F1 – Verdiente Niederlage für Waiblingen/Korb

27. November 2017

Quelle: Waiblinger-Kreiszeitung vom 27.11.2017

FSG Waiblingen/Korb –  DJK/MJC Trier 28:30 (16:15) 

[aku] Eine miserable Abwehrleistung, einfache technische Fehler und falsche Entscheidungen im Spielaufbau bescherten der FSG Waiblingen/Korb eine bittere 28:30 Niederlage gegen die DJK/MJC Trier.

„Das ist eine Niederlage, die weh tut, weil sie selbstverschuldet ist. Der Gegner war nicht besser“, so Trainerin Kerstin Zimmermann in der Spielanalyse. Nicht besser,  dafür warf der Tabellenzwölfte seine körperliche Überlegenheit in den Ring und spielte seine Erfahrung aus. Der Vergleich „Jugend forscht gegen Routine“, den Zimmermann im Vorfeld beschrieb, ging an die nicht nur in der  Schlussphase  gewiefteren Gäste. Die FSG hatte einen sechs Tore Rückstand engagiert aufgeholt, vertändelte aber 20 Sekunden vor Schluss beim 28:29 den Ball und kassierte das 30. Gegentor. Die Trierer Miezen feierten überschwänglich den doppelten Punktgewinn, den, so Zimmermann, „wir ihnen auf dem Silbertablett serviert haben“.

Die Gastgeberinnen fanden bis zur 20. Minute überhaupt nicht ins Spiel. Die Abwehr erinnerte in der Anfangsphase an einen aufgeschreckten Hühnerhaufen. Trier spulte routiniert sein Angriffsspiel ab, die FSG schien zwar ein Konzept dagegen zu haben, brachte es aber nicht konsequent aufs Feld. Eine Einladung zum Tore schießen für den Gegner. Orientierungslos wirkte die FSG, über riesige Lücken auf Außen oder in der Mitte trafen die Miezen durch die Ex-Waiblingerin Gabriella Szabo und Lindsey Houben zur 6:4-Führung. Trainer Jürgen Krause stand die Empörung, ob der Leistung seiner Mannschaft, ins Gesicht geschrieben, als er die Karte zur Auszeit legte.

Die Achillesferse blieb die Abwehr, die Houben und Tina Welter (8 Tore) nicht in den Griff bekam, mit ihrem Treffer zum 7:8 brachte Lea Gruber ihre Mannschaft zumindest auf Tuchfühlung. Torwarttrainer Hartmut Hammer hatte Nicole Roth für Tünde Nagy ins Tor beordert, sie gab ihren Vorderleuten etwas mehr Stabilität, Trier warf 15 Minuten lang kein Tor, Monika Odrowska eröffnete die Aufholjagd  mit dem 10:12, Gruber erfreute das Publikum mit dem ersehnten 14:14 –Ausgleich. Die Abwehr agierte aufmerksamer und die wie immer emsige Caren Hammer gewann den Ball und bediente die wiedergenesene Hanna Hojczyk oder später Louisa de Bellis zum 15:13. Mit 16:15 ging es in die Kabinen.

Der Aufwärtstrend vor der Pause verpuffte nach dem Wiederanpfiff. Neun Minuten lang mussten die Fans auf den ersten FSG-Treffer warten, derweil hatten die Gäste ihre Führung auf 21:16 ausgebaut. Es war der Knackpunkt des Spiels, auch wenn Waiblingen/Korb auf wundersame Weise nochmal durch eine großartige kämpferische Leistung zurückkam und nach Punkten griff. Nagy war ins Tor zurückgekehrt, hielt stark und entschärfte mehrfache Großchancen der Gäste. Vorne nagelten Gruber und Vanessa Nagler die Bälle ins Tor, Kyra Teixeira da Silva wuchtete von Rechtsaußen und  dem rechten Rückraum unhaltbar in den Winkel. In der 53. Minute traf Nagler zum umjubelten 26:26-Ausgleich. Die Zuschauer fühlten sich für die bis dahin magere Handballkost entschädigt und machten Stimmung, wie man es in der Neuen Stauferhalle nicht für möglich gehalten hätte. Dann hatte Sinah Hagen zweimal Pech, als ihre Würfe vom Innenpfosten zurück ins Feld sprangen, aber da Silva traf zum 27:26, die schnelle Mitte von Gruber über erneut da Silva brachte das 28:27 für die FSG. Zum ungünstigsten Zeitpunkt aus Sicht der Gastgeberinnen trafen die Schiedsrichter eine umstrittene Entscheidung. Abwehr durch den Kreis, Siebenmeter, 28:28-Ausgleich. Trier traf eineinhalb Minuten vor Schluss zum 28:29. Auszeit FSG. Torwart raus, siebter Feldspieler rein. Doch die FSG vertändelte den Ball und Trier netzte zum 28:30-Endstand direkt ein und spielte die restliche Spielzeit clever runter.

Zimmermann: Die Niederlage ist ärgerlich, Trier hat hinten dicht gemacht, vorne das gespielt, was sie immer machen. Wir wussten das, haben aber die Taktik dagegen nicht aufs Feld gebracht. Die Routine hat gesiegt. Wir haben deutlich unter unserem Leistungsvermögen gespielt. Und es tut mir auch leid für die Mädels, die immer alles geben.“

FSG: Nagy, Roth , Nagler (4/1), Dirmeier, Gruber (4), Hammer, Stumpp (1), Odrowska (7/3), De Bellis (1), Nikolovska (2), Hagen, Hojczyk (2), Teixeira da Silva (7)

Fotos: Lukas Edelmaier #TeamMkMedi
mehr Fotos unter http://bit.ly/2hVcit6

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