F1 – Hoffen auf das Erfolgserlebnis

19. Januar 2018

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 19.01.2018 

Vor eigenem Publikum peilt die FSG Waiblingen/Korb einen Sieg über die Füchse Berlin an

Ein bisschen Glück muss man auch mal haben. Trotz der zweiten Pleite in Folge ist die Lage für die Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb in Liga zwei nicht bedrohlicher geworden. Nach wie vor fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Jetzt aber soll endlich wieder ein Erfolgserlebnis her. In der Korber Ballspielhalle geht es gegen die Berliner Füchse.

FSG Waiblingen/Korb (12. Platz, 10:16 Punkte) – Füchse Berlin (11. Platz, 10:12 Punkte; Samstag, 20 Uhr). Nach der Niederlage in Kirchhof musste die FSG auch in der Partie bei einem weiteren Konkurrenten im Abstiegskampf, der HSG Hannover-Badenstedt, beide Punkte abgeben. Das 23:25 schmerzte, denn, so Trainerin Kerstin Zimmermann, „es war kein unschlagbarer Gegner“. In der Tat: Hannover steckt seit langem im Tabellenkeller fest. In der Verfassung aus den ersten Spielen der Hinrunde hätte Waiblingen/Korb die Hürde HSG wohl gemeistert. Doch die Leichtigkeit ist dahin, der Aufsteiger steckt in der Krise.

Im Vergleich zum Kirchhof-Spiel habe sich die FSG in Sachen Zusammenhalt und Kampfgeist wesentlich verbessert gezeigt, betont Zimmermann zwar. „Aber spielerisch ist nicht viel zusammengelaufen.“ Das Team habe gut begonnen und deshalb auch geführt, jedoch aufgrund von Problemen in der Abwehr zu viele einfache Tore kassiert. Zur Halbzeit lagen die Gäste mit 12:13 hinten und liefen danach stets einem Rückstand hinterher. Nun haperte es vor allem im Angriff. „Wir haben spielerisch einen Gang zurückgeschaltet. Mit Rückständen können wir zurzeit schlecht umgehen.“ Sinah Hagen war die herausragende Waiblinger Spielerin. „Aber um zu gewinnen, müssen alle 110 Prozent geben.“

Die Ausfälle von Nagler und Grigore wiegen schwer

Außer den spielerischen Mängeln machen der FSG auch die großen Personalsorgen zu schaffen. Die verletzten Vanessa Nagler (Bänderriss) und Bianca Grigore (Meniskusriss) werden noch bis in den Februar hinein fehlen. „Sie waren zusammen immer für zehn Tore pro Spiel gut“, sagt Zimmermann. Für das Team sei es schwer, diese Ausfälle zu kompensieren. Wie eine Ausrede soll das aber auch nicht wirken: „Das, was wir gerade spielen, ist nicht der Anspruch, den wir an uns selbst stellen.“ Um wieder in die Spur zu kommen, brauche die Mannschaft jetzt ein Erfolgserlebnis.

Das soll sich die Mannschaft möglichst im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Füchse Berlin holen. Außerdem wären die Punkte eminent wichtig, um sich von der gefährlichen Zone abzusetzen. Denn dass der Vorletzte Zwickau, derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz, keine Siege mehr holt, kann sich Kerstin Zimmermann nicht vorstellen: „Dazu ist diese Mannschaft viel zu stark. Es ist mir ein Rätsel, warum sie so weit hinten steht.“

Aufgrund von Spielabsagen hat Berlin zwei Partien weniger absolviert als Waiblingen/Korb. Für die Füchse ist es eine englische Woche, am Mittwoch verloren sie das Nachholspiel gegen Kirchhof mit 26:27. Auch sie brauchen dringend Punkte gegen den Abstieg. Zimmermann hält den Mitaufsteiger für einen starken Gegner: „Nach dem freiwilligen Rückzug ist er ziemlich sicher wieder aus der 3. Liga aufgestiegen. Berlin ist eine sehr erfahrene Mannschaft.“ Allerdings eine mit sehr schwankenden Leistungen – so wie die FSG.

Deshalb geht Kerstin Zimmermann von einem sehr engen Spiel aus. Die Trainerin setzt auf den Heimvorteil, gespielt wird diesmal in der Korber Ballspielhalle: „Wir hoffen, dass die Halle so bebt wie in den anderen Heimspielen in Korb.“ Von der FSG sehen wollen Zimmermann und ihr Trainerkollege Jürgen Krause, „dass wir in der Abwehr wieder mehr zupacken und uns gegenseitig aushelfen und dass wir vorne abgeklärter spielen“.

Wieder ins Team von Waiblingen/Korb zurückkehren werden die zuletzt fehlenden Sina Stumpp und Torhüterin Nicole Roth. Fraglich ist der Einsatz von Torhüter-Kollegin Tünde Nagy (Mandelentzündung). Aus der zweiten Mannschaft aufrücken wird Lisa Friedrich.


Die FSG, hier mit Ball Louisa de Bellis und ganz rechts Caren Hammer im Spiel gegen Gröbenzell (von links Beatrice Mazzucco, Sina Fischer, Verena Obermaier), braucht endlich wieder ein Erfolgserlebnis – und Punkte gegen den Abstieg. Im Heimspiel gegen Berlin soll der Befreiungsschlag gelingen.      Bild: Steinemann

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