F1 – Auch Zimmermann verlässt Waiblingen

2. März 2018

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 2.3.2018 

Die Trainerin der FSG hat ihren Zweijahresvertrag zum Saisonende gekündigt

Der VfL Waiblingen muss für die kommende Handball-Saison, voraussichtlich wieder in Liga zwei, ein komplett neues Trainerteam suchen. Nach der Nachricht, dass sich die Wege der Frauen, die derzeit noch unter dem Namen FSG Waiblingen/Korb spielen, und Jürgen Krause zum Saisonende trennen werden, hat nun auch Kerstin Zimmermann ihren Vertrag gekündigt.

Die Trainerin, die das Team in der laufenden Runde gleichberechtigt mit Krause coacht, hat den Verein per Mail über ihre Entscheidung informiert. Der Schritt, ihren Zweijahresvertrag nicht zu erfüllen, „hat mir schon sehr wehgetan“, sagt Zimmermann. „Ich hätte mit der tollen Mannschaft gerne weitergearbeitet.“ Doch der Verein hatte andere Pläne. Zwei Gespräche habe es gegeben. Es sei zwar von Anfang an für beide Seiten klar gewesen, dass es zwei (nicht nur einen) Trainer geben müsse. Ansonsten jedoch war für Zimmermann „nicht zu eruieren, was die Sportliche Leitung mit mir vorhat.“ Somit wird das Engagement von Zimmermann nach dann insgesamt zweieinhalb Jahren beim VfL und der FSG enden. Letztere wird wie berichtet zum Saisonende aufgelöst, das Team in der Saison 2018/19 für den VfL Waiblingen antreten.

Der Sportliche Leiter Nadir Arif bedauert Zimmermanns Schritt, kann ihn aber nachvollziehen. „Mein Wunsch wäre gewesen, dass Kerstin Co-Trainerin und Sportliche Leiterin wird.“ Das habe er ihr auch mitgeteilt, „aber sie hat gesagt, dass sie Trainerin ist“. Dieses Amt jedoch „konnten wir ihr nicht zusagen, weil wir im Gespräch mit anderen Trainern sind“. Und ein erneut gleichberechtigtes Duo sei für die kommende Saison nicht geplant. Das klingt nicht wie ein Vertrauensbeweis. Und nun hat Zimmermann die Konsequenzen gezogen.

Arif betont jedoch, dass es kein böses Blut gebe. Die Zusammenarbeit mit Zimmermann sei sehr harmonisch gewesen. „Wir waren ein sehr gutes Team.“ Als der VfL vor zweieinhalb Jahren vor dem Absturz aus der dritten Liga in die Oberliga stand, „hat sie uns gerettet“. Zu diesem Zeitpunkt war Zimmermann bei den SF Schwaikheim, damals als Aufsteiger Spitzenreiter in der Württembergliga Nord, unter Vertrag gestanden, erklärte sich aber dazu bereit, in der brenzligen Phase parallel auch den VfL zu coachen. Mit Erfolg: Die Trainerin schaffte den Durchmarsch mit den SF und verhinderte, wenn auch hauchdünn, den Abstieg mit Waiblingen. Danach wechselte Zimmermann ganz zum VfL.

In der Folgesaison kämpfte sie mit dem Team erneut lange um den Klassenverbleib in Liga drei, am Ende wurde Waiblingen Achter. Den Meistertitel holte Jürgen Krause mit dem SC Korb, die Gründung der FSG Waiblingen/Korb ermöglichte den Sprung in die 2. Bundesliga – und das Trainerduo Krause/Zimmermann. Dieses Projekt wird nun nach nur einer Saison enden. Krause will eine Handballpause einlegen, wohin es seine Kollegin zieht, ist unklar. Der VfL jedenfalls muss ein komplett neues Trainerteam für die kommende Saison finden.

Das Team wird wohl weiterhin in der zweiten Liga spielen. Ein paar Pünktchen fehlen dem Aufsteiger zwar noch zum vorzeitigen Klassenverbleib, doch es sieht gut aus. Zimmermann und Krause könnten sich also mit einem Erfolg verabschieden.

TV Beyeröhde (5. Platz, 20:16 Punkte) – FSG Waiblingen-Korb (9. Platz, 18:20 Punkte; Samstag, 18.45 Uhr). Zuletzt setzte es für die FSG eine Niederlage, die aber war zu erwarten gewesen. In der Vorrunde hatte das Team sensationell bei den HL Buchholz-Rosengarten gewonnen und dem großen Favoriten die einzigen Punkte überhaupt abgenommen. Diesmal ließen sich die Handball-Luchse nicht düpieren. Da brachte der FSG auch die Korber Ballspielhalle nichts, in der sie noch ohne Punktverlust gewesen war. Mit 24:32 verlor Waiblingen/Korb. Die Niederlage sei zu hoch ausgefallen, sagt Trainerin Kerstin Zimmermann, die mit der Leistung ihres Teams überwiegend sehr zufrieden war. „Wir haben 45 Minuten lang ein tolles Spiel gezeigt, sind aber dann eingebrochen. Wir mussten der körperlichen Überlegenheit von Rosengarten Tribut zollen.“ Sie, Zimmermann, und ihr Kollege Jürgen Krause seien dennoch stolz auf das FSG-Team. „Das lässt positiv nach vorne blicken.“

Mit dem nächsten Gegner Beyeröhde verbindet Waiblingen/Korb allerdings keine guten Erinnerungen. In der Vorrunde setzte es eine 20:23-Heimpleite. „Es war die Wende in unserer Erfolgsserie, wir haben richtig schlecht gespielt.“ Vor allem gegen die aggressive 3:2:1-Deckung der eingespielten Gästemannschaft tat sich die FSG sehr schwer. Diesmal soll es besser laufen. „Ich denke nicht, dass ein Team dominiert.“ Entscheiden werde die bessere Tagesform.

Wegen Personalsorgen in der Drittliga-Mannschaft werden Chiara Baur und Kyra Teixeira da Silva für die FSG II auflaufen. Trotzdem kann das Zweitligateam mit gut bestücktem Kader in Wuppertal antreten.

Erst Krause, jetzt Zimmermann: Weil der VfL Waiblingen der FSG-Trainerin (von links die Spielerinnen Vanessa Nagler und Sinah Hagen) offensichtlich nicht zutraut, das Zweitligateam in der kommenden Saison allein verantwortlich zu coachen, verlässt sie den Verein zum Saisonende. Bild: Steinemann

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