F1 – FSG verliert beim Schlusslicht

11. März 2018

HCD Gröbenzell – FSG Waiblingen/Korb   29:28 (17:16)

[pm] Das Entsetzen war groß. Drei Sekunden vor Schluss kassierte die FSG Waiblingen/Korb den Gegentreffer zur einer ganz bitteren 28:29-Niederlage beim Schlusslicht HCD Gröbenzell.

Es war ein Auf und Ab gegen die hochmotivierten Gastgeberinnen. Anfänglich tat sich die FSG schwer, spielte sich dann eine Sieben-Tore-Führung heraus, verlor aber danach  den Faden. In einer ausgeglichenen zweiten Hälfte mit einer sehr starken Tünde Nagy im FSG-Tor, hatte Sinah Hagen ihre Mannschaft mit sieben ihrer neun Tore fast im Alleingang auf Punktekurs gehalten. Ein Moment der Unachtsamkeit entschied die Partie. 30 Sekunden vor Schluss schenkte die FSG den Ball her, Gröbenzell nutzte die Gelegenheit zum Sieg.

Trainerin Kerstin Zimmermann war bedient. Damit habe nun keiner gerechnet. „Ein Punkt war sicher, ein Sieg möglich. Das ist ganz, ganz bitter und jetzt wird’s in der Tabelle auch eng.“ In der Abwehr haben wir vor der Pause keinen guten Zugriff auf den Gegner gehabt“, Im Angriff sei es zunächst aber gut gelaufen. „Nach dem Wechsel haben wir dann hinten gut gestanden, Tünde hat super gehalten, aber jetzt ging vorne nichts mehr.“ Keine habe Verantwortung übernommen, „nur Lea Gruber und Sinah Hagen haben was gemacht.“

Die FSG hatte sich konzentriert auf den Gegner vorbereitet, ein Sieg war schließlich Pflicht. Nicht nur, weil man gegen das Schlusslicht immer gewinnen will, sondern nach den Niederlagen zuletzt auch musste. Caren Hammer wurde wegen einer Fingerverletzung geschont, wohl wissend, dass sie der Abwehr in Sachen Ordnung und Stabilität fehlen würde, die Mannschaft sollte das gegen Gröbenzell jedoch kompensieren können.

Nach sieben eher verhaltenen Minuten kam die FSG in Fahrt und baute ihre Führung gegen die unbequeme 3:2:1-Defensive unter anderem durch drei herrliche Treffer von Simona Nikolowska auf 13:6 in der 17. Minute aus. Dann kam der Bruch. „Die haben einfach das Handballspielen eingestellt“, so ein Fan kopfschüttelnd. Unkonzentriert, völlig fahrig, ohne Konzept, kraftlos im Abschluss gab die FSG den Sieben-Tore-Vorsprung aus der Hand. Gröbenzell nahm das Geschenk dankend an, konterte die Gäste aus und der Halbzeitpfiff kam gerade noch rechtzeitig, um aus FSG-Sicht den Flow der Gastgeberinnen bei deren knappen 17:16-Pausenführung zu stoppen.

Der Reset in der Kabine war der FSG gelungen. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe gegen die durch die furiose Aufholjagd erstarkten Münchnerinnen. Die hatten in der Abwehr auf 6:0 umgestellt, was der FSG nicht schmeckte. Wie schon im Spiel gegen Beyeröhde gelang den Remstälerinnen nicht, steil zu gehen, richtig Druck zu machen und torgefährlich zu sein. Einzig Lea Gruber und Sinah Hagen trauten sich was. Aber auch Gröbenzell hatte jetzt einiges mehr Mühe, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Tünde Nagy zeigte eine starke Leistung, parierte zwei Siebenmeter und riss ihre Vorderleute mit. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, dabei hatte die FSG noch das Pech, dass vier Holztreffer einen Vorsprung verhinderten. Auch zwei vergebene Strafwürfe trübten die Torbilanz. Sinah Hagen aber traf, und wie. Sieben der neun FSG-Tore nach der Pause gingen auf ihr Konto.

In der Schlussphase wechselte die Führung ständig hin und her. Sina Fischer für Gröbenzell und Sinah Hagen schienen sich ein kleines Namensduell zu liefern, wer seine Mannschaft zum Sieg wirft. Der Siegtreffer war keiner vorbehalten. Den setzte Lisa Antl drei Sekunden vor dem Abpfiff zum 29:28-für den HCD. Nach einer Unachtsamkeit 30 Sekunden vor Schluss verlor die FSG den Ball und brachte sich somit um den möglichen Sieg, zumindest um einen Punkt.

FSG: Roth, Nagy, Nagler (1), Dirmeier (1), Gruber (8), Odrowska (5/3), De Bellis, Nikolovska (3), Hagen (9/2), Hojczyk, Stumpp, Grigore (1), Teixeira da Silva, Hammer, Baur

WERDE TIGERSFAN. MACH MIT!

Friend me on FacebookFollow me on TwitterFollow me on InstagramWatch my channel on YouTubeRSS Feed

2. Bundesliga Frauen

Liveticker Frauen 2. Bundesliga

Gesamt Spielbetrieb VfL Waiblingen

Spielbetrieb Vfl waiblingen Handball

SPONSOREN

HBF

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen