F1 – Die „Vipers“ holen den LOTTO-Cup

27. August 2018

Der LOTTO-Cup geht zum zweiten Mal nach 2013 an die HSG Bad Wildungen. Die „Vipers“ gewannen die 27. Auflage des erstklassig besetzten Frauenhandball-Turniers in Ludwigsburg. Im Finale bezwang das Team von Tessa Bremmer, die beim ersten Triumph vor fünf Jahren noch selbst spielte, den Bundesliga-Rivalen HSG Bensheim-Auerbach nach Siebenmeterwerfen 20:18. Platz drei teilten sich die Neckarsulmer SU und der überraschend stark auftrumpfende Zweitligist Sachsen Zwickau. Mitfavorit V&L Geleen aus den Niederlanden, der nach 26 deutschen LOTTO-Cup-Siegen als erstes ausländisches Team den begehrten Pokal gewinnen wollte, scheiterte in der Finalrunde der besten acht Teams.

Insgesamt nahmen 16 Mannschaften aus fünf Ländern am zweitägigen Turnier des SV Oßweil teil. Das hatte auch allerlei Handball-Prominenz angelockt. Mehrere Ex-Nationalspielerinnen wie Ania Rösler und Maren Baumbach waren in der Halle, dazu DHB-Nachwuchstrainerin Marielle Bohm und der ehemalige DHB-Präsident Bernhard Bauer.

Bereits in der Vorrunde des LOTTO-Cup gab es einige Überraschungen. Mit der Neckarsulmer SU, HSG Bad Wildungen, TV Nellingen und HSG Bensheim-Auerbach kamen zwar die vier deutschen Erstligisten weiter, die internationale Konkurrenz blieb aber mit Ausnahme von Geleen auf der Strecke. GC Amicitia Zürich, SSV Dornbirn-Schoren und Sokol Pisek – in der Schweiz, Österreich und Tschechien in der höchsten Liga am Ball – verpassten den Sprung unter die besten Acht und mussten mit der B-Runde um Platz 9 bis 16 vorlieb nehmen. Dabei hatte Dornbirn-Schoren die prominenteste Handballerin des Turniers in seinen Reihen: SSV-Trainerin Ausra Fridrikas wurde 1990 mit der Sowjetunion Weltmeisterin, 1999 zur Welthandballerin gekürt und gewann mit Hypo Niederösterreich und Slagelse (Dänemark) siebenmal Champions League.

HSG Freiburg gewinnt die B-Runde

In der B-Runde um die Plätze 9 bis 16 des LOTTO-Cup tummelten sich neben Dornbirn, Pisek und Zürich auch die Trierer „Miezen“ und Aufsteiger HSG Gedern-Nidda aus der 2. Bundesliga. Das Feld komplettierten die Drittligisten HCD Gröbenzell, HSG Freiburg und SG BBM Bietigheim 2. Den Sprung ins Halbfinale der B-Runde schafften Gedern-Nidda, Bietigheim, Freiburg und Gröbenzell. Die Hessinnen bezwangen Bietigheims Talentschuppen 15:9, Freiburg war gegen Gröbenzell beim 19:14 spielerisch überlegen. Den Sieg in der B-Runde und damit den 9. Platz erreichte überraschend Drittligist Freiburg. Die HSG zeigte im B-Finale eine Top-Kondition und bezwang Gedern-Nidda im Endspurt 13:12.

Nellinger Personalnot

In der Finalrunde um die Plätze 1 bis 8 schied mit dem unter großer Personalnot leidenden TV Nellingen ein Erstligist aus. Hinter Neckarsulm und Bad Wildungen landeten die Filder-Handballerinnen auf Platz drei ihrer Gruppe. Auch der am Vortag so stark auftrumpfende Zweitligist Waiblingen verpasste nach Niederlagen gegen Neckarsulm und Nellingen das Halbfinale. Das erreichten Neckarsulm und Bad Wildungen. Die beiden Teams waren punktgleich (je 4:2), der direkte Vergleich entschied zugunsten der „Vipers“, die gegen NSU 14:11 gewonnen hatten.

Bensheim-Auerbach war in der zweiten Gruppe der Finalrunde nicht zu schlagen. Mit drei Siegen zogen die „Flames“ souverän ins Halbfinale ein. Platz zwei holte sich etwas überraschend Zwickau. Die jetzt vom Trainer-Urgestein Rüdiger Bones trainierten Sächsinnen konnten den Zweitligarivalen Ketsch nach einem hart umkämpften Duell mit 14:13 bezwingen. Für die „Kurpfalzbären“ (2:4) und Europacup-Teilnehmer Geleen (0:6) blieben nur die Spiele um Platz 5 und 7.

Alles geben für Platz 7

Welchen Wert für die Teams selbst ein 7. Platz beim LOTTO-Cup hat, zeigten V&L Geleen und die Waiblinger „Tigers“. Beide Mannschaften gaben nochmals alles. Nach 30 Minuten stand es unentschieden. Auch nach der Verlängerung gab es noch keinen Sieger, sodass ein Siebenmeterwerfen entscheiden musste. Waiblingen versenkte alle fünf Würfe und feierte Platz sieben euphorisch.

„Vipers“ und „Flames“ im Finale

Im Halbfinale war für Neckarsulm Endstation. In einem verbissenen Duell unterlagen die Unterländerinnen dem Bundesligarivalen HSG Bensheim-Auerbach mit 15:18. Die „Flames“ führten vom Anpfiff weg und ließen Neckarsulm nie mehr in Schlagdistanz kommen. Mehr Mühe als erwartet hatte Bad Wildungen gegen Zweitligist Zwickau. Mit körperlicher Präsenz und schnörkellosem Spiel hielten die Sachsen die Partie lange offen. In der Schlussphase riskierte Zwickau alles, nahm die Torfrau zugunsten einer siebten Feldspielerin heraus. Mit drei Treffern ins leere BSV-Tor glückte den „Vipers“ der entscheidende Vorsprung zum 20:15-Sieg.

Zweiter LOTTO-Cup für Tessa Bremmer

Das Endspiel zwischen Bensheim-Auerbach und Bad Wildungen wurde zu einer extrem spannenden Angelegenheit. Zunächst dominierten die „Vipers“, dann drehten die „Flames“ die Partie und sahen bei einer 15:12-Führung fünf Minuten vor dem Ende schon wie der sichere Sieger aus. Bad Wildungen stellte auf eine 4:2-Abwehr um. Mit Erfolg. Vier Tore in Serie brachten das Team von Tessa Bremmer 16:15 in Führung. Bensheim hielt dagegen und Heike Ahlgrimms Formation schaffte noch den Ausgleich zum 16:16. Angesichts der intensiven Belastung an den beiden Turniertagen verzichteten beide Teams auf eine Verlängerung und schritten sofort zum Siebenmeterwerfen. Dabei hatte Bad Wildungen das Glück auf seiner Seite und gewann mit 20:18 zum zweiten Mal nach den LOTTO-Cup. Beim ersten Erfolg vor fünf Jahren hatte Trainerin Tessa Bremmer noch am Kreis gewirbelt.

Endstand des 27. LOTTO-Cup:

1. HSG Bad Wildungen „Vipers“
2. HSG Bensheim-Auerbach „Flames“
3. Neckarsulmer SU & Sachsen Zwickau
5. Kurpfalzbären Ketsch
6. TV Nellingen
7. Waiblingen „Tigers“
8. V&L Geleen
9. HSG Freiburg (B-Rundensieger)
10. HSG Gedern-Nidda
11.SG BBM Bietigheim 2 & HCD Gröbenzell
13. Sokol Pisek (CZ)
14. Trierer Miezen
15. SSV Dornbirn-Schoren (A)
16. GC Amicitia Zürich (CH)

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