Tiger-Girls in den Schlussminuten abgeklärter

22. September 2019
HSV Solingen-Gräfrath 76 – VfL Waiblingen 28:30 (15:18)

Die Tigers Waiblingen bleiben in der 2. Bundesliga der Frauen in der Erfolgsspur. Beim Aufsteiger HSV Solingen-Gräfrath setzten sich die Waiblingerinnen nach wechselvollem Spielverlauf knapp durch. Die Entscheidung fiel erst in den letzten 70 Sekunden,  als der VfL durch zwei Treffer in Folge den 30:28 (18:15) Erfolg sicherstellte.

Die Tigers hatten in der Solinger Klingenhalle einen Hexenkessel erwartet. Doch lediglich 100 Zuschauer wollten das zweite Heimspiel des Aufsteigers sehen. Es herrschte daher eine seltsam ruhige Atmosphäre. In den Anfangsminuten war das Waiblinger Spiel noch sehr zerfahren. Der Gastgeber hingegen war hellwach und legte bis zur siebten Minute eine 5:2-Führung vor. Mit dem Dreier-Pack von Ann Kynast und einem weiteren Treffer von Tanja Padutsch nahm das Waiblinger Spiel dann jedoch an Fahrt auf. Gegen die offensive HSV-Abwehr fand der VfL-Angriff immer wieder gute Lösungen. Allein beim Torabschluss haperte es noch. Zudem unterliefen den Tigers einige technische Fehler. Dadurch blieb Solingen-Gräfrath bis zum 14:15-Spielstand (27. Minute) am VfL dran. In der Schlussphase erhöhten die Tiger Girls die Trefferqoute und nahmen die 18:15-Führung in die Halbzeitpause.
  Als der VfL durch Sinah Hagen und Kynast nach dem Seitenwechsel schnell auf 20:15 erhöhte, schien sich der Favorit entscheidend abzusetzen. Doch der VfL schaltete zu früh einen Gang zurück. Solingen-Gräfrath versuchte, die gefürchteten schnellen Tempogegenstöße durch eine sehr offensive Deckung beim Rückzugsverhalten zu unterbinden. Hier fand der VfL nicht immer die besten Lösungen, den Gegner zu überspielen. Der Gastgeber kam Tor um Tor heran und holte sich gut sechs Minuten vor dem Ende beim 26:25 sogar die Führung zurück. Zwei Minuten später gelang Tiger-Girl Aaricia Smits der Ausgleich. Dann parierte die in der 45. Minute eingewechelte VfL-Keeperin Laura Pavic den zweiten Strafwurf des HSV. Sie hielt zudem mit weiteren guten Reflexen ihr Team im Spiel. In der dramatischen Schlussphase erzielte Solingen-Gräfrath 90 Sekunden vor dem Ende den 28:28-Ausgleich, im Gegenzug traf die wieder gut aufgelegte Simona Nikolovska zum 29:28 für den VfL. Der Gastgeber nahm 47 Sekunden vor dem Schlusspfiff seine letzte Auszeit. Doch die Tigers-Abwehr roch den Braten, welchen Spielzug der HSV ansetzen würde und fing den Angriff ab. Die Uhr zeigte noch 22 Sekunden Restspielzeit an. VfL-Coach Nicolaj Andersson nahm sofort die Auszeit, um sein Team auf den letzten Angriff einzustellen. Mit Erfolg: der VfL spielte ruhig und überlegt, Tanja Padutschs Pass brachte Ann Kynast in gute Wurfposition. Und die Linkshänderin brachte nervenstark mit ihrem zehnten Treffer den Waiblinger Auswärtssieg unter Dach und Fach.
  „Es war ein nervenaufreibendes Spiel mit einem glücklichen Ende für uns“, fasste Waiblingens Co-Trainer Adrian Müller den Spielverlauf zusammen. „Auch wenn spielerisch nicht alles zusammenlief, war die kämpferische Einstellung der Mädels hervorragend und wir haben das am Ende clever gespielt.“
  Am kommenden Samstag (Anpfiff 20 Uhr) gastiert der TSV Nord Harrislee in der Waiblinger Rundsporthalle. Das Team aus dem hohen Norden ist mit drei Siegen perfekt in die Saison gestartet und rangiert in der Tabelle einen Punkt vor dem VfL. Die Tiger-Fans dürfen sich also auf ein Spitzenspiel freuen!
  VfL Waiblingen: Mandy Hoogenboom, Laura Pavic; Ann Kynast (10/1), Kyra Teixeira da Silva, Sinah Hagen (4), Caren Hammer (1), Aaricia Smits (5/1), Tanja Padutsch (2), Altina Berisha,  Louisa De Bellis (2), Simona Nikolovska (4), Vivien Jäger (2).
  Bericht: Frank Moser

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