F1 – In Freiburg nicht ins Spiel gefunden

14. Oktober 2019

Frauen Zweite Bundesliga

HSG Freiburg – VfL Waiblingen  25:24 (12:12)

[stk] Nach dem 30:29-Liga-Sieg gegen Nord Harrislee und dem 29:21-Pokal-Erfolg gegen Nürtingen konnten die Waiblingerinnen guten Mutes sein. Am Samstagabend musste man als Tabellenzweiter beim Aufsteiger aus Freiburg, bislang mit einem Sieg aus vier Begegnungen auf Platz 13, antreten. Eine zumindest auf dem Papier durchaus lösbare Aufgabe, hatte man Freiburg in der Vorbereitung zudem beim diesjährigen Toto-Lotto-Cup in Ludwigsburg noch klar besiegt.

Neben den langzeitverletzten Celina Meißner (Bandscheibenvorfall) und Vanessa Nagler (Knieoperation) musste allerdings am Samstag auch Kreisläuferin Louisa de Bellis passen, die aufgrund ihrer Gehirnerschütterung aus dem Pokalspiel in der Woche zuvor noch nicht einsatzfähig war. Mit an Bord waren Julia Schraml und Lisa Kristmann, die ansonsten auch noch für´s Württemberg-Liga-Team auf Torejagd gehen.

Den ersten Treffer der Begegnung erzielte Tanja Padutsch, nachdem zuvor Laura Pavic bereits einen Strafwurf parieren konnte. Das 0:2 markierte Linksaußen Simona Nikolovska nur wenig später. Es sollte nicht die einzige Waiblinger Führung bleiben, zumindest aber die höchste an diesem Abend. Ein Dreierpack der Red Sparrrows aus Freiburg führte zum ersten Rückstand, den wiederum Ann Kynast egalisierte. In der 10. Spielminute warf HSG-Goalgetterin Nadine Czok mit dem 6:4 bereits zum zweiten Mal eine Zwei-Tore-Führung für die Gastgeberinnen heraus. Dieses Mal war es Padutsch, die mit dem 7:7 für den erneuten Ausgleich sorgte (15.). Wirklich absetzen konnte sich keine Mannschaft. Vivien Jäger, einer der wenigen Lichtblicke an diesem Abend, und Alina Ridder brachten ihre Farben zwar noch insgesamt dreimal in Führung, in die Halbzeitpause ging man aber mit einem leistungsgerechten 12:12-Gleichstand.

In der zweiten Spielhälfte änderte sich zunächst wenig. Ihre stärkste Phase hatte nun Linkshänderin Ann Kynast, die für die nächsten vier Waiblinger Treffer verantwortlich zeichnete, aber an diesem Abend dennoch unter ihren schon gezeigten Leistungen blieb. Da man in der Abwehr wenig Zugriff auf die Breisgauerinnen bekam und diese ihre Chancen konsequent verwerteten, stand es nach 49 Spielminuten erstmals 20:17 für die Hausherrinnen. Eine Freiburger Auszeit nutzte eher dem VfL, Caren Hammer und Jäger, insgesamt fünffache Torschützin, verkürzten auf 20:19. Freiburgs starke Angelika Makelko netzte kurz darauf zum 21:19 ein. In der 50. Minute stellte Sinah Hagen, die an diesem Tag übrigens ihren 20. Geburtstag feierte, den 22:21-Anschluss her. Altina Berisha, die immer besser ins Waiblinger Spiel findet und positive Akzente setzen konnte, tat es ihr beim 23:22 nur wenig später gleich. Doch die Red Sparrows, nun unterstützt von ihrem frenetischen Heimpublikum, blieben konzentriert und legten nach. HSG-Linksaußen Alicia Burgert donnerte den Ball zum vorentscheidenden 25:22 ins Waiblinger Gehäuse. Eine zuvor bereits praktizierte enge Deckung gegen Czok und eine offene Deckung in der Schlussminute führten allerdings nicht zum Erfolg. Treffer von Kynast und Aaricia Smits via Strafwurf 27 Sekunden vor Schluss brachten zwar nochmals den 25:24-Anschluss, die Punkte blieben aber verdientermaßen in Freiburg.

„Wir haben heute überhaupt nicht zu unserem schnellen und offensiven Spiel gefunden und viel zu viele Fehler gemacht, der Sieg für Freiburg geht daher auch voll und ganz in Ordnung“ gab ein konsternierter VfL-Coach Nico Andersson nach Spielende zu Protokoll und legte nach: „Wir werden heute keine schöne Rückfahrt haben!“

Am kommenden Wochenende geht es zum Aufstiegsaspiranten Buchholz-Rosengarten, der bislang noch ohne Niederlage ist. Möchte man von dort etwas Zählbares mit zurück an die Rems bringen, ist jedoch eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich.

Für Waiblingen spielten: Hoogenboom (Tor), Pavic (Tor), Kynast (6/2), Texeira da Silva, Schraml, Hagen (1), Hammer (1), Smits (3/2), Padutsch (3), Berisha (2), Kristmann, Nikolovska (2), Ridder (1), Jäger (5)

Zeitstrafen: Nikolovska, Texeira da Silva, Hammer / Vergebene Strafwürfe: Kynast (2), Smits

Für Freiburg spielten: Fischer (Tor), D´Arca (Tor), Baum (3), Makelko (5), Schwaiger (1), Dürr, Spinner (3/1), Burgert (3), Czok (6/3), Hartl, Falk, Zeides (3), Peter, Lipps

Zeitstrafen: Makelko, Lipps / Vergebene Strafwürfe: Czok (2), Spinner

Schiedsrichterinnen: Sophia Janz & Rosana Sug (Köln)

Zuschauer: 300

 

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