Tiger Girls holen sich Turniersieg in Allensbach!

18. August 2019

Zwei Wochen vor dem DHB-Pokal-Erstrundenspiel in Ketsch holten sich unsere Tiger Girls am Wochenende den Sieg beim 21. Skoda-Cup in Allensbach am Bodensee! Im Finale des zweitägigen Turnieres bezwangen die Tigers den Liga-Konkurrenten SG H2Ku Herrenberg mit 20:18.

Mit einem 15köpfigen Spielerinnen-Kader traten die Tigers am Freitagnachmittag die Reise an den Bodensee an und erlebten am Abend bei bestem Wetter eine zweistündige Schifffahrt mit herrlichem Sonnenuntergang, ebenso schönem Vollmondaufgang und reichlich belegten Brötchen, bevor es zurück ins Hotel nach Konstanz ging.

In der Vorrunde des mit zwei Zweitligisten, fünf Drittligisten und dem schweizer Vizemeister LK Zug gut besetzten Turniers in der Allensbacher Wiesenberghalle trafen die Tiger Girls zunächst auf den HCD Gröbenzell und damit auch gleich auf Lena Klingler, die ein Zweitspielrecht für den VfL hat. Auf Waiblinger Seite konnten zwei  Neuzugänge nicht mitwirken: Altina Berisha feierte ihre Hochzeit – herzlichen Glückwunsch und alles Gute, liebe Altina! Celina Meißner fuhr zwar mit nach Allensbach, musste jedoch wegen einer Verletzung pausieren. Dafür kamen die beiden Perspektivspielerinnen Jule Schraml und Lisa Kristmann aus der F2 zum Einsatz.

Gegen Gröbenzell benötigten die Tiger Girls knapp acht Minuten, um auf Touren zu kommen. Bis dahin hielt der bayerische Drittligist gut mit (4:4). Doch dann rollte der Waiblinger Angriffsexpress, sei es mittels direkten und erweiterten Tempogegenstößen oder durch Tore von allen Positionen aus dem Spiel Sechs gegen Sechs heraus. Bis zur Pause (die Spielzeit betrug jeweils 2 x 20 Minuten) hatten sich die Tigers auf 14:10 abgesetzt, spätestens sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff war mit Tina Welters Treffer zum 18:11 die Vorentscheidung gefallen. Schlussendlich startete der VfL mit einem klaren 24:15-Erfolg ins Turnier.

Noch deutlicher sollte der Erfolg im zweiten Vorrundenspiel ausfallen. Gegen Drittligist TSV Haunstetten sorgten die Neuzugänge Ann Kynast, Tanja Padutsch (2), Aaricia Smits und Vivien Jäger für eine schnelle 5:1-Führung. Wenig später lag der VfL durch zwei schöne Treffer von Simona Nikolovska und einem weiteren Padutsch-Treffer bereits mit 10:4 vorne (14. Minute). Tigers-Coach Nico Andersson nutze die Möglichkeit, alle seine Spielerinnen einzusetzen. Positiv dabei: es gab dabei keinen nennenswerten Bruch im Spiel. Über den Halbzeitstand von 14:7 bauten die Tigers nach dem Seitenwechsel die Führung kontinuierlich aus und landeten mit dem 26:13-Erfolg einen weiteren klaren Sieg. Bemerkenswert dabei: 13 verschiedene Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenlistze ein, Sinah Hagen überzeugte als Spielgestalterin und sechsfache Torschützin.

Nach den beiden klaren Erfolgen am Samstag konnten die Tiger-Girls schon vor dem abschließenden Vorrundenspiel tags darauf nur noch rein rechnerisch vom Gruppensieg und damit vom Einzug ins Finale verdrängt werden.

Am Sonntagvormittag ging es dann bei hochsommerlichem Wetter gegen den schweizer Vizemeister LK Zug. Die Schweizerinnen waren tags zuvor mit einer überraschenden Niederlage gegen Haunstetten (19:23) ins Turnier gestartet, zeigten dann aber beim deutlichen 27:16-Erfolg über Gröbenzell ihre wahre Stärke.

Und so wurde Zug erwartungsgemäß auch zum ersten echten Prüfstein für die Tigers im Turnier. Der VfL erwischte den besseren Start und setzte sich in der torreichen Anfangsphase auf 9:6 (9.Minute) ab. Doch der Vizemeister aus der Schweiz wurde in der Abwehr immer stärker und störte erfolgreich den Waiblinger Angriffsfluss. Beim 9:9 war das Remis erreicht, bis zur Halbzeit drehte Zug die Partie und führte mit 13:11. Die Zwei-Tore-Führung der Schweizerinnen hielt bis zum 15:13 an. Nun stabilisierte sich jedoch die Abwehr- und Torhüterleistung der Tigers. Vorne waren es vor allem die Linkshänderinnen Ann Kynast und Tanja Padutsch, die nun das Torwerfen von Halbrechts, Rechtsaußen oder dem Siebenmeterstrich übernahmen. Aus dem Zwei-Tore-Rückstand machten die Tiger Girls innerhalb von acht Minuten die 20:17-Führung. Die letzten Zweifel am dritten Sieg beseitigte schließlich Kapitänin Caren Hammer mit ihren beiden Toren zum 21:18 und 22:19-Endstand – Finale! Wermutstropfen dabei war jedoch die Knieverletzung von Vanessa Nagler. Es ist zu befürchten, dass die Rückraumspielerin mehrere Wochen ausfällt.

Wesentlich enger ging es in der anderen Vorrundengruppe zu: Favorit SG H2Ku Herrenberg, Ligakonkurrent unserer Tiger Girls, tat sich gegen die Drittligateams TSG Eddersheim (21:19), Gastgeber SV Allensbach (17:17) und den 1. FSV Mainz 05 II (18:15) deutlich schwerer, erreichte aber doch erwartungsgemäß das Endspiel.

Rund viereinhalb Stunden nach ihrem letzten Gruppenspiel und bei nun drückender Schwüle in der Halle hieß es also für das Tigers-Team, sich nochmals zu konzentrieren und aufzuraffen. Das Finale barg ohnehin genügend Brisanz in sich: nicht nur, dass es bereits in der Vergangenheit viele hitzige Lokalderbys zwischen den Tigers und den Kuties gab und die Herrenbergerinnen in der vergangenen Saison zwei Mal die Oberhand behielten – hinzu kam auch noch, dass die beiden in drei Wochen zum Ligaauftakt in Herrenberg aufeinandertreffen.

In der erwartet engen Partie führte Herrenberg nach fünf Minuten mit 3:2, ehe ein Doppelpack von Aaricia Smits und ein Treffer der durchsetzungsstarken Lulu De Bellis vom Kreis beim 5:3 für die erste Zwei-Tore-Führung im Spiel sorgten. Insgesamt war das Spiel der Tigers variantenreicher, da von allen Positionen aus gefährlich. Beim 8:4 nach gut zwölfeinhalb Minuten hatte sich der VfL ein kleines Polster verschafft, beim Spielstand von 11:8 wurden die Seiten gewechselt. Und die Tigers blieben auch danach am Drücker. Die Kuties kamen zwar auf 10:12 heran, doch der VfL behielt die Ruhe und die Übersicht. Über 15:10 zogen die Tigers zum 19:13 davon, rund sieben Minuten waren noch zu spielen. Dass der VfL die letzten Minuten, auch auswechslunsgbedingt, nicht mehr Vollgas gab, nutzten die Herrenbergerinnen, bis zum Schlusspfiff noch auf 18:20 zu verkürzen. Die kurz vor Spielende noch erlittene Verletzung von Aaricia Smits scheint glücklicherweise nicht ernsthaft zu sein, und auch die schon tags zuvor angeschlagene Alina Ridder dürfte schnell wieder fit werden.

Das Turnier zeigte, dass das Tigers-Team nach den vielen personellen Veränderungen schon recht gut harmoniert und in der Breite noch besser geworden ist. Klar ist aber auch, dass die Kuties zum Auftaktspiel in drei Wochen in heimischer Halle sich revanchieren wollen. So wird das erste Punktspiel sicherlich gleich zu einem heißen Tanz und einer Bewährungsprobe für das ambitionierte Tigers-Team.

Tigers Waiblingen: Mandy Hoogenboom (Tor); Ann Kynast (17/3), Sinah Hagen (9), Vanessa Nagler (1), Louisa De Bellis (8), Vivien Jäger (5), Caren Hammer (6), Tanja Padutsch (11), Aaricia Smits (8/1), Simona Nikolvska (10), Tina Welter (6), Kyra Teixeira da Silva (1), Alina Ridder (5), Julia Schraml (5/5), Lisa Kristmann (1).

Ein dickes Lob möchten die Tigers Waiblingen dem Ausrichter SV Allensbach aussprechen. Vielen Dank an alle Organisatoren und fleißigen Helfer des SVA, die für einen sehr angenehmen und familiären Rahmen gesorgt haben! Wir haben uns rundum wohl bei euch gefühlt!

Bericht: Frank Moser

 

 

 

 

 

 

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