F1 – Nach der Pause bärenstark

21. Januar 2018

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 22.01.2018

FSG Waiblingen/Korb – Füchse Berlin 29:19 (11:7)

Das könnte der Befreiungsschlag gewesen sein, den sich alle erhofft hatten: Nach vorne gepeitscht von den frenetisch jubelnden Fans in der Korber Ballspielhalle haben die Zweitliga-Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb das so wichtige Spiel gegen die Füchse Berlin sehr deutlich mit 29:19 gewonnen. Nach der Pause (11:7) präsentierte sich der Gastgeber in alter Form.

Der Druck, der auf der FSG gelastet hatte, war immens gewesen. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Kellerkinder Kirchhof und Hannover musste unbedingt wieder ein Sieg fürs Selbstvertrauen her. Vor der Partie sorgte dann auch noch ein Ergebnis für zusätzliches Zähneklappern: Der Vorletzte Zwickau hatte sich mit 31:26 in Trier durchgesetzt. Hätte die FSG erneut verloren, wäre der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Punkte zusammengeschmolzen.

Doch das Team trotzte allen Problemen. Vor der Pause überzeugte es hauptsächlich mit Kampfgeist und einer überragenden Abwehr. Und in Hälfte zwei zeigte die FSG endlich auch wieder jene spielerischen Finessen, das Tempo und die Ballsicherheit, die sie zu Saisonbeginn ausgezeichnet hatten. Angeführt von der herausragenden Spielmacherin Monika Odrowska (acht Tore) ließen die Gastgeberinnen dem schwerfällig agierenden Tabellennachbarn aus Berlin keine Chance.

In den ersten 30 Minuten war der zuletzt in der Krise steckenden Mannschaft der Trainer Jürgen Krause und Kerstin Zimmermann die Verunsicherung noch deutlich anzumerken gewesen. Viele Ballverluste, ungenaue Pässe und zeitweise zu wenig Bewegung im Angriff – so setzt man keine spielerischen Glanzpunkte. Dafür trat die FSG von Anfang an sehr kämpferisch auf und zog dem Mitaufsteiger mit famoser Defensivarbeit den Zahn. Die Füchse hatten am Mittwoch das Nachholspiel in Kirchhof mit 26:27 verloren, vielleicht steckte ihnen die schwere Partie noch in den Knochen. Jedenfalls agierten die Berlinerinnen in Korb träge. In der gesamten ersten Hälfte kamen sie zu keinem einzigen Tempogegenstoß. Und im Positionsangriff fiel ihnen gegen die bissig verteidigende FSG nahezu nichts ein.

Aufgrund der Offensivschwäche beider Mannschaften fielen zunächst kaum Tore, mit 5:3 führten die Gastgeberinnen zur 16. Minute. Caren Hammer sorgte mit zwei wichtigen Treffern für das 7:4, und langsam wurde das Team immer sicherer. Nach je zwei Toren durch Odrowska und die ebenfalls starke Kreisläuferin Jasmin Dirmeier ging die FSG mit einem recht beruhigenden Vorsprung in die Kabine (11:7).

Entschieden wurde das Spiel in den ersten beiden Minuten nach der Halbzeit. Zweimal war Odrowska, einmal Hammer zur Stelle – schon stand es 14:7. Auf mehr als auf fünf Tore sollte Berlin nicht mehr herankommen. Egal, welche Deckungsvariante die Füchse auch versuchten, die FSG hatte dank des zurückgekehrten Spielwitzes die richtige Antwort. Der einzige Wermutstropfen war die Verletzung von Sinah Hagen, die nach einer Aktion zu Beginn der zweiten Hälfte ausgewechselt und am Knie behandelt werden musste. Sie kam nicht mehr zum Einsatz.

Als Lea Gruber, auch sie mit einer hervorragenden Leistung, in der 50. Minute das 22:16 erzielte und die aus dem Drittligateam aufgerückte Lisa Friedrich zum 23:16 nachlegte (53.), war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. In den letzten Minuten überzeugte besonders Kyra Teixeira da Silva, die von Rechtsaußen sämtliche ihrer vier Tore warf. Vor den verzückten Fans in der Ballspielhalle, die das Team unentwegt unterstützt hatten, gelang Gruber mit der Schlusssirene das Tor zum hochverdienten 29:19-Erfolg, den das Team entsprechend feierte.

FSG Waiblingen/Korb: Roth, Nagy, Waldenmaier; Dirmeier 3, Gruber 5, Hammer 3, Odrowska 8/3, De Bellis 1, Nikolovska 1, Hagen 1, Hojczyk 2, Teixeira da Silva 4, Stumpp, Baur, Friedrich 1. Berlin: Faßold, Krüger; Krakat, Kunde 2, Estermann, de Beer 1, Eber 4, Blödorn 6/3, Sposato, Trumpf 2, Morozinski 1, Förster 2, Magg, Weier 1.

Stimme zum Spiel
Jürgen Krause, Trainer der FSG: „Das war für uns ein enorm wichtiger Sieg. Nicht nur, weil Zwickau gewonnen hat, sondern auch wegen des Vergleichs mit Berlin. Unsere Abwehr war in der ersten Hälfte sensationell. Nach den drei Toren gleich nach der Pause hat man gemerkt, dass eine Last von der Mannschaft abgefallen ist. Dann hat sie so gespielt, wie man sie kennt. Die Stimmung in der Halle war sensationell.“

Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

Fotos: Heike Kranacher | www.smartmediadesign.de | mehr Fotos unter: http://bit.ly/2DWQtDt

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