F1 – VfL wird nach der Halbzeit aus dem Konzept gebracht

9. Dezember 2018

VfL Waiblingen – TV Beyeröhde-Wuppertal 30:34 (18:14)

[fmo]. 35 Minuten lang sah es nach einem Erfolg der Waiblinger Zweitliga-Handballerinnen im Spiel gegen den Tabellendritten TV Beyeröhde-Wuppertal aus. Doch der VfL verlor nach der 20:15-Führung und der Umstellung der Gästeabwehr zwanzig Minuten lang komplett seine Linie. Gegen personell dezimierte Gäste musste Waiblingen eine ebenso verdiente wie vermeidbare 30:34 (18:14)-Niederlage einstecken.

Rund 400 Zuschauer in der Waiblinger Rundsporthalle sahen im ersten Spielabschnitt eine richtig gute Zweitliga-Partie. Der Gastgeber fand nach leichter Anfangsnervosität und dem 1:2-Rückstand schnell in die Partie. Der VfL spielte seine Stärken, die aufmerksame Abwehrarbeit und das schnelle Temogegenstoßspiel, nahezu fehlerfrei aus. Aber auch der Waiblinger Rückraum bewies im ersten Durchgang Durchschlagskraft. Zudem zeigte sich Mandy Hoogenboom im Waiblinger Kasten als reaktionsschneller Rückhalt ihres Teams. Waiblingen zog bis zur 10. Minute zur 6:3-Führung davon. Gästetrainer Martin Schwarzwald nahm folgerichtig die erste Auszeit, mit allerdings nur kurzfristigem Erfolg bis zum 6:7-Anschlusstreffer. Denn der VfL erhöhte schnell wieder die Konzentration und das Tempo. Dabei überragte Tina Welter im ersten Spielabschnitt mit ihrer Schnelligkeit und Treffsicherheit, sowohl bei den Tempogegenstößen als auch von der Rechtsaußenposition. Erst nach der 10:6-Führung schlichen sich vermehrt Fehlpässe und technische Fehler beim VfL ein, und in der Abwehr ließ man dem Rückraum der Gäste nun zu viele Freiheiten. Beyeröhde nutze diese Phase zum 12:12-Ausgleich in der 22. Minute. Doch Waiblingen fand erneut rasch in die Spur zurück Das Angriffsspiel wurde wieder variabler und druckvoller, zur Pause führte der VfL verdient mit 18:14.

Als die VfL-Handballerinnen nach Wiederbeginn durch zwei Treffer von Vanessa Nagler sogar auf 20:15 (35. Minute) erhöhten, deutete noch vieles auf einen Heimerfolg hin. Zumal die ohnehin schon mit nur neun Feldspielerinnen angereisten Gäste nach dem verletzungsbedingten Ausfall einer weiteren Spielerin kaum noch Auswechselmöglichkeiten hatten. Die Umstellung der Abwehrformation von 6:0 auf 5:1 brachte jedoch die Wende zugunsten des TV Beyeröhde. Waiblingens Angriff kam mit der nun weit vorgezogen deckenden und quirligen Katharina Hufschmidt überhaupt nicht zu recht. Der Spielfluss ging verloren und der VfL produzierte nun serienweise technische Fehler und Fehlpässe, selbst über kurze Distanzen. Kämpferisch war dem VfL-Team nichts vorzuwerfen, aber der Erfolg wurde nun fast nur noch im Eins-gegen-Eins gesucht, was die robusteren Gästespielerinnen jedoch gut unterbanden. Auch scheiterten die VfL-Werferinnen jetzt zu häufig vom Siebenmeter-Strich und aus anderen aussichtsreichen Positionen heraus an der stark haltenden Gästetorhüterin Dana Centini. Die Waiblinger Abwehr fiel weitgehend auseinander, agierte vor allem gegen die beiden Linskhänderinnen im TV-Rückraum viel zu passiv. Beyeröhde drehte auf, den 19:22-Rückstand in nur sechs Minuten zur 23:22-Führung um und dominierte die Schlussviertelstunde. Der letzte Hoffnungsschimmer des VfL auf wenigstens noch einen Punkt erlosch mit dem dritten vergebenen Strafwurf und dem Treffer zur 30:25- Führung der Gäste im Gegenzug knapp fünf Minuten vor dem Ende.

Gästetrainer Martin Schwarzwald sah in der Umstellung seiner Abwehr auf 5:1 und im Einsatzwillen seiner Spielerinnen den Schlüssel zum Erfolg. „In der ersten Halbzeit konnten wir unser Spielkonzept noch nicht umsetzen, dann hat mein Team jedoch großartig gekämpft und den längeren Atem gezeigt.“ Waiblingens Trainer Nicolaj Andersson analysierte in der Pressekonferenz, dass sein Team durch die drei schnellen Gegentore nach der 20:15-Führung für 20 Minuten den Rhythmus komplett verloren hat. „Wir haben dann zu viele individuelle und technische Fehler gemacht. Erst in den letzten fünf Minuten konnten wir wieder an das gute Spiel der ersten Halbzeit anknüpfen.“ Doch da hatte sich der Tabellendritte aus dem Bergischen Land schon längst den umjubelten und verdienten Auswärtssieg gesichert.

Im letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag beim BSV Zwickau müsse sein Team wieder „60 Minuten lang Konzentration zeigen, um erfolgreich zu sein“, so Andersson abschließend.

VfL Waiblingen: Hoogenboom, Waldenmaier; Nagler (2/1), Teixeira da Silva, Dirmeier (1), Gruber (6), Hagen (4), Baur, Hammer (3), Odrowska (5/3), De Bellis, Hojczyk (1), Nikolovska (2), Welter (6).

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