 1, Ader 1, Hellmann 3, Brugger, Laurenz 7, Prasalov.

Frank Ader

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