F1-Zimmermann erwartet ganz enges Spiel

17. November 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 17.11.2017

FSG Waiblingen/Korb tritt bei der sehr holprig gestarteten TG Nürtingen an

Der Punktgewinn der FSG Waiblingen/Korb im Zweitliga-Heimspiel gegen Mainz war zwar schön, doch die Leistung der Handballerinnen hat dem Trainerduo Kerstin Zimmermann/Jürgen Krause abgesehen von der Schlussphase erneut nicht gefallen. Im Spiel bei der TG Nürtingen soll die FSG zum Tempohandball zurückfinden. Zimmermann erwartet eine ganz enge Partie.

TG Nürtingen (9. Platz, 7:7 Punkte) – FSG Waiblingen-Korb (4. Platz, 9:5 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr). Wenn ein Aufsteiger gegen ein Topteam einen Punkt holt, ist das ein Erfolg. Deshalb sind die FSG-Trainer mit dem Ergebnis gegen die FSG Mainz/Budenheim (28.28) sehr zufrieden. Nach einer Aufholjagd erzielte die am Ende starke Torhüterin Nicole Roth mit einem Wurf ins leere Gästetor den Ausgleich. Trotz 28:27-Führung hatte Mainz alles auf eine Karte gesetzt und mit sieben Feldspielerinnen agiert, eine diskussionswürdige Taktik.

Ein Kraftakt sei das am Ende für Waiblingen/Korb gewesen, sagt die Trainerin und lobt den Kampfgeist sowie die Moral ihrer Mannschaft. „Aufgrund der letzten zehn Minuten war der Punkt nicht unverdient.“ Doch das insgesamt spielbestimmende Team sei der Tabellendritte Mainz gewesen. Wie schon zuvor bei der 20:23-Heimpleite gegen Beyeröhde hatte der Gastgeber das vermissen lassen, was ihn sonst auszeichnet. „Mit dem Spiel waren wir überhaupt nicht zufrieden. Wir haben zu viele Freie verworfen, die Abwehr war zu lasch und das Gegenstoßspiel hat nicht funktioniert“, kritisiert Zimmermann. „Auch die Torhüterleistungen waren in den ersten 45 Minuten nicht wie gewohnt.“ Eine gute Leistung hätten aber Lisa Friedrich aus der zweiten Mannschaft sowie Neuzugang Kyra Teixeira da Silva gezeigt.

Und trotz aller Kritik: Die Situation in der Liga ist für die FSG eine andere geworden. Zu Saisonbeginn hatte das Team selbst Favoriten düpiert und zeitweise sogar die Tabellenführung übernommen. „Doch jetzt sind wir kein unbeschriebenes Blatt mehr. Der Nimbus des Aufsteigers ist weg, die Gegner stellen sich viel mehr auf uns ein.“ Das gilt freilich auch für den nächsten Auswärtsgegner TG Nürtingen.

Der ist überraschend holprig in die Saison gestartet, zuletzt setzte es eine 20:25-Niederlage beim Aufsteiger SG Kirchhof. Doch davon lässt sich Zimmermann nicht blenden. Schließlich sei Nürtingen in der vergangenen Spielzeit überragend aufgetreten und habe lange am Aufstieg geschnuppert. Das Gesicht der Mannschaft hat sich seitdem kaum verändert. Vier Spielerinnen hebt Zimmermann besonders hervor. Im Rückraum ziehen Julia Bauer und die vor der Saison von FA Göppingen gekommene Ana Petrinja die Fäden, am Kreis sehr gefährlich ist die ebenfalls erstligaerfahrene Barbara Leibssle-Balogh. Und Verena Breidert, die Zweitliga-Torschützenkönigin der vergangenen beiden Jahre, ist auf halbrechts trotz ihrer inzwischen 38 Jahre immer noch eine Bank. „Vielleicht hatte die Mannschaft Anlaufschwierigkeiten“, sagt die FSG-Trainerin, „aber wir dürfen sie nie im Leben unterschätzen.“ Waiblingen/Korb habe zwar mehr Punkte gesammelt, Nürtingen jedoch die wesentlich größere Erfahrung.

Für Waiblingen/Korb gehe es darum, wieder in die Spur zu kommen. Kerstin Zimmermann rechnet mit einer ausgeglichenen und bis zum Ende spannenden Partie am Samstag.

Personell sieht’s nicht schlecht aus. Die zuletzt nur sparsam eingesetzte Vanessa Nagler hat sich gut von ihrer Bänderdehnung im Knie erholt und wird wohl wieder mehr Spielanteile bekommen. Allerdings fällt Hanna Hojczyk (Sprunggelenk) voraussichtlich aus. Damit sich Lisa Friedrich nicht in der ersten Mannschaft festspielt, wird sie diesmal wieder für die FSG II in der 3. Liga antreten. Dafür rückt Carolin Wolf ins Zweitligateam auf.


Trotz des Punktgewinns gegen Mainz, hier versucht sich Caren Hammer gegen Simona Cipaian (verdeckt) und Denise Großheim, überzeugte die FSG zuletzt spielerisch nicht. Um in Nürtingen zu bestehen, wird eine Leistungssteigerung nötig sein. Bild: Steinemann

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