F1 – Waiblingen/Korb siegt im Schwaben-Derby

19. November 2017

TG Nürtingen – FSG Waiblingen/Korb 25:31 (10:14)

[aku] Dank einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche (28:28) gegen die FSG Mainz/Budenheim) entscheidet die FSG Waiblingen/Korb das schwäbische 2.Liga-Duell bei der TG Nürtingen mit 31:25 für sich und klettert auf den dritten Tabellenplatz. Lea Gruber und Simona Nikolovska hinterließen einen starken Eindruck, in der Abwehr machte sich Caren Hammer unentbehrlich.

Schlüssel zum verdienten Sieg waren eine engagierte Defensive und sichere Torhüter. Mit der Wurfausbeute allerdings haderten die beiden Trainer Kerstin Zimmermann und Jürgen Krause. „Wir haben heute sehr diszipliniert gespielt, 80 Prozent der Vorgaben wurden umgesetzt. Aber wir lassen immer noch zu viele Chancen liegen“, so Krause in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Und er dankte den TIGERS–Fans, die der Mannschaft lautstark den Rücken stärkten. Es waren viele, denn Nürtingen liegt angesichts der Entfernungen in der zweithöchsten Spielklasse quasi vor der Haustür.

Die FSG startete furios. Nikolovska traf schon im ersten Angriff und setzte nur 23 Sekunden das 2:0 drauf,  Nürtingen konnte erst in der fünften Minute zum 2:2 ausgleichen. Danach wurde das Tempo Opfer der intensiven Abwehrarbeit beider Teams. Die TIGERS deckten nach zuletzt 6:0 wieder offensiv, was ihnen deutlich besser liegt. Auch das schnelle Umschalten und das Spiel nach vorn klappten prima. Torhüterin Nicole Roth bediente mit weiten Pässen ihre Vorderleute, Gruber als Frontfrau schnappte sich den einen oder anderen Ball und verwandelte den Gegenstoß sicher. In der fünften Minute stockte den Fans der Atem, als Gruber beim Gegenstoß von der Gegenspielerin berührt wurde, sie auf die Nürtinger Torfrau stürzte und am Boden liegen blieb. Gruber konnte zum Glück nach kurzer Pause weiterspielen, den Schiedsrichtern war das ganze gerademal einen Abwurf für die Gastgeberinnen wert.

Im Positionsspiel taten sich die TIGERS schwerer, suchten immer wieder das Anspiel zum Kreis, was durch die dicht stehende Abwehrkette der Nürtingerinnen erfolgreich verhindert wurde und auch zu Ballverlusten führte. Schön anzusehen war, als Carolin Lösch (Wolf), die für die Hanna Hojczyk (Knöchel) in den Kader gerückt war, nach Durchspielen von Rechtsaußen zum 7:5 (16.) abschloss. Um die 20. Minute beim Stand von 7:8 hatte die FSG eine Durststrecke, Krause nahm die Auszeit. Hammer traf kurz darauf auf 9:7, Monika Odrowska erhöhte noch zweimal per Siebenmeter zur 14:10-Pausenführung.

In den zweiten 30 Minuten konnten die TIGERS ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Die Würfe aus dem TG-Rückraum waren bei Tünde Nagy im FSG-Kasten in guten Händen. Nürtingen leistete sich vermehrt einfache Fehler. Ein gefundenes Fressen für Energiebündel Lea Gruber und die hellwache Nikolovska, die immer dort zur Stelle war, wenn es drum ging, einen Abpraller oder abgewehrten Wurf der starken Anita Tischler im Nürtinger Tor zu vollstrecken. Nach der 19:12-Führung konnten die Gastgeberinnen aufschließen, weil Krause/Zimmermann Abwehrchefin Hammer eine Verschnaufpause gönnten. Auch beim 25:18 in der 49. Minute wollte man sich im FSG-Block noch nicht entspannt zurücklehnen. Hatte die Woche zuvor doch gezeigt, dass sich ein Spiel auch in den letzten zehn Minuten bei größerem Rückstand noch drehen lässt. Die TIGERS waren überlegen, aber nicht souverän. Doch endlich platzte bei Monika Odrowska, die im ersten Durchgang ohne Fortune agierte, der Knoten. Mit drei Toren in Folge und sicher verwandelten Siebenmetern trug sie ihren Teil dazu bei, dass das Schwaben-Duell vorzeitig an den Aufsteiger ging.

Nürtingen fügte sich in die Niederlage und die letzten Minuten plätscherte das Spiel ohne Höhepunkte seinem Ende entgegen. Nürtingens Trainer Stefan Eidt sah die Gäste beim 25:31-Endstand als verdienten Sieger. Sein Team habe unter seinen Möglichkeiten gespielt. Die breite Bank der FSG Waiblingen/Korb sei mit ein Grund für deren Erfolg.

FSG: Nagy, Roth (1), Waldenmaier, Nagler (4), Dirmeier, Gruber (6), Hammer (1), Stumpp (1), Odrowska (9/4), De Bellis (1), Nikolovska (5), Hagen (2), Lösch (1), Teixeira da Silva, Baur (1)

Fotos: Lukas Edelmaier #TeamMkMedi
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