F1 – Großer Einsatz der FSG wird nicht belohnt

16. April 2018

Quelle: ZVW.de vom 16.04.2018 

DJK/MJC Trier – FSG Waiblingen/Korb   37:35 (17:16) 

Die Zweitligafrauen der FSG Waiblingen/Korb müssen im Kampf um den Klassenerhalt eine bittere 37:35-Niederlage bei den Trierer Miezen hinnehmen. Im Spiel Eins nach der überraschenden Entlassung des Trainergespanns Jürgen Krause/Kerstin Zimmermann bewies die Mannschaft Moral, spielte engagiert, kämpfte aufopferungsvoll.

In der Dramaturgie der torreichen Partie boten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch und hielten den Spannungsbogen bis zur letzten Sekunde hoch. Zehn Tore von Monika Odrowska, sechs von Lea Gruber und je fünf von Jasmin Dirmeier und Hanna Hojczyk reichten für die FSG aber nicht zum Sieg. Die Defensive agierte nicht so geschlossen, wie es sich Interimscoach Rainer Bay wünschte, in der Schlussphase schlichen sich Fehler im Angriff ein und im entscheidenden Moment fehlte das Quäntchen Glück.

Man durfte gespannt sein, ob und welche Spuren die überraschende Entlassung der beiden Trainer durch die sportliche Leitung der FSG unter der Woche (Bericht vom 13.04. in dieser Zeitung) hinterlassen hatte. Bay, Trainer des Drittligateams der FSG, war in der Vorbereitung auf die wichtige Partie in Trier also nicht nur als sportlicher Anführer, sondern auch als Psychologe gefragt. Die 2. Liga-Frauen hatten eine wegweisende Partie vor der Brust. Beide Teams kämpfen um den Klassenerhalt und mussten unbedingt gewinnen. Nach dem Nürtinger Sieg gegen die Füchse Berlin am Vortag war Waiblingen/Korb zudem auf Platz Zehn der Tabelle gerutscht. „Wir hatten gerade mal eine Trainingseinheit zusammen, das war schon eine Herausforderung.“ Einfacher hatte es da sein Trainer-Gegenüber Ralf Martin, der vor einer Woche das Traineramt der Miezen übernommen hatte und sich in fünf Einheiten auf die wegweisende Partie vorbereiten konnte: „Das war heute unsere beste Saisonleistung“.

Die FSG geriet in Trier schnell 0:2 in Rückstand, konnte durch Monika Odrowska und Hanna Hojczik aber zeitnah zum 3:2 in der fünften Minute aufschließen. Hojczyk traf zweimal und glich für die FSG zum 5:5 aus. Danach gelang den Remstälerinnen sechs Minuten lang kein Treffer. Bay nahm beim 9:5 für die Gastgeberinnen die Auszeit. Hojczyk, die überragende Torschützin im ersten Durchgang, und Lea Gruber verkürzten auf 9:7, doch ein Dreierpack der starken Triererin Joline Müller brachte den Miezen einen komfortablen Vorsprung ein, 12:7, 15. Minute. Nach einem grandiosen Zwischenspurt der FSG schmolz der Vorsprung, 14:12 in der 18. Minute. Die FSG war auf Kurs. Nach dem zwischenzeitlichen 16:12 schafften die Gäste vier Minuten vor der Pause den 16:15-Anschluss und zwangen die Miezen zur Beratungspause. Caren Hammer traf fünf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 17:16-Pausenstand.

Das Trierer Glück nach dem Anpfiff zum zweiten Durchgang währte nur kurz. Nach dem 20:18 für die Miezen schlug Jasmin Dirmeier zweimal zu und sorgte für den ersten Ausgleich im Spiel, 20:20 in der 34. Spielminute. In der 40. Minute war es endlich soweit, Waiblingen/Korb ging durch Simona Nikolowska zum ersten Mal in Führung, 23:24. Die Partie machte jetzt in Sachen Spannung im Kampf um den Klassenerhalt ihrem Namen alle Ehre. Beim 25:25 verpasste die FSG per Siebenmeter, der zweite vergebene Strafwurf, die Chance zur Führung, konnte durch Odrowska aber die Überzahl zum 25:27 nutzen. Dann drehte die beste Miezen-Werferin Joline Müller den Spieß um, 29:28 führte Trier zehn Minuten vor dem Ende. Bay legte die Karte zur Auszeit. Gruber traf zum 29:29-Ausgleich, die folgenden Minuten aber gehörten den Gastgeberinnen, die in der 54. Minute 35:31 in Führung gingen. Gruber und Vanessa Nagler trafen zum 35:33-Anschluss, nach der Trierer Auszeit erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Nicole Roth im Korber Tor parierte einen Siebenmeter, Odrowska verwandelte ihren Strafwurf zum 36:34 und legte zum 36:35 nach. 40 Sekunden vor Schluss fiel das37:35 für die Gastgeberinnen. Die letzte Auszeit der FSG brachte nichts mehr ein, ganz bitter für Waiblingen/Korb. Die Mannschaft hat sich reingehängt und hätte Punkte verdient.

FSG: Roth, Nagy, Waldenmaier, Nagler (1), Dirmeier (5), Gruber (6), Odrowska (10/4), Baur (1), Hammer (1), De Bellis, Nikolovska (2), Hagen (4), Hojczyk (5), Stumpp

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