F1: Erneuter Sieg im Schlussspurt – 32:29!

10. März 2019
Im Heimspiel gegen den TuS Lintfort zeigten unsere Tiger Girls sehenswerten Tempohandball im Angriff, aber auch große Lücken in der Abwehr. Heraus kam dabei nach spannendem Spielverlauf ein 32:29 (15:13)-Erfolg über den Aufsteiger vom Niederrhein. Wie eine Woche zuvor beim 25:22-Erfolg in Trier hatten die Tigers den besseren Schlussspurt.
Der VfL wollte die Anlaufschwierigkeiten aus den vergangenen Spielen nicht wiederholen. Immer wieder gelang es den Tigers, nach Ballgewinnen ihr Tempogegenstoßspiel erfolgreich aufzuziehen. Doch was im Angrff über weite Strecken gut funktionierte, machten sich die Waiblingerinnen durch zu zögerliches Eingreifen in der Abwehr auch immer wieder zu nichte. Lintforts überragende Spielmacherin und 13-fache Torschützin Loes Vandewal konnte nach Belieben schalten und walten. Nach dem anfänglichen 0:1-Rückstand legten die Tiger Girls bis zum 10:9-Zwischenstand (19. Minute) zwar immer wieder ein bis zwei Tore vor. Doch das nicht konsequente Abwehrverhalten des VfL ließ Lintfort dranbleiben, zumal die Gäste ihre drei Zeitstrafen im ersten Durchgang nahezu schadlos überstanden. Auch die erstmalige Drei-Tore-Führung des VfL (12:9) warf den TuS nicht aus der Bahn. In einer Partie zwischen zwei sich auf Augenhöhe begegnenden Mannschaften waren die Gäste beim 13:15-Halbzeitrückstand weiter in Schlagdistanz.
Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Strauß an Zwei-Minuten-Strafen. Innerhalb von vier Minuten mussten drei Tiger Girls sowie zwei Spielerinnen der Gäste auf die Strafbank. Für Lintfort´s Mie Norup Isaksen kam dabei durch die dritte Zeitstrafe schon 25 Minuten vor dem Ende das vorzeitige Aus. Damit standen der aufgrund von Verletzungen ohnehin schon mit dezimierter Mannschaft angereisten Gästetrainerin Bettina Grenz-Klein nur noch acht Feldspielerinnen zur Verfügung. Doch die leisteten dem VfL mit großem kämpferischen Einsatz weiterhin heftigen Widerstand. Vandewal erzielte in der 40. Minute den 17:17-Ausgleich für Lintfort, auch fünf Minuten später waren die Teams gleichauf (20:20).
Doch wie eine Woche zuvor gehörte die Schlussviertelstunde unseren Mädels. Das durch Simona Nikolovska mit einem weiteren blitzsauberen Treffer von Linksaußen erzielte 22:21 glich TuS-Spielerin Lisan Hulten nochmals aus. Dann setzte sich jedoch die bärenstarke Louisa De Bellis zwei Mal am Kreis energisch durch und warf die Tigers wieder mit zwei Toren nach vorne. Lea Gruber, die im zweiten Durchgang immer besser wurde, erhöhte nach 50 Minuten auf 24:21. Das folgende Timeout von Lintfort brachte keine Wende mehr, auch wenn die Waiblingerinnen in der Abwehr anfällig blieben. Spätestens beim Spielstand von 28:24 gut vier Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen.
TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein lobte in der Pressekonferenz den großen Kampfgeist ihres Rumpfteams: „Ich hätte der Mannschaft aufgrund ihrer tollen Leistung einen Punkt gegönnt. Doch gegen Ende waren wir in einigen Momenten zu unaufmerksam und hatten nicht das notwendige Glück.“
Ihr Waiblinger Gegenüber Nicolaj Andersson zeigte sich mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben viele erfolgreiche Tempogegenstöße gespielt und auf der linken Seite viel Druck gemacht, was auch den anderen Spielerinnen Raum verschafft hat“, so der VfL-Coach. „Doch in der Abwehr waren wir nicht energisch genug“, ergänzte der Däne, bereits mit Blick auf das anstehende Lokalderby bei der TG Nürtingen am kommenden Samstag.
Tiger Girls:
Mandy Hoogenboom, Laura Waldenmaier (Tor);
Vanessa Nagler (3), Kyra Teixeira da Silva, Jasmin Dirmeier (1), Lea Gruber (6), Sinah Hagen (3), Caren Hammer (1), Monika Odrowska (4/4), Louisa De Bellis (7), Hanna Hojczyk (1), Simona Nikolovska (5), Tina Welter (1).
Frank Moser

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