Knapper Sieg nach furioser erster Halbzeit

29. September 2019
Tigers Waiblingen – TSV Nord Harrislee 30:29 (19:13)
Am Ende wurde es noch knapp: nach einer furiosen Angriffsleistung im ersten Durchgang (19:13) kamen die Tiger Girls im Spitzenspiel gegen den TSV Nord Harrislee noch heftig unter Druck. Doch der VfL rettete sich mit Einsatzwillen, besserer Trefferquote vom Strafwurfstrich und guter Torhüterleistung von Mandy Hoogenboom zum umjubelten 30:29-Heimsieg. Glückwunsch, Tiger Girls! Mit nun 7:1 Punkten bleiben unsere Mädels den Spitzenteams aus Halle-Neustadt und Buchholz-Rosengarten auf den Fersen.
  Beide Mannschaften legten von der ersten Sekunde ein hohes Tempo vor. In der rasanten Begegnung führten die Tigers nach nur 65 Sekunden schon mit 2:0. Vor allem die Außenspielerinnen Tanja Padutsch und Alina Ridder waren von Beginn in Wurflaune und hatten im ersten Durchgang eine hundertprozentige Trefferquote. Was vor allem bei Ridder bemerkenswert war: nach mehrwöchiger Erkrankung konnte der Neuzugang aus Nellingen erst letzte Woche wieder ins Training einsteigen. Ihre Rückkehr war auch deshalb für das Tigers-Team wichtig, weil  Simona Nikolovska bei der nordmazedonischen Nationalmannschaft weilte. Doch auch der Waiblinger Rückraum mit Caren Hammer, Sinah Hagen, Ann Kynast, Altina Berisha und Aaricia Smits sowie die beiden Kreisläuferinnen Louisa de Bellis und Vivien Jäger bewiesen Durchschlagskraft. 7:4 führte der VfL nach nicht einmal achteinhalb gespielten Minuten.
  Zwei Sekundenzeigerumdrehungen später lagen jedoch plötzlich die Gäste aus dem hohen Norden vorne:  Harrislee´s Matilda Pfleger deckte nun bei ihrem Dreierpack die Lücken im mitunter löchrigen Waiblinger Abwehrverbund auf. Doch auch die 8:7-Führung der „Nordfrauen“ sollte nicht lange währen. Der VfL berappelte sich schnell und wirbelte im Angriff weiter. Mit einem 8:1-Lauf innerhalb von zehn Minuten enteilten die Tiger Girls zur 15:9-Führung. VfL-Trainer Nicolaj Andersson konnte durchwechseln, ohne dass es einen Bruch im Waiblinger Spiel gab. Im letzten Drittel des ersten Durchgangs fand Harrislee wieder ins Spiel zurück und das muntere Torewerfen endete erst mit dem Pausenpfiff und der klaren 19:13-Führung für die Heimmannschaft.
  Wer jedoch die Fortsetzung des VfL-Sturmlaufs nach Wiederbeginn erwartet hatte, musste schnell erkennen, dass die Gäste noch längst nicht gewillt waren, die fast 900 Kilometer lange Heimreise ohne Punkte anzutreten. Die TSV-Abwehr inklusive Torhüterin Lea Tiedemann steigerte sich und ließ den VfL-Angriff kaum noch zur Entfaltung kommen. Umgekehrt verlor die Waiblinger Defensive immer häufiger den Zugriff auf die TSV-Angreiferinnen. Das Team von Gästetrainer Herluf Linde rückte Tor um Tor heran. Franziska Peters erzielte nach knapp 41 Minuten den 21:22-Anschlusstreffer für Harrislee.
  Wie schon eine Woche zuvor in Solingen war es nun eine nervenaufreibende Partie. Nachdem aus dem Spiel heraus nur noch wenige klare Torchancen erarbeitet werden konnten, sorgten nun Tigers-Kapitänin Caren Hammer und die 18-jährige Ann Kynast mit starken Einzelleistungen für die Waiblinger Tore. Das zweite Plus für den VfL lag bei der Verwertung der Strafwürfe: während Harrislee von acht Versuchen nur vier im Waiblinger Kasten unterbrachte, verwandelten Smits und Kynast drei der vier Waiblinger Siebenmeterbälle. So gelang es dem VfL in der Schlussphase, den drohenden Ausgleich der Gäste immer wieder zu verhindern, auch weil Mandy Hoogenboom im Tiger-Kasten klasse hielt. Doch selbst nach dem Treffer von Tanja Padutsch zum 29:26 viereinhalb Minuten vor Schluss war noch Zittern auf Waiblinger Seite angesagt. Harrislee kam nochmals auf 28:29 heran. Erst Ann Kynast machte mit ihrem zweiten Siebenmetertreffer zum 30:28 den Deckel endgültig drauf. Am Ende stand ein etwas glücklicher, nach der starken Leistung im ersten Durchgang aber auch nicht unverdienter Waiblinger 30:29-Erfolg auf der Anzeigetafel der Rundsporthalle.
  Dort erwarten die Tigers am kommenden Sonntag (16 Uhr) Liga-Konkurrent TG Nürtingen zum Zweitrundenspiel um den DHB-Pokal.
  VfL Waiblingen: Mandy Hoogenboom, Laura Pavic; Ann Kynast (8/2), Kyra Teixeira da Silva, Sinah Hagen (2), Caren Hammer (4), Aaricia Smits (2/1), Tanja Padutsch (8), Altina Berisha (1), Louisa De Bellis (1), Alina Ridder (4), Vivien Jäger.
  Bericht: Frank Moser
  Foto: Heiko Potthoff / www.starkebilder.net

WERDE TIGERSFAN. MACH MIT!

Friend me on FacebookFollow me on TwitterFollow me on InstagramWatch my channel on YouTubeRSS Feed

SPONSOREN

 

HBF

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen