F1 – Ein Spiel, das gewonnen werden muss

12. Januar 2018

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 12.01.2018

Die in der Krise steckende FSG Waiblingen/Korb tritt beim Drittletzten in Hannover an

Die in der ersten Hälfte desaströse Leistung im Zweitliga-Spiel bei der SG Kirchhof, die zur 25:33-Pleite führte, hat gezeigt: Die Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb stecken in der Krise. Nur noch fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Damit die Situation nicht noch brenzliger wird, muss das Team beim Drittletzten HSG Hannover-Badenstedt gewinnen.

HSG Hannover-Badenstedt (13. Platz, 8:16 Punkte) – FSG Waiblingen-Korb (11. Platz, 10:14 Punkte; Samstag, 19 Uhr). Der wichtige Sieg über den Tabellenletzten HCD Gröbenzell zum Jahresabschluss war für die FSG nur ein kurzer Glücksmoment. Anfang 2018 folgten zwei bittere Rückschläge. Zunächst gab’s den Drei-Punkte-Abzug wegen der falschen Spielberechtigung für Kyra Teixeira da Silva. Und dann ging das erste Spiel im neuen Jahr völlig in die Hose. Deutlich verlor die FSG beim Mitaufsteiger und Kellerkind SG Kirchhof.

Besonders alarmierend: Das Team aus Waiblingen/Korb, das vor noch nicht langer Zeit als Aufsteiger die Liga durcheinandergewirbelt hat und Tabellenerster gewesen war, hatte diesmal, gegen einen vermeintlich leichteren Gegner, zeitweise überhaupt keine Chance. 9:20 stand’s zur Pause, ein Debakel bahnte sich an. Zwar entschied die FSG die zweiten 30 Minuten für sich. Doch die Niederlage war nicht mehr zu verhindern (25:33).

Die Zeiten, als das jung besetzte Team des Trainergespanns Kerstin Zimmermann/Jürgen Krause von der Euphoriewelle getragen wurde, sind vorbei. „Die Mannschaft ist schon etwas deprimiert“, sagt Zimmermann. Die Situation sei „bedenklich“. In der ersten Hälfte in Kirchhof habe die FSG ziemlich kopflos agiert, vorne Bälle leichtfertig verloren, Gegenstoßtore kassiert und in der Abwehr reihenweise unerklärliche Leichtsinnsfehler produziert.

Wie aber kam es zu dieser schlimmen Leistung? Ja, Kirchhof ist keine schlechte Mannschaft. Und ja, die FSG hat Personalsorgen, die verletzte Torgarantin Vanessa Nagler wird noch mindestens vier Wochen ausfallen, auch Sina Stumpp (Mandelentzündung) fehlt derzeit. „Aber das soll nichts beschönigen“, sagt Zimmermann. Die Trainer haben die derzeitige Verunsicherung in der Mannschaft als Hauptgrund für die Probleme ausgemacht.

Was tun? „Wir müssen wieder lernen, mit Niederlagen umzugehen. Durch das Gewinnen-Müssen ist jetzt der Druck auf uns gestiegen.“ Das Trainerteam versuche deshalb, den Spielerinnen das Selbstbewusstsein zurückzugeben. „Wir verfallen jetzt aber nicht in blinden Aktionismus.“

Ruhe bewahren – das gilt ganz besonders vor dem nächsten Spiel, dem vorletzten der Hinrunde: Waiblingen/Korb muss zur HSG Hannover-Badenstedt. Der Drittletzte hat lediglich zwei Punkte Rückstand auf die FSG. „Das ist eines der sogenannten Vier-Punkte-Spiele“, sagt Kerstin Zimmermann. Wie die Waiblinger vertrauen auch die Hannoveraner auf viele Talente. Besonders zu achten gilt es laut Trainerin jedoch auf die Erfahrenste im Team, die 27-jährige Jana Pollmer. Auf der zentralen Rückraumposition „ist sie der Dreh- und Angelpunkt. Sie ist sehr torgefährlich und setzt die anderen in Szene.“

Fehlen bei Waiblingen/Korb werden außer Nagler und Stumpp, vielleicht auch Sinah Hagen (krank) und Chiara Baur (umgeknickt im Training der Frauen II). Das Ziel muss dennoch lauten, einen Sieg zu holen. Auch wenn’s sehr schwer wird. Zimmermann: „Vor vier Wochen hätte ich noch sagen können, wir sind Favorit gegen Hannover. Aber jetzt erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe.“


Das Team der FSG, hier Hanna Hojczyk, benötigt dringend einen Sieg für das Selbstvertrauen. Bild: Steinemann

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