F1-FSG verteilt Geschenke schon vor Weihnachten

18. Dezember 2017

Kurpfalz Bären – FSG Waiblingen/Korb 37:26 (19:14)

[ak] „Schöne“ Bescherung: Die FSG Waiblingen/Korb kassiert bei den Kurpfalz Bären eine deftige 26:37 Niederlage und rutscht in der Tabelle auf Rang Sieben ab. Der Sieg der starken Gastgeberinnen geht auch in der Höhe in Ordnung. Obwohl sich alle FSG-Spielerinnen sich in die Torschützenliste eintrugen, reichte das nicht zu einem besseren Ergebnis.

Erneut konnte die FSG über weite Strecken ihr Leistungsvermögen nicht abrufen, agierte anfangs ohne Selbstvertrauen, später ohne Fortune, leistet sich überdurchschnittlich viele Fehler in Angriff und Abwehr und schenkte den Bären somit Chancen, zum Torerfolg zu kommen. Dass Monika Odrowska, die immer für Tore gut ist,  grippegeschwächt nur kurz einsatzbereit war und Sina Hagen und Hanna Hojczyk im Verlauf des Spiels wegen Knöchelverletzungen ausfielen, machte das Projekt Sieg beim Favoriten nicht einfacher.

Nur auf Geschenke waren die Gastgeberinnen aber nicht angewiesen. Sie wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, waren in ihren Aktionen effektiv und von Beginn an körperlich und mit dem Kopf auf dem Feld. Ganz im Gegensatz zu den Remstälerinnen. In einem Winterschlaf ähnlichen Zustand ergaben sie sich in der Anfangsphase dem in Perfektion rollenden Bären-Express, der mit der zweiten Welle und dem Spiel über den Kreis, stark Lena Feiniler, zur raschen 4:0-Führung in der sechsten Minute kam. Trainer Jürgen Krause legte die Grüne Karte. Er und seine Trainerkollegin hatten sich mit ihrer Mannschaft viel vorgenommen, sich akribisch auf die Partie vorbereitet, und dann das.

Nach der Auszeit lief es nur wenig besser, die Fehlerquote blieb zu hoch. Immerhin blieben die Gäste mit dem 4:7 durch Lea Gruber und Hanna Hojczyks 7:12 in der 18. Minute auf Sichtkontakt. Und das Spiel war noch jung genug, um richtig in die Spur kommen zu können. Weil aber der Gegner nicht irgendwer, sondern der mit Aufstiegsgedanken spielenden Tabellenzweite war, wurde daraus bis zur Halbzeit nichts mehr. Die Bären dominierten und zogen souverän ihr diszipliniertes und hocheffektives Spiel durch. Beim 18:11 schwante dem mitgereisten FSG-Anhang Übles, zweimal Vanessa Nagler und ein Tor von Gruber machten den 14:19-Rückstand zur Pause erträglicher.

Fünf Tore aufzuholen ist im Handball kein Ding der Unmöglichkeit. Und genau das war die Ansage des Trainerteams in der Kabine: „Wenn wir da ran kommen, dann kann das Spiel kippen“. Zunächst aber erhöhten die Bären auf 20:14, dann scheiterte Odrowska per Siebenmeter an Hannah Melching im Bären-Tor. Im Gegenzug hielt Tünde Nagy frei gegen Saskia Fackel, doch den Abpraller riss sich der Gegner unter den Nagel, 21:14. Es schien wie verhext, die FSG war immer einen Schritt zu spät. Und die Bären hatten in dieser Phase eine starke Torhüterin im Kasten. Mit ein Grund für die spätere Niederlage: Das Torhüter-Duell entschieden die Bären klar für sich.

Auch wenn der Tag für die FSG scheinbar gelaufen schien, die Mannschaft kämpfte weiter, war jetzt präsenter. Hagen und Jasmin Dirmeier verkürzten auf 17:21 in der 34. Minute. Dann schlug das Pech zu. Hagen und Hanna Hojczyk konnten verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen, Krause/Zimmermann gingen die Alternativen aus, und bei Spielzügen, die sonst wie im Schlaf funktionieren, landete der Ball im Seitenaus. Nach dem 29:18 eine Viertelstunde vor Schluss nahm die FSG-Bank die Auszeit, zur Schadensbegrenzung. Am Rückstand änderte sich nichts mehr, aber plötzlich, viel zu spät, agierte die FSG mutig und unbekümmert. Die fleißige Caren Hammer tankte sich durch, Gruber traf noch fünfmal locker aus dem Rückraum. Ergebniskosmetik. Am Ende zeigte die Ergebnistafel einen berechtigten 37:26-Erfolg für die Gastgeberinnen.

Dr. Roland Becker, Manager Kurpfalz Bären: Wir haben ein sehr homogenes Team und haben die FSG am Anfang überrollt. Aber ich ziehe meinen Hut vor den Gästen, dass sie bis zum Schluss so gekämpft haben.

Jürgen Krause, Trainer FSG: Gratulation an die Kurpfalz Bären. Wir haben uns viel vorgenommen und es nicht aufs Feld gebracht. Wir haben erst nach 15 Minuten angefangen, Handball zu spielen. Wir haben uns unter Wert verkauft. 25 gute Minuten sind zu wenig in der 2. Liga.

FSG: Nagy, Roth , Nagler (4), Dirmeier (1), Gruber (9), Hammer (2), Stumpp (1), Odrowska (1/1), De Bellis (1), Nikolovska (2), Hagen (3/1), Hojczyk (1), Teixeira da Silva (1)


Foto ZVW.de 18.12.2017

WERDE TIGERSFAN. MACH MIT!

Friend me on FacebookFollow me on TwitterFollow me on InstagramWatch my channel on YouTubeRSS Feed

2. Bundesliga Frauen

Liveticker Frauen 2. Bundesliga

3. Liga Frauen

Liveticker Frauen 3. Bundesliga

Gesamt Spielbetrieb VfL Waiblingen

Spielbetrieb Vfl waiblingen Handball

SPONSOREN