F1 – Gelungene Rundsporthallen-Premiere

22. Oktober 2018

Quelle: 22.10.2018 Waiblinger Kreiszeitung

VfL Waiblingen – DJK/MJC Trier 31:23 (14:7)

Hervorragend gelungen ist die Premiere der Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen in ihrer schön renovierten Heimspielstätte, der Rundsporthalle. Am Samstag schlug das Team den schwachen Tabellenletzten DJK/MJC Trier hochverdient mit 31:23 (14:7). Die Gastgeberinnen überzeugten vor allem in der Abwehr und beim Tempogegenstoß.

VfL-Trainer Nicolaj B. Andersson strahlte schon vor dem Anpfiff übers ganze Gesicht. Endlich durfte seine Mannschaft die erste Partie in ihrer Heimspielstätte bestreiten, anderthalb Jahre hatte die Sanierung gedauert. Und sie ist gelungen. Am augenfälligsten ist die Helligkeit, früher hatte die Rundsporthalle die Anmutung eines düstren Bunkers gehabt. Eingerichtet worden ist auch ein VIP-Bereich. In dem können sich Sponsoren und Gäste in aller Ruhe die Bäuche füllen und, je nach Interesse, nebenbei das Geschehen auf dem Feld hinter einer Glasscheibe verfolgen. Das mag nicht jedem gefallen, doch im modernen Hochleistungssport ist ein solches Angebot eben eine Notwendigkeit.

Was Andersson indes besonders freute, waren die Hunderte Zuschauer, die sich zur Wiedereröffnung eingefunden hatten. Da sollte sich seine Mannschaft unbedingt von ihrer besten Seite zeigen. Und der VfL hielt dem Druck stand. Dass der Gegner Trier mit nur einem Punkt am Tabellenende steht und sich auch in Waiblingen nicht zweitligareif präsentierte, spielte den Gastgeberinnen in die Karten. Anderseits waren die Gäste auch deshalb so schwach, weil die Defensive des VfL glänzend funktionierte. Insgesamt war’s kein schönes Spiel, doch das lag vor allem an den behäbig und umständlich agierenden Triererinnen.

Die taten sich von Anfang an schwer. Bis zur achten Minute warfen sie nur zweimal aufs Tor, immerhin ein Treffer sprang dabei heraus. Als die gute VfL-Kreisläuferin Jasmin Dirmeier in der zehnten Minute das 5:1 erzielte, nahm Gästetrainerin Elena Vereschako eine Auszeit. Danach fielen sehr wenige Tore. Nicht, weil Trier besser ins Spiel gekommen wäre, sondern weil sich Waiblingen im Spielaufbau technische Fehler leistete und einige Chancen liegenließ. Doch in Gefahr war das Team nie. Denn Trier verfügt zwar über gute Spielerinnen, doch als Mannschaft agieren diese noch nicht. Und der ständige Versuch, mit Einzel- oder Kleingruppenaktionen zum Erfolg zu kommen, ist für die zweite Liga schlicht zu wenig. Waiblingen setzte sich weiter ab. Außenspielerin Tina Welter traf zum 11:6 (27.), und die aufgrund von Wadenproblemen angeschlagene Rückraum-Akteurin Monika Odrowska erzielte drei Tore nacheinander zum 14:7-Halbzeitstand.

In der 33. Minute schwächte sich Trier selbst. In einer umstrittenen Szene sah Maja Zrnec die Rote Karte. Daraufhin bedachte die Spielerin die guten Schiedsrichter Fabian Riedel und Rick Hermann (Aue) offenbar mit einer unschönen Geste, was die Blaue Karte und eine weitere Zwei-Minuten-Strafe gegen Trier zur Folge hatte. Die Disqualifikation mit Bericht könnte, je nach Entscheidung des Sportgerichts, eine längere Sperre für Zrnec bedeuten. Für Trier war die Entscheidung bitter. Das Team musste zwei Minuten mit vier Feldspielerinnen überstehen, zudem standen fortan nur noch zwei Wechselmöglichkeiten zur Verfügung. Der Kräfteverschleiß machte sich deutlich bemerkbar. Die Waiblingerinnen dominierten die Partie nun nach Belieben und waren vor allem per Tempogegenstoß erfolgreich. Lea Gruber traf in der 48. Minute zum 26:14.

Der Zwölf-Tore-Vorsprung hielt jedoch nicht, weil bei Waiblingen nun die Konzentration in der Abwehr flöten ging. In einer vogelwilden Schlussphase fielen auf beiden Seiten zahlreiche Tore. Waiblingen feierte dennoch unter dem großen Beifall der Fans einen deutlichen und aufgrund der ersten 50 Minuten hochverdienten 31:23-Erfolg.

Laut VfL hat Trier gegen die wegen der Blauen Karte für Zrnec erfolgte Zwei-Minuten-Strafe Einspruch eingelegt. Da die Szene nicht spielentscheidend war, ist der Erfolg der Aktion fraglich.

VfL Waiblingen: Hoogenboom, Waldenmaier; Nagler (2), Teixeira da Silva (5), Dirmeier (4), Gruber (5), Hagen (2), Baur, Hammer (1), Odrowska (4), Hojczyk (1), Nikolovska (3), Welter (4). DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt; Petrovska, Sattler, Ilciukaite (2), Houben (8/1), Czanik (5), Tolic (1), Szabo (4/2), Zrnec, Varga (3).


Simona Nikolovska erzielte bei der stimmungsvollen Heimpremiere in der Rundsporthalle drei Treffer für den VfL. Foto: Steinemann

 

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