F1 -VfL – Frauen mit erfolgreichem Jahresabschluss

18. Dezember 2018

BSV Sachsen Zwickau – VfL Waiblingen 29:36 (13:20)

[fmo]  Im letzten Spiel des Jahres kehrten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen mit einem klaren 36:29-Auswärtserfolg vom BSV Sachsen Zwickau zurück. Die Waiblingerinnen hatten in Zwickau lediglich einige Minuten Anlaufschwierigkeiten, nahmen aber in der Folge durch ihr Tempospiel den Gastgeber auseinander und hatten die Partie schon mit der 20:13-Halbzeitführung entschieden.

Knapp 400 Anhäger des abstiegsbedrohten Gastgebers sorgten in der Sporthalle Zwickau-Neuplanitz für eine aufgeheizte Stimmung. Waiblingen fand zunächst nur schleppend ins Spiel und musste den 0:2-Rückstand hinnehmen. Doch schon bald nahmen die Gäste ihren Spielrhythmus auf. Bis zum 5:5 (10. Minute) hielt Zwickau die Begegnung noch offen. Dann jedoch spielte der VfL seine Stärken aus: die aufmerksam-aggressive Abwehr vor der ebenfalls gut diponierten Laura Waldenmaier im Waiblinger Kasten fischte sich zunehmend Bälle heraus oder antizipierte die Wurfbilder der Gastgeberinnen hervorragend. Und dann ging die Post nach vorne blitzschnell ab – zu schnell für den BSV. Die Remstälerinnen warfen durch einen 7:0-Lauf in nur sieben Minuten die 12:5-Führung heraus. Bis zum Halbzeitpfiff war es dann wieder ein ausgeglicheneres Spiel, in dem der VfL jedoch von allen Positionen aus gefährlich blieb. Insbesondere auch vom Kreis war Waiblingen erfolgreich: Louisa De Bellis und Jasmin Dirmeier steuerten bis zum Spielende jeweils vier Tore bei. Der VfL hielt Zwickau bis zur 20:13-Pausenführung immer auf mindestens sechs Tore Abstand.

Der BSV versuchte nach Wiederbeginn durch die Umstellung der Abwehr auf 5:1 dem Spiel eine Wende zu geben. Das hatte dem VfL eine Woche zuvor nach einer Fünf-Tore-Führung gegen Beyeröhde überhaupt nicht geschmeckt. Doch in Zwickau bereitete dies den Waiblingerinnen überhaupt keine Probleme. Ein weiteres Indiz, wie schnell das junge Waiblinger Team hinzulernt und Trainingsinhalte umsetzt. Die Kreisstädterinnen wollten beim Gastgeber erst gar keine Hoffnungen mehr aufkommen lassen und blieb konzentriert von allen Positionen aus, auch vom Sieben-Meter-Strich: Monika Odrowska verwandelte alle vier Strafwürfe sicher. Waiblingen baute die Führung bis zur 41. Minute auf 28:17 aus. Spätestens hier war die Entscheidung gefallen, und VfL-Trainer Nicolaj Andersson nutzte die Möglichkeit, vermehrt Auswechslungen vorzunehmen und Neues auszuprobieren. Das nahm zwar dem Waiblinger Spiel etwas den Rhythmus und die letzte Konsequenz beim Torabschluss. Doch auch wenn Zwickau bis auf maximal fünf Tore herankam, hatte der VfL das Spiel fest im Griff. „Wenn es überhaupt etwas an der Leistung zu bemängeln gibt, ist es die noch etwas fehlende Abgezocktheit des Teams, um einen Gegner auch mal richtig aus der Halle zu schießen“, resümmierte ein dennoch hochzufriedener Waiblinger Co-Trainer Adrian Müller nach dem Spiel.

Am Ende traten die Waiblingerinnen mit einem verdienten 20:13-Erfolg die lange Heimreise an und überwintern in der kurzen Spielpause mit 14:10 Punkten auf Platz 5 der Tabelle. Am 5. Januar 2019 (18:00 Uhr) steht dann in der Waiblinger Rundsporthalle das Schlagerspiel gegen den noch immer verluspunktfreien Aufstiegsfavoriten HL Buchholz 08-Rosengarten an.

VfL Waiblingen: Hoogenboom, Waldenmaier; Nagler (2), Teixeira da Silva (1), Dirmeier (4), Gruber (6), Hagen (3), Baur, Hammer (4), Odrowska (4/4), De Bellis (4), Hojczyk (2), Nikolovska (2), Welter (4).

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