F1 – Spiel in Trier gedreht: 25:22-Auswärtssieg!

4. März 2019
Lange zeit sah es für unsere Tiger-Girls beim Gastspiel in Trier nach der vierten Niederlage in Folge aus. Nach zähen 45 Minuten drehte das Team von Chefcoach Nicolaj Andersson in der Schlussviertelstunde aber doch noch auf und einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand in den 25:22-Auswärtssieg um!
Der VfL reiste nicht mit den besten Voraussetzungen nach Trier. Krankheitsbedingt war unter der Woche kein optimales Training möglich und die drei Niederlagen in Folge zuvor steckten noch in den Köpfen. Die angeschlagene Jasmin Dirmeier fuhr zwar mit in die alte Römerstadt, musste jedoch nach einem Aufwärmtest ihren Einsatz absagen. VfL-Kapitänin Caren Hammer erzielte nach nur 31 Sekunden den ersten Treffer der Partie. Doch schon bald zeichnete sich ab, dass die Begegnung kein Handballfestival bieten wird. Zu schwach blieben beiderseits die Angriffsbemühungen. Der VfL tat sich sehr schwer, sein Tempospiel aufzuziehen. So schleppte sich die Partie eine Halbzeit lang dahin, begleitet von Nicklichkeiten der Trierer Abwehrspielerinnen, die nach dem Geschmack des VfL-Co-Trainers Adrian Müller durchaus etwas häufiger mit Zeitstrafen geahndet hätten werden können.
Der Tabellenletzte erkämpfte sich leichte Vorteile und ging nach dem anfänglichen 2:4-Rückstand nach knapp zehn Minuten erstmals selbst in Führung (5:4). Die Tiger-Girls mühten sich, doch vieles blieb im Ansatz stecken. So konnten sich die Trierer Mietzen zum 10:7 absetzen (26. Minute), ehe Chiara Baur per Siebenmeter noch zum 8:10-Halbzeitstand aus Sicht der Gäste verkürzte. VfL-Vorstandsmitglied Peter Müller brachte es in der Pause kurz und knapp auf den Punkt: „Schlechtes Spiel“.
Und es sah im ersten Abschnitt des zweiten Durchgangs nicht nach Besserung im Waiblinger Spiel aus. Simona Nikolovska gelang zwar der 9:10-Anschlusstreffer, doch fünf Minuten später hatten sich die robusten Triererinnen auf 13:9 abgesetzt. Parallelen zur Niederlage vor drei Wochen beim damaligen Tabellenletzten Gedern/Nidda taten sich auf, denn auch nach knapp 44 Minuten lag das VfL-Team noch immer im Rückstand (11:14), und wenig deutete bis dahin auf eine Kehrtwende hin.
Doch plötzlich erwachte doch noch der Waiblinger Kampfgeist. Angeführt von Sinah Hagen trat der VfL nun mit deutlich mehr Biss und Laufbereitschaft auf. Mit einem 5:0-Tore-Lauf drehten die nun hellwachen Gäste zwölf Minuten vor dem Ende den Drei-Tore-Rückstand innerhalb von knapp fünf Minuten in die 17:15-Führung. Weitere sechs Minuten später stellte Sinah mit ihrem Tor zum 21:17 die Weichen endgültig auf den Tigers-Auswärtssieg.
„Wir haben lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, resümierte Waiblingens Co-Trainer Adrian Müller nach Spielende. „Die Voraussetzungen waren nicht die besten und Trier ein unangenehmer Gegner. Daher sind wir unter dem Strich sehr zufrieden, dass die Mannschaft doch noch den Schalter umgelegt und sich mit dem Auswärtssieg belohnt hat“.
 VfL Waiblingen: Hoogenboom, Waldenmaier; Nagler (1), Teixeira da Silva, Gruber (3), Hagen (5), Baur (3/3), Hammer (2), Odrowska (3/3), De Bellis (3), Hojczyk, Nikolovska (4), Welter (1).

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