F1 – Als Tabellenführer ins Heimspiel

20. Oktober 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 20.10.2017 

Aufsteiger FSG Waiblingen/Korb möchte weiter die Liga aufmischen und auch Beyeröhde schlagen

Es ist eine riesige Überraschung: Als Aufsteiger stehen die Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb auf Platz eins in der 2. Bundesliga. Das ist zwar kein Grund, gleich auszuflippen; das Ziel lautet weiterhin Klassenerhalt. Doch das Team will so lange wie möglich oben mitmischen. Beim Auftritt zu Hause gegen den TV Beyeröhde soll der fünfte Sieg im sechsten Spiel gelingen.

FSG Waiblingen-Korb (1. Platz, 8:2 Punkte) – TV Beyeröhde (10. Platz, 3:3 Punkte; Samstag, 18 Uhr, Neue Staufer-Sporthalle). Erster mit 8:2 Punkten. Da fällt auch Trainerin Kerstin Zimmermann nur ein Wort ein: „Beeindruckend“. Das gilt ganz besonders für die Leistung der FSG im zurückliegenden Spiel bei den HL Buchholz-Rosengarten. Die lange Anfahrt in den Ort bei Hamburg hatte sich gelohnt: Mit 28:27 siegte das Team des Duos Zimmermann/Jürgen Krause beim Favoriten. „Das kam schon überraschend, was da passiert ist“, sagt die Trainerin baff. Gegen die körperlich deutlich überlegene Mannschaft habe sich die FSG vor allem dank ihrer tollen Moral durchgesetzt. Zudem hätten Nicole Roth und Tünde Nagy das Duell der Torhüterinnen klar gewonnen. „Und Lea Gruber hat ihr bisher bestes Zweitligaspiel gemacht.“

Den Ball flach halten: Erst fünf Saisonspiele sind absolviert

Die Partie bei den Handball-Luchsen war das Sahnehäubchen auf den bisherigen Saisonleistungen der FSG. Der Aufsteiger mischt die Liga auf, mit Halle und jetzt Buchholz wurden bereits zwei hoch eingeschätzte Teams bezwungen. Andererseits, darauf verweist auch Zimmermann, sind gerade einmal fünf Spieltage vorbei. Die Hauptfrage wird sein, wie lange die sehr junge und damit Schwankungen unterworfene Mannschaft auf diesem Niveau agieren kann. Und wird sie das Glück haben, von großen Verletzungen verschont zu bleiben? Kaffeesatzleserei. Zimmermann beschäftigt sich lieber mit der Gegenwart: „Verheerend wäre, wenn wir jetzt einen Gang zurückschalten würden.“ Das Ziel laute weiterhin, so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. „Aber wir wollen natürlich so lange wie möglich da oben stehen.“ Somit gilt es, das nächste Heimspiel zu gewinnen.

Die Stärke des Gegners TV Beyeröhde ist schwer einzuschätzen. Das Team hat erst drei Spiele absolviert und die allesamt zu Hause in Wuppertal. Herausragend war der 27:20-Auftaktsieg gegen den jetzigen Tabellenvierten TG Nürtingen. Es folgte die nur knappe 20:24-Niederlage gegen die Kurpfalz Bären, einen der Aufstiegsfavoriten. Zuletzt, bei einem Festival der vergebenen Chancen, gab’s ein 25:25 gegen den Aufsteiger SG Kirchhof.

Das Trainerteam der FSG hat die Mannschaft aus Beyeröhde, die vor der Saison unter anderem mit Michaela Janouskova und Pia Adams vom Erstligisten Bayer 04 Leverkusen verstärkt wurde, analysiert. „Sie lebt von ihrer sehr guten offensiven 3:2:1-Deckung“, sagt Zimmermann. Doch auch der Angriff der Wuppertaler ist nicht zu verachten: Auf den Halbpositionen verfüge der TV über wurfgewaltige Spielerinnen, zudem sei das Team auch in der Breite gut besetzt.

Mit welchem Kader die Gastgeberinnen aus Waiblingen und Korb antreten werden, ist noch unklar. Schwierig könnte es im Rückraum werden. Der Einsatz von Vanessa Nagler ist krankheitsbedingt voraussichtlich nicht möglich, auch hinter Caren Hammer (Knieprellung) steht ein Fragezeichen. Angeschlagen ist zudem Lea Gruber (Schulter). Sehr froh sind die Trainer deshalb, dass nach abgelaufener Wechselsperre erstmals das große Talent Chiara Baur für die FSG spielberechtigt ist. Am Samstag wird sie für die erste Mannschaft, am Sonntag für das Drittligateam von Waiblingen/Korb spielen (siehe unten).

Was die Zweitligapartie gegen Beyeröhde angeht, ist Zimmermann überzeugt: „Wenn wir in der Verfassung sind wie am letzten Wochenende, können wir uns eigentlich nur selbst schlagen.“


Die neue Torhüterin Nicole Roth (vorne Louisa De Bellis, rechts die Zwickauerin Petra Nagy) erfüllt bisher alle Erwartungen bei der FSG. Zusammen mit Tünde Nagy bildet sie ein starkes Duo. Auch gegen Beyeröhde? Bild: Steinemann

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