F1- Die Enttäuschung sitzt tief bei der FSG

7. Januar 2018

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung 08.01.2018

SG 09 Kirchhof – FSG Waiblingen/Korb    33:25 (20:11)

[ak] Das neue Jahr fängt nicht gut an für die Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb. Nach dem Punkteabzug unter der Woche setzte es eine unerwartete 25:33-Niederlage bei der SG 09 Kirchhof. Ausschlaggebend war eine miserable erste Hälfte, beim 9:20 zur Pause betrug der Rückstand satte elf Tore. Dass sich die FSG stabilisierte, die zweiten 30 Minuten mit 14:13 Treffern für sich entscheiden konnte und die torhungrige Lea Gruber acht Mal traf, war tröstlich, zaubert aber keine Punkte her.

Leise und heiser klang Trainer Jürgen Krause und die tiefe Enttäuschung war durchs Telefon mit Händen zu greifen. „Wir haben gut trainiert unter der Woche, aber das Ganze wieder nicht umsetzen können“, so Krause geknickt.

Die Ausgangslage war ja aber auch nicht gerade einfach. Die verletzte Vanessa Nagler (zweifacher Bänderriss) und die kranke Sina Stumpp wurden schmerzlich vermisst. Der Druck, nach dem Punkteabzug gewinnen zu müssen, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, ließen die FSG nervös beginnen. Nach dem 2:4-Rückstand, gelang in der neunten Minute der Anschluss zum 6:5. Dann verpasste Monika Odrowska den Ausgleich vom Siebenmeterstrich. Es folgte eine sechsminütige Torpause, in der sich Kirchhof auf 12:5 absetzen konnte. Kurz darauf erhöhten die Gastgeberinnen auf 16:6. In der 22. und 28. Minute spielten die Remstälerinnen in Unterzahl, kassierten in einer Minute drei Gegentore und mussten zur Pause den deprimierenden 9:20 Rückstand mit in die Kabine nehmen.

Wie ein roter Faden zog sich erneut die technische Fehlerquote durch die Partie, dazu die Abschlussschwäche, mit der sich die Mannschaft leichte Gegentreffer einfängt. Fehler werden in der 2. Liga gnadenlos bestraft. „Und das Rückzugsverhalten einiger Spielerinnen ist nicht so, wie man sich das als Trainer wünscht“, merkte Krause in der Analyse an. Die Gastgeberinnen, ebenfalls Aufsteiger, hatten im ersten Durchgang genau deshalb leichtes Spiel.

Auf den stabilen Abwehrverband, zu Saisonbeginn Punktegarant, war vor der Pause nur bedingt Verlass. Im zweiten Durchgang legte das Team den Hebel um. Das Trainer-Team Krause Zimmermann spielte alle Varianten durch, ließ defensiv 6:0 verteidigen, später mit einem Vorgezogenen, und stellte kurzzeitig auf zwei offensive Kräfte vor dem Verband um. Das stellte die Gastgeber vor Probleme. Und weil sich Nicole Roth im Tor steigerte, konnte die FSG nach vorne mehr Druck machen und in der 37. Minute durch Louisa de Bellis zum 23:14 verkürzen. Kurz darauf musste Jasmin Dirmeier nach der dritten Zweiminutenstrafe auf die Tribüne. 60 Sekunden später schickten die Unparteiischen da Silva auf die Bank. Jetzt gab die FSG ein Lebenszeichen von sich, trotzte den Entscheidungen und dem Rückstand. Hammer, Hagen, zweimal Hojczyk und natürlich Gruber fassten sich ein Herz und ließen das Leistungsvermögen der Aufsteigerinnen aufblitzen. In den letzten zehn Minuten verkürzten sie so den Rückstand auf acht Tore. An der 25:33-Niederlag aber gab es nichts mehr zu kratzen, Kirchhof feierte den vierten Saisonsieg, die FSG steht mit 10:14 Punkten auf dem elften Tabellenplatz.

FSG: Nagy, Roth , Dirmeier, Gruber (8), Hammer (4/1), Odrowska (3/2), De Bellis (2), Nikolovska (4), Hagen (1), Hojczyk (2), Teixeira da Silva (1), Baur,


Lea Gruber war wieder treffsicher, doch sie konnte die Niederlage in Kirchhof nicht verhindern. Archivbild: Steinemann

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