F1- FSG will den Fans diesmal Topleistung bieten

10. November 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung 10.11.2017 

Gegen Favorit Mainz heißt es für Waiblingen/Korb, den schlechten Heimauftritt gegen Beyeröhde vergessen zu machen

Zwei Wochen lang hatten die Zweitliga-Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb Zeit, die Heimniederlage gegen den TV Beyeröhde – und vor allem die schlechte Leistung – aufzuarbeiten. Ob die Mannschaft daraus gelernt hat, wird sich beim neuerlichen Auftritt zu Hause gegen den starken Tabellendritten FSG Mainz/Budenheim zeigen.

FSG Waiblingen/Korb (5. Platz, 8:4 Punkte) – FSG Mainz/Budenheim (3. Platz, 9:3 Punkte; Samstag, 20 Uhr). „Wir hätten noch stundenlang spielen können und nicht gewonnen“, hatte die Waiblinger Trainerin Kerstin Zimmermann nach dem schlimmen Auftritt des Teams am 21. Oktober gegen Beyeröhde (20:23) gesagt. Tatsächlich war beim Aufsteiger erstmals in dieser Saison nichts zusammengelaufen – und das ausgerechnet vor heimischem Publikum in der Waiblinger Staufer-Halle. „Schade, dass wir uns da so präsentiert haben. Wir waren kopflos und haben in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner bekommen.“ Und vorne gab’s Ballverluste en masse.

Tja: Die ersten tollen Partien – und die Tabellenführung – hatten hohe Erwartungen geweckt. „Aber wir haben die ersten vier Spiele auf höchstem Niveau bestritten. Dass dann mal die Leistung absackt, ist normal. Schlimm war nur, dass es im Kollektiv passiert ist und nicht nur bei ein paar Spielerinnen.“ Mit dieser Erfahrung in die zweiwöchige Spielpause zu gehen, sei psychisch nicht optimal gewesen. Auf der anderen Seite kam sie zur rechten Zeit, denn einige Spielerinnen plagen sich mit Verletzungen und Blessuren herum. Sinah Hagen hat Probleme mit der Achillessehne, auch Caren Hammer (Schulter) hat großen Trainingsrückstand. Noch schlimmer traf es Vanessa Nagler und Hanna Hojczyk. Im Beyeröhde-Spiel zog sich Erstere eine Außenbanddehnung, Letztere eine Sprunggelenksverletzung zu. Ob die beiden im nächsten Spiel eingesetzt werden können, ist sehr fraglich. Sicher ist dagegen, dass die FSG drei Monate lang auf Elena-Bianca Grigore (Meniskus-OP nach Trainingsverletzung) verzichten muss.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Der VfL Waiblingen hat eine weitere Spielerin verpflichtet, die bereits am Samstag auf dem Feld stehen wird. Linkshänderin Kyrea Texeira da Silva (22) kommt vom Zweitligaabsteiger TuS Lintfort (bei Düsseldorf) und kann auf Rechtsaußen eingesetzt werden. Zimmermann: „Nach der Verletzung von Bianca kommt sie genau zur rechten Zeit.“ Teixera da Silva, deren Vertrag bis zum 30. Juni 2019 gilt, kann für beide FSG-Mannschaften antreten.

Weiter unbefriedigend ist dagegen die Hallensituation. Weil die Sanierung der Rundsporthalle voraussichtlich erst im März 2018 abgeschlossen sein wird, muss die FSG wohl noch öfter in der Neuen Staufer-Sporthalle spielen. Die ist eigentlich nicht zweitligatauglich, einige Sitzplätze sind sichteingeschränkt. Zimmermann: „Das ist natürlich keine Ideallösung, aber in Waiblingen unsere einzige Ausweichmöglichkeit.“ Laut dem VfL-Vorsitzenden Karsten Reichmann verhandelt der Verein derzeit mit den Korbern, um eventuell die dortige Ballspielhalle für weitere Partien nutzen zu können (wir haben berichtet).

Halle hin, Halle her – das Team des Trainerduos Zimmermann/Jürgen Krause muss sich auf sich selbst konzentrieren. Es will im nächsten Heimspiel zur Bestform zurückkehren. „Wir haben was gutzumachen“, stellt Zimmermann klar. Mit einer Leistung wie gegen Beyeröhde jedenfalls würde die FSG gegen den nächsten Gegner unter die Räder kommen. Zu Gast ist der Tabellendritte FSG Mainz/Budenheim. Der ist ausgesprochen torgefährlich. Jeweils 39 Kisten warf das Team zum Ligaauftakt in Hüttenberg (39:15) und zuletzt im Heimspiel gegen Aufsteiger Kirchhof (39:34), in drei weiteren Spielen knackten die Handballerinnen ebenfalls die 30-Tore-Marke. Auch das 29:29 gegen die Kurpfalz Bären, den Tabellenführer, zeigte: Diese Mannschaft ist ein Spitzenteam.

Eine ganz schwere Aufgabe also für die Gastgeberinnen. „Mainz ist auf allen Positionen stark besetzt und spielt einen feinen, sehr schnellen Handball“, sagt Zimmermann. Der gleichzeitig wurfgewaltige und spielintelligente Rückraum suche in der Liga seinesgleichen. Dennoch sei der Gegner freilich nicht unschlagbar. Gelingt es Waiblingen/Korb, insbesondere in der Abwehr zur Leistungsstärke aus der Rosengarten-Partie zurückzukehren „wird’s ein offenes Spiel“. Das Drittliga-Team der FSG ist spielfrei, deshalb wird Lisa Friedrich in die erste Mannschaft aufrücken.


Gegen Beyeröhde (links Anna-Lena Tomlik, rechts Mandy Reinarz) lief bei der FSG Waiblingen/Korb (Mitte Sina Stumpp) nichts zusammen. Im nächsten Heimspiel am Samstag geht es für das Team auch um Wiedergutmachung. Bild: Steinemann

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