F1 – LOTTO-Cup, „Tigers“ in Ludwigsburg

14. August 2018

SV Ludwigsburg-Oßweil präsentiert am 25./26. August Frauenhandball der Spitzenklasse / 5 Länder – 9 Bundesligisten – 16 Teams!

Klasse-Besetzung  27. LOTTO-Cup des SV Oßweil / „Tigers“ mischen in Ludwigsburg mit

Der richtige Gradmesser kurz vor Saisonbeginn! Für 16 Teams aus fünf Ländern, darunter neun Bundesligisten, ist der LOTTO-Cup des SV Oßweil die letzte Bewährungsprobe vor dem Start in die Punkterunde. Als Favoriten des zweitägigen Turniers gelten am Wochenende 25./26. August die vier Vertreter der 1. Bundesliga. Aber neben den „Vipers“ aus Bad Wildungen, den „Flames“ aus Bensheim-Auerbach, den „Schwaben Hornets“ vom TV Nellingen und der Neckarsulmer SU sind auch vier internationalen Erstligisten zu beachten. Vor allem der holländische Europacup-Teilnehmer V&L Geleen will im Kampf um den Turniersieg ein Wörtchen mitreden. In diesem Klassefeld mischt auch das Waiblinger Team mit. Die „Tigers“ spielen in der Vorrunde gegen die HSG Freiburg (3. Liga), die „Flames“ der HSG Bensheim-Auerbach (1. Bundesliga) und Sokol Pisek aus der gemeinsamen 1. Liga Tschechiens und der Slowakei.

Ziel Ludwigsburg! Beim 27. LOTTO-Cup sind am 25./26. August neun Bundesligisten, davon vier aus der 1. Liga am Start. Fast jede dritte Mannschaft der deutschen Bundesligen ist also beim Turnier in der Barockstadt dabei! Angeführt wird das Teilnehmerfeld von vier Erstligisten. Das sind die HSG Bensheim-Auerbach, die HSG Bad Wildungen und die schwäbischen Lokalmatadoren TV Nellingen und Neckarsulmer SU. Mit Ausnahme von Bensheim haben alle schon den LOTTO-Cup gewonnen.

Warten auf den ersten ausländischen Sieg

Trotz stärkster internationaler Konkurrenz gab es beim LOTTO-Cup bisher nur deutsche Siege. Daran konnten weder die nigerianische Nationalmannschaft, die in der Vorbereitung auf die Afrikaspiele 2003 nach Ludwigsburg kam, noch die 2015 aus Island eingeflogenen Damen von Haukar Hafnarfjördur etwas ändern. Die letzte ausländische Mannschaft, die beim LOTTO-Cup ins Endspiel einziehen konnte, waren 2004 die Lothringerinnen von Yutz Handball, die damals an Ketsch scheiterten. Gibt es 2018 den ersten internationalen LOTTO-Cup-Sieg? Kandidaten dafür sind der tschechische Erstligist Sokol Pisek, die Holländerinnen von V&L Geleen, GC Amicitia Zürich aus der Schweizer Premium League und der SSV Dornbirn-Schoren aus dem österreichischen Oberhaus.

Top-Favoriten aus der Bundesliga

Erste Anwärter auf den Gewinn des LOTTO-Cup sind die vier Mannschaften aus der 1. Bundesliga. Stark eingeschätzt wird die HSG Bad Wildungen. Schon vor Jahresfrist standen die „Vipers“ im Finale, verpassten aber den möglichen Gewinn des LOTTO-Cups durch einen nach dem Schlusspfiff vergebenen Siebenmeter. In der letzten Saison zog die Mannschaft aus Nordhessen ins Final4 des deutschen Handballpokals ein. Bad Wildungen gewann den LOTTO-Cup schon einmal: Beim Sieg 2013 wirbelte die heutige Trainerin Tessa Bremmer noch am Kreis. Mit im siegreichen Team der „Vipers“ stand Sarah van Gulik, wie Bremmer aus den Niederlanden stammend. Auch Sarah van Gulik strebt den zweiten LOTTO-Cup-Sieg an, jetzt aber im Trikot der Flames aus Bensheim-Auerbach, die bisher noch nie im Besitz der begehrten Trophäe waren. Das will Trainerin Heike Ahlgrimm am 25./26. August ändern.

Die Neckarsulmer SU gewann 2015 durch einen Endspielsieg gegen Göppingen erstmals den LOTTO-Cup, musste ihn aber 2016 nach einer Finalniederlage gegen Metzingen wieder abgeben. Mit dem neuen Trainer Pascal Morgant, der früher für den Turnierausrichter Oßweil in der 2. Bundesliga auf Torjagd ging, will die Sport-Union jetzt die Trophäe wieder in ihren Besitz bringen. Dabei soll eine Reihe hochkarätiger Neuzugänge helfen. Unter anderem bauen die Unterländerinnenjetzt auf Ana Pavkovic (aus Dalfsen/BL), Michelle Goos (Buxtehude), Louisa Wolf (Nellingen), Nicole Roth (Bietigheim), Irene Espinola Perez (Dortmund) und Roberta Ivanauskaitė (Fredericia/DK).

Viermal und damit öfter als alle anderen aktuellen LOTTO-Cup-Teilnehmer gewann der TV Nellingen das Turnier. Allerdings liegt der letzte Erfolg schon einige Jahre zurück. Nach dem Sieg 2011 standen die „Schwaben Hornets“ zwar noch zweimal im Finale, schafften aber keinen Sieg mehr. Was kann die neuformierte Mannschaft des TVN erreichen? Gespannt sind die Fans vor allem auf die internationalen Neuzugänge Sarka Marcikova (Pogon Baltika Stettin/PL) und Catherine Csebits (Zug/CH).

Sechs ambitionierte Zweitligisten

In den letzten Jahren war der LOTTO-Cup für einen der teilnehmenden Zweitligisten fast immer das Sprungbrett in die Eliteliga. Nach dem TuS Weibern (2011), der SG BBM Bietigheim (2012) und den „Vipers“ aus Bad Wildungen (2013), schafften nach dem Turnier 2015 mit der Neckarsulmer SU sowie dem TV Nellingen gleich zwei Teams den Aufstieg. Diese Serie setzte 2016 die HSG Bensheim-Auerbach fort.

Ob einem der beim LOTTO-Cup mitspielenden Zweitligisten in der bevorstehenden Saison ebenfalls den Sprung in die Beletage des deutschen Handballs glückt? Fünf Vereine aus der 2. Bundesliga sind in Ludwigsburg dabei. Darunter mit den „Kurpfalzbären“ Ketsch (2003 + 2004), Aufsteiger Waiblingen „Tigers“ (1998 als VfL Waiblingen) und dem BSV Sachsen Zwickau (2008) drei ehemalige LOTTO-Cup-Sieger. Das Zweitliga-Quintett komplettieren die Trierer „Miezen“ (Deutscher Meister 2003) und mit Aufsteiger HSG Gedern-Nidda ein LOTTO-Cup-Neuling.

Internationale Asse

Mehr als 40 Nationalspielerinnen gehen beim LOTTO-Cup auf Torjagd oder versuchen, wie die zu den besten Bundesliga-Torhüterinnen zählende Schweizerin Manuela Brütsch, gegnerische Treffer zu verhindern. Bei den „Vipers“ aus Bad Wildungen ist „Oranje boven“. Im Kader stehen mehrere holländische Nationalspielerinnen. Dazu gesellt sich unter anderem die Rumänin Laura Vasilescu, die seit Jahren zu den besten Werferinnen im Handball-Oberhaus zählt. Mit Maxime Struijs, die von Göppingen nach Bad Wildungen wechselte, feiert die 2015 zur besten Spielerin des Turniers gewählte Holländerin ein Comeback beim LOTTO-Cup.

Auch bei der HSG Bensheim-Auerbach stehen Oranje-Spielerinnen wie die Vizeweltmeisterin Sanne Hoekstra und ihre Landsfrau Sara van Gulik hoch im Kurs. Dazu kommen weitere Nationalspielerinnen, zum Beispiel die Polin Bogna Sobiech oder die Griechin Martha Logdanidou. Neckarsulm baut unter anderem auf die holländische Internationale Michelle Goos und die litauische Auswahlspielerin Roberta Ivanauskaite.

Premiere für V&L Geleen und HSG Gedern-Nidda

Erstmals dabei sind beim LOTTO-Cup V&L Geleen aus den Niederlanden und die HSG Gedern-Nidda aus Hessen. Geleen kommt mit der Empfehlung, im Land des WM-Dritten zuletzt den 3. Platz der Ehrendivision belegt zu haben. Damit qualifizierte sich Geleen auch für den Europapokal. Auf dem Weg dorthin will V&L mit einem Sieg beim LOTTO-Cup ein Ausrufezeichen setzen.

Auch die HSG Gedern-Nidda feiert ihre LOTTO-Cup-Premiere. Überraschend stieg die Mannschaft aus Hessen in die 2. Bundesliga auf. Auf den Vergleich mit den Zweit- und Erstligisten beim LOTTO-Cup ist Trainer Christian Breiler gespannt. Wie schlägt sich sein Team in der neuen Umgebung?

Vier Kandidaten für den ersten ausländischen Sieg

Neben den zuvor bereits erwähnten Holländerinnen aus Geleen nehmen mit Sokol Pisek (Tschechien), GC Amicitia Zürich (Schweiz) und SSV Dornbirn-Schoren weitere Erstligisten aus den Nachbarländern teil. Das Aushängeschild von Sokol Pisek ist Iveta Luzumova – auch wenn sie nicht mehr dort spielt. Die Weltklasseakteurin vom Thüringer HC erlernte das Handball-Abc in der südböhmischen Stadt. Ihr Heimatverein spielt in der gemeinsamen Spielklasse der besten tschechischen und slowakischen Vereine. Nach der Hauptrunde wird das Feld getrennt. Jeweils die vier am besten platzierten tschechischen und slowakischen Teams ermitteln in einer Playoff-Runde die beiden Landesmeister. Die Qualifikation für die tschechische Endrunde strebt Sokol an.

Mit GC Amicitia Zürich und dem SSV Dornbirn-Schoren wollen zwei Teams, die schon öfter beim LOTTO-Cup dabei waren, erstmals die Finalrunde der besten acht Teams erreichen. Die Hürde ist aber hoch. Dornbirn-Schoren könnte überraschen. Die Vorarlbergerinnen erreichten in der letzten Saison Platz 5 der österreichischen Meisterschaft.

Dreimal aus Liga 3

Komplettiert wird das LOTTO-Cup-Feld durch die drei Drittligisten HCD Gröbenzell, HSG Freiburg und SG BBM Bietigheim 2. Alle drei streben in der 3. Liga Süd Spitzenplätze an. Gröbenzell spielte in der letzten Saison noch in der 2. Liga. Als Aufsteiger brauchte das oberbayerische Team einige Zeit, um sich an die neue Spielklasse zu gewöhnen. Am Ende punktete Gröbenzell zwar kräftig, aber es war zu spät, um die Klasse zu erhalten. Beim LOTTO-Cup ist der HCD seit Jahren stets für Überraschungen gut und will auch 2018 wieder den einen oder anderen Bundesligisten ärgern. Die SG BBM Bietigheim 2 verpasste in der 3. Liga zuletzt nur wegen des Torverhältnisses den Meistertitel. Zur neuen Saison wurde das Team durch mehrere Top-Talente verstärkt, die mit Bietigheims B-Jugend im Mai im Endspiel um die deutsche Meisterschaft standen. Die HSG Freiburg gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Spitzenmannschaften der 3. Liga Süd. Der Meistertitel glückte zwar noch nicht, doch dafür stellt das Breisgau-Team mit Nadine Czok die beste Werferin der letzten Drittliga-Saison. Die junge Rechtshänderin (Jahrgang 1997) erzielte 192 Treffer – bundesweit Spitze!

Modus, Hallen, Spielzeiten und Gruppen

Gespielt wird in vier Gruppen zu je vier Mannschaften. Aus jeder Gruppe erreichen die beiden besten Teams die Endrunde um Platz 1 bis 8. Die Mannschaften auf Platz 3 und 4 der Vorrunde spielen in der B-Runde um die Plätze 9 bis 16 weiter. Jedes Spiel dauert  1 x 30 Minuten.

Der LOTTO-Cup des SV Oßweil wird in der Doppelsporthalle an der Alleenstraße und der Innenstadt-Sporthalle in Ludwigsburg ausgetragen. Zeitplan: Samstag, 25.8., 11 bis 18:30 Uhr Vorrunde und Beginn Final-/B-Runde. Am Sonntag, 26.8., ab 10 Uhr Fortsetzung mit der Final- und B-Runde. Halbfinale ab 14:40 Uhr, Endspiel des 27. LOTTO-Cup um 16:40 Uhr in der Sporthalle an der Alleenstraße.

Gruppe A:
„Schwaben Hornets“ TV Nellingen (1. Bundesliga), „Kurpfalzbären“ TSG Ketsch (2. Bundesliga), HSG Gedern-Nidda (2. Bundesliga), SSV Dornbirn-Schoren (Österreich)

Ketsch und Nellingen sind LOTTO-Cup-Spezialisten. Die Kurpfalzbären gewannen das Turnier zweimal, Nellingen sogar schon viermal. Eine Garantie fürs Weiterkommen ist das nicht. Gedern-Nidda ist der „große Unbekannte“ und Dornbirn-Schoren will zeigen, warum die Mannschaft in Österreich Platz fünf belegte.

Gruppe B:
Neckarsulmer SU (1. Bundesliga), GC Amicitia Zürich (1. Liga Schweiz), BSV Sachsen Zwickau (2. Bundesliga), SG BBM Bietigheim 2 (3. Liga)

Die verstärkte Neckarsulmer Mannschaft sollte ihre Favoritenstellung auf den Gruppensieg unterstreichen. Dahinter scheint die Lage offen. Zwickau und Zürich dürfen im Kampf um den zweiten Platz die Rasselbande der SG BBM Bietigheim nicht unterschätzen.

Gruppe C:
HSG Bensheim-Auerbach „Flames“ (1. Bundesliga), Sokol Pisek (1. Liga Tschechien/Slowakei), Waiblingen „Tigers“ (2. Bundesliga), HSG Freiburg (3. Liga)

Bensheim ist gewarnt. Im Vorjahr schied der Erstligist schon in der Vorrunde aus und musste sich mit dem Sieg in der B-Runde trösten. Pisek und Waiblingen wollen zumindest Gruppenzweiter werden. Dieses Ziel hat aber auch Freiburg. Gut möglich, dass die HSG die Favoriten ärgert.

Gruppe D:
„Vipers“ HSG Bad Wildungen (1. Bundesliga), V&L Geleen (1. Liga Niederlande), Trierer „Miezen“ (2. Bundesliga), HCD Gröbenzell (3. Liga)

Mit den „Vipers“ und Geleen wurden zwei Top-Favoriten in diese Gruppe gelost. Angesichts der starken Oranje-Fraktion bei Bad Wildungen werden im direkten Duell möglicherweise zeitweilig fast nur Holländerinnen auf dem Feld stehen. Bei Trier bleibt abzuwarten, wie die neu zusammengestellte Mannschaft harmoniert. Bei Gröbenzell weiß man nie: Der HCD überrascht beim LOTTO-Cup fast traditionell.

Infos zum LOTTO-Cup: www.sv-lb-ossweil.de

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