Tiger Girls erst nach der Pause besser

1. September 2019

Die Tiger Girls sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und stehen in der 2. Runde um den DHB-Pokal. Beim 28:19 (14:11)-Auswärtserfolg gegen den Drittligisten TSG Ketsch II mangelte es dem VfL-Team jedoch in der ersten Halbzeit deutlich an Konzentration. Erst nach Wiederbeginn wurde das Waiblinger Spiel besser.

Außenseiter Ketsch kam wesentlich besser aus den Startlöchern und legte die 2:0-Führung vor. Die offensive und aggressive TSG-Abwehr schmeckte den Waiblingerinnen nicht. Die mangelnde Konzentration führte zu einer Vielzahl technischer Fehler, die der Gastgeber zu einfachen Gegentoren nutzte. Die Tigers benötigten fast acht Minuten bis zum ersten Torerfolg: Waiblingens am Ende achtfache Torschützin Ann Kynast traf zum 1:2. Bis zur 18. Minute und dem 6:7-Zwischenstand aus Ketscher Sicht war es eine offene Partie. Selbst der anschließende Waiblinger Zwischenspurt zum 11:6 warf Ketsch nicht aus der Bahn. Aus dem Positionsspiel heraus war der TSG-Angriff nicht das Problem der Waiblingerinnen, aber die eigenen Ballverluste vorne sorgten dafür, dass die Junior-Bärinnen wieder auf 10:11 heranrückten. Trotz der besseren individuellen Klasse der Tigers hielt der Drittligist mit seinem Kampfgeist auch beim Pausenstand von 11:14 die Entscheidung noch offen.

Einen besseren Eindruck hinterließ das VfL-Team erst im zweiten Durchgang. Die Abwehr stand noch kompakter. Dadurch spielte die TSG sehr lange Angriffe, die aber kaum noch zu Torerfolgen führten. In der wenigen Zeit, die der VfL dann in Ballbesitz war, agierten die Tigers-Angreiferinnen nun wesentlich konzentrierter. Der Trefferabstand wuchs dadurch kontiniuerlich an. Beim 24:13 durch Simona Nikolovska nach gut 50 Minuten war die höchste Waiblinger Führung erreicht. Die letzten zehn Minuten schlichen sich wieder Unkonzentriertheiten ein. Ketsch gelang dadurch noch die Ergebniskorrektur zum 19:28-Endstand.

„Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, darf so nicht sein“, äußerte sich Waiblingens Co-Trainer Adrian Müller zum Auftritt der Tiger Girls. „Mit nur 80 % Konzentration tut man sich auch gegen einen Drittligisten schwer. Für unser erstes Punktspiel in Herrenberg ist eine deutliche Steigerung erforderlich“, ergänzte Adrian. „Sonst geht es uns wie in der vergangenen Saison, in der wir gegen die oberen Mannschaften gute Spiele zeigten, gegen die eigentlich schwächeren jedoch verloren.“

VfL Waiblingen: Hoogenboom, Pavic; Kynast (8/2), Hammer (1), Berisha (3/1), Teixeira da Silva (2), De Bellis (3), Nikolovska (5), Schraml (1), Hagen (2), Smits (1), Ridder (2), Jäger.

Bericht: Frank Moser
Foto: Ann Kynast. Quelle: Heiko Potthoff / www.starkebilder.net

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