F1-VfL Waiblingen startet mit Heimspiel gegen HC Rödertal

8. September 2018

Quelle: ZVW vom 06.09.2018

Mit dem souveränen Sieg im DHB-Pokal haben die Handballerinnen des VfL Waiblingen ihr erstes Pflichtspiel erfolgreich hinter sich gebracht. Nun folgt der Zweitliga-Auftakt in heimischer Halle. Gegen den Erstliga-Absteiger HC Rödertal gilt es, die ersten Punkte zu holen. Sehen will Trainer Nicolaj B. Andersson eine kompakte Abwehr, hohes Tempo und viele Gegenstoßtore.
So ganz zufrieden ist der neue VfL-Trainer Andersson mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft trotz des 31:18-Sieges nicht gewesen. Der Druck, der auf dem Team im Pokalspiel beim südhessischen Drittliga-Aufsteiger HSG Weiterstadt lastete, hatte sich zu Anfang bemerkbar gemacht. Doch nach einer knappen Viertelstunde nahm der VfL Fahrt auf und zog von 6:6 bis zur Halbzeit vorentscheidend auf 15:8 davon. Am Ende wurde es standesgemäß.

Und Andersson hatte schon viel Positives von seinem Team gesehen: „Der Gegner hat weniger als 20 Tore erzielt, wir sind in der Abwehr ganz kompakt gestanden. Außerdem haben wir über zehn Gegenstoßtore geworfen, das ist das, was wir uns vorstellen.“ Er hoffe, dass der Druck bei der Mannschaft nun weg sei und Waiblingen beim Liga-Auftakt befreit aufspielen könne.

Rödertal vertraut auf eine stabile 6:0-Abwehr

Wie stark der erste Gegner einzuschätzen ist, weiß noch niemand. Der sächsische Club HC Rödertal stieg in der Vorsaison mit nur einem Punkt aus der 1. Bundesliga ab und tritt in Liga zwei mit runderneuerter Mannschaft an. Elf Spielerinnen haben den Verein verlassen, entsprechend viele Neuzugänge finden sich im Kader. Und auch auf der Trainerposition hat es einen Wechsel gegeben. Nachfolger von Maximilian Busch ist der bisherige Co-Trainer Frank Mühlner.

Weil der Rödertaler Kader verjüngt worden ist, rechnet VfL-Coach Andersson damit, dass der HC „über die kompletten 60 Minuten nur mit Vollgas spielen wird“. Zudem erwartet er vom HC eine stabile 6:0-Abwehr. Umso wichtiger sei es für die Waiblingerinnen, aufreibende Positionsangriffe zu vermeiden und stattdessen mit viel Tempo per Gegenstoß zu einfachen Treffern zu kommen. Das gelte aber auch für die komplette Saison.

Keine Verletzungssorgen beim VfL

Sehr angetan ist Nicolaj B. Andersson von der Ausgeglichenheit seiner Mannschaft. „Ich habe in der Vorbereitung gelernt, dass alle Spielerinnen etwas Individuelles einbringen. Ich glaube, es ist unsere Stärke, auf den Positionen durchwechseln zu können.“ Zum einen spare das Kraft, zum anderen sei das Team dadurch schwerer auszurechnen. Und als Trainer könne er je nach Situation taktisch reagieren, ohne dass es zu einem Leistungsabfall im Spiel des VfL komme.

Wie im Pokalspiel werden Neuzugang Mandy Hoogenboom und Toptalent Laura Waldenmaier das Waiblinger Tor hüten. Verletzungssorgen im Team gibt es nicht. Beste Voraussetzungen also für einen guten Start in die Runde. Andersson: „Alle Spielerinnen sind fit und bereit.“

Volle Konzentration auf den Ligastart: Der VfL Waiblingen (von links Caren Hammer, Trainer Nicolaj B. Andersson, Hanna Hojczyk) will sein Publikum nicht nur mit einem Sieg, sondern auch mit attraktiver Spielweise begeistern. Foto: Ralph Steinemann

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