F1 – Spitzenreiter am Ende zu stark für die FSG

26. Februar 2018

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 26.02.2018

FSG Waiblingen/Korb – HL Buchholz 08 -Rosengarten 24:32 (15:17)

[AKU] Der erneute Überraschungssieg gegen die Überflieger der Liga blieb aus: Die FSG Waiblingen/Korb unterlag der HL Buchholz-Rosengarten mit 24:32. Über 45 Minuten überzeugte die FSG mit einer engagierten, kämpferischen und auch spielerisch starken Vorstellung. Weil die Handball-Uhr aber 60 Minuten lang tickt, reichte es gegen den  körperlich hoch überlegenen und am Ende auch besseren Ligaprimus nicht. Allerdings fällt die Niederlage der FSG deutlich zu hoch aus.

Für die Partie gegen den unangefochtenen Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten wählte die FSG die Korber Ballspielhalle als Austragungsort. Schließlich hatte man hier noch kein Spiel verloren. Und das sollte sich auch gegen den Spitzenreiter nicht ändern. Immerhin hatte man dem  Ersten die bislang einzige Niederlage zugefügt – und das in dessen eigener Halle. Die Handball-Luchse aus dem Norden hatten aus ihrer Sicht also noch etwas gutzumachen, mussten allerdings auf ihre verletzte Torjägerin Paula Prior verzichten. Auf der Homepage der Gäste warnte Trainerin Tanja Logvin vor der variablen Spielweise der FSG , man wolle sich diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die FSG hatte andere Pläne, wollte dem Favoriten ein zweites Mal ein Bein stellen. Und nach den Spielergebnissen der Liga vom Vortag war das auch nötig. Zwischen Rang vier und zwölf  geht es weiter äußerst eng zu.

Als beide Mannschaften zum Anpfiff aufs Feld traten, fragte sich der ein oder andere Zuschauer, wie die Mädels in Schwarz-Weiß gegen diesen kompakten und körperlich deutlich überlegenen Gegner überhaupt bestehen könne. Die Antwort, mit Schnelligkeit und Spielwitz. Stattdessen starteten die Gastgeberinnen mit viel zu viel Respekt und wurden bis zum 1:4 in der vierten Minute förmlich überrannt. Ein Debakel. Die Auszeit von Trainer Jürgen Krause brachte zunächst nichts ein. Erst ab der siebten Minute fassten sich seine Frauen ein Herz und machten vorne Dampf. Zudem fand die Defensive endlich Zugriff auf die starke Johanna Heldmann und die Kreisläuferin Evelyn Schulz. Nicole Roth im FSG-Tor wurde immer stärker.

Beides ermöglichte wiederum das schnelle Spiel von hinten heraus. Beim 6:8-Anschlusstreffer überliefen gleich drei FSG-Spielerinnen die Gegnerinnen, Hannah Hojczyk schloss souverän ab. In der 13. Minute stellte Caren Hammer mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum den 8:8-Gleichstand her, die Gäste nahmen die Auszeit.  Die FSG war endgültig zurück im Spiel. Es entwickelte sich ein spannender und eng umkämpfter Schlagabtausch. Die Luchse legten zum 11:9 vor, die FSG schloss auf und ging in der 24. Minute durch Monika Odrowska 13:12 per Siebenmeter erstmals in Führung. Doch fehlende Ordnung im Spielaufbau und der Abwehr machten es den abgeklärten Gästen leicht. Sie drehten den Spielstand zur 17:15 Pausenführung.

Der zweite Spielabschnitt begann gut für die Gastgeberinnen. Sinah Hagen setzte nicht zum ersten Mal ihre Kreisläufer perfekt in Szene, diesmal war es Odrowska, die wegen der engen Deckung gegen sie an den Kreis gerückt war. Zum 18:17 hatte sich das Blatt zugunsten der FSG gewandt. Der Vorsprung wurde noch ausgebaut. 20:18 stand es in der 40. Minute. Roth lenkte einen abgefälschten Ball um den Pfosten und guckte kurz darauf einen Siebenmeter um denselben. Odrowska traf vom Siebenmeterstrich zum 21:19. Der Tabellenführer wankte, aber drei vergebene Großchancen wurden zum Knackpunkt für die FSG,  sie kassierte den 21:21-Ausgleich. In der Folge gelang es nicht mehr, sich abzusetzen, jetzt lief man einem Gästevorsprung hinterher (23:25, 44.). Diese hatten in den Tabellenführermodus zurückgefunden, agierten abgeklärt und bestraften schonungslos jeden Fehler. Die FSG scheiterte mehrmals an der eingewechselten Mandy Hogenboom im Luchse-Tor, deren Vorderleute konterten kurz und schnerzlos. In der 50. Minute betrug der Vorsprung für die Norddeutschen sechs Tore. Das war nicht mehr aufzuholen, auch weil die FSG es in den letzten zehn Spielminuten nur auf einen Treffer brachte.

Der Sieg des Spitzenreiters gehe in Ordnung, so eine verschnupfte Kerstin Zimmermann. Die Niederlage ist eindeutig zu hoch. Es war auch spielerische eine starke Leistung, vor allem vor der Pause. Am Schluss konnten wir den Level nicht halten und es hat die Ordnung gefehlt, dann wäre vielleicht sogar mehr möglich gewesen. Respekt, wie die Mädels engagiert gekämpft haben.

FSG: Nagy, Roth, Nagler (3), Dirmeier, Gruber (2), Odrowska (9/6), Hammer (1), De Bellis (2), Nikolovska (1), Hagen (3), Hojczyk (2), Teixeira da Silva (1), Baur, Stumpp

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