F1 – Das war noch nichts: Auftakt verpatzt

10. September 2018

Quelle: ZVW vom 10.09.2018

VfL Waiblingen – HC Rödertal 26:36 (11:18)

Mit einer enttäuschenden Leistung sind die Handballerinnen des VfL Waiblingen in die Zweitliga-Saison gestartet. In der nicht voll besetzten heimischen Staufer-Halle unterlagen sie dem körperlich deutlich überlegenen Erstliga-Absteiger HC Rödertal verdient mit 26:36 (11:18). Besonders augenfällig im Spiel des VfL waren die Löcher in der Abwehr und das fehlende Tempo.

Trotz der sehr gelungenen Vorbereitung hatte niemand erwartet, dass die Waiblingerinnen unter ihrem neuen dänischen Trainer Nicolaj B. Andersson gleich im Auftaktspiel in allen Belangen glänzen würden. Dass der VfL aber so chancenlos sein würde, war nun auch nicht zu befürchten gewesen. Freilich reiste der HC Rödertal als Erstliga-Absteiger naturgemäß als Favorit an. Bei den Sachsen hat es aber einen Umbruch gegeben, gleich elf Spielerinnen aus der vergangenen Saison haben den Verein verlassen, mit dem vorherigen Co-Trainer Frank Mühlner gibt es zudem einen neuen Chefcoach.

In Waiblingen zeigte sich das Team aus Sachsen allerdings schon als Einheit und führte der jungen Mannschaft des VfL vor Augen, was ihr fehlt: Erfahrung und körperliche Robustheit. Um das auszugleichen, hatte Andersson in der Vorbereitung sehr viel Wert auf eine kompakte Abwehr gelegt. Davon aber war am Samstag nichts zu sehen. Die Folge war das, wovor der erst 30-jährige Trainer gewarnt hatte: Waiblingen kassierte zahlreiche leichte Tore, kam nicht ins Umschaltspiel und rieb sich in langen Positionsangriffen an der großgewachsenen Defensive der Gäste auf.

Die hatten in den Nationalspielerinnen Brigita Ivanauskaite (Litauen, 8 Tore) und Kamila Szczecina am Kreis (Polen, 6) sowie der Spielgestalterin Lisa Loehnig (5) die überragenden Akteurinnen auf dem Feld. Der VfL schaffte es vor allem aufgrund mangelnder Aggressivität nie, sie in den Griff zu bekommen. Besonders die wurfgewaltige Ivanauskaite traf, wie sie wollte. Beste Spielerin auf Seiten des Gastgebers war Sinah Hagen, die inklusive dreier Siebenmeter acht Treffer erzielte, versuchte, im Rückraum die Fäden zu ziehen, und des Öfteren mit Einzelaktionen überzeugte.

Waiblingen lag nur ein einziges Mal in Führung, beim 2:1 durch Neuzugang Tina Welter (3.). Danach übernahmen die zumeist ruhig aufbauenden Rödertalerinnen die Initiative und profitierten von den Löchern in der VfL-Abwehr. Außerdem unterliefen dem nervös wirkenden Waiblinger Team viel zu viele Ballverluste. Die Leistungsträgerinnen Lea Gruber, Monika Odrowska und Vanessa Nagler blieben noch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Und im Tor bekamen Mandy Hoogenboom sowie Laura Waldenmaier kaum einen Ball zu fassen, während auf der anderen Seite Ann Rammer reihenweise Waiblinger Würfe parierte. Folgerichtig lag der VfL zur Pause schon vorentscheidend mit 11:18 im Rückstand.

Andersson versuchte in Hälfte zwei viel. Er wechselte durch und ordnete nach einer Auszeit (41.) kurze Deckungen gegen Ivanauskaite und Loehnig an. Allein, es half alles nichts. Der HCR hatte stets die richtige Lösung parat und eilte auf zehn Tore davon. Zu allem Überfluss verletzte sich VfL-Kreisläuferin Louisa de Bellis an der Hand und musste raus.

Als beim 26:36 die Schlusssirene ertönte, waren die Waiblinger Mannschaft und Fans bedient. Vielleicht kam der Warnschuss zur rechten Zeit, eine solche Leistung jedenfalls darf sich das Team nicht oft erlauben, wenn es den Abstiegskampf vermeiden will. An diesem Sonntag gilt es in der Partie beim Aufsteiger TSV Nord Harrislee, das Ruder herumzureißen.

VfL Waiblingen: Hoogenboom, Waldenmaier; Nagler (3), Teixeira da Silva, Dirmeier, Gruber, Hagen (8/3), Baur, Hammer (4), Odrowska (6/2), de Bellis (3), Hojczyk, Nikolovska (1), Welter (1). HC Rödertal: Rammer, Minami; Szczecina (6), Boesen, Ossenkopp (3), Hasselbusch, Alesiunaite (3/3), Ivanauskaite (8), Jander (4), Kreibich (3), Pollakowski (2), Loehnig (5).


Das Bild zeigt es: Der VfL Waiblingen (hier Sina Hagen im Angriff) hatte dem HC Rödertal (Kamila Szczecina und rechts Thilde Boesen) wenig entgegenzusetzen. Foto: Steinemann

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