F2 – Trainer Nadir Arif: „Es wird brutal schwer“

14. September 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 14.09.2017 Mathias Schwardt

Nach schlechter Vorbereitung wäre der Klassenverbleib für die neu zusammengestellte FSG Waiblingen/Korb II ein großer Erfolg

Eine äußerst knifflige Aufgabe ist das Unternehmen Klassenverbleib für die Drittliga-Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb II. Weil die Waiblinger Rundsporthalle saniert wird und die Salierhalle nach einem Wasserschaden ebenfalls geschlossen war, konnte das neu zusammengestellte Team laut Coach Nadir Arif kaum gemeinsam trainieren. „Es wird brutal schwer.“

Optimismus klingt anders. „Ich hatte noch nie so eine schlechte Vorbereitung“, sagt Arif kurz vor dem ersten Spiel. Vor allem die mangelnden Trainingseinheiten im Vorfeld der Saison bereiten ihm Sorgen. In den Sommerferien habe aufgrund der Hallensituation nur ein gemeinsames Training pro Woche stattgefunden. Zwar hätten Spielerinnen die Möglichkeit gehabt, zwei weitere Einheiten mit der Zweiligamannschaft zu absolvieren. Doch um den Drittligakader zu einem Team zu formen, wäre mehr gemeinsame Zeit dringend nötig gewesen. „Was das Zusammenspiel betrifft, habe ich noch Bauchweh.“

Für Arif selbst ist die Belastung hoch, er fungiert gleichzeitig als Sportlicher Leiter. Zwar wurde er von einigen organisatorischen Aufgaben entbunden. „Aber im Verein gibt es so viel Arbeit.“ Er sei leidenschaftlich gerne Trainer, müsse jedoch beiden Aufgaben gerecht werden. Sehr dankbar ist er deshalb den Zweitliga-Trainern Kerstin Zimmermann und Jürgen Krause, die er in den höchsten Tönen lobt. Stets gebe es einen guten Austausch. „Sie haben uns in unserer Situation geholfen, die Zusammenarbeit ist sehr wichtig.“

Damit die Spielerinnen problemlos in beiden Mannschaften eingesetzt werden können, gilt es, im Angriff mit demselben System zu agieren. Das bedeutet schnelles Umschaltspiel und auch sonst viel Tempo, um zum Erfolg zu kommen. Aufgrund der unterschiedlichen Spielertypen werde die Abwehrarbeit in den Teams aber individuell gestaltet. Arif sieht die FSG II als Ausbildungsmannschaft, Vorrang habe immer das Zweitliga-Team. Das könne schwierig für einige Spielerinnen sein, die derzeit nicht genau wüssten, in welchem Team sie jeweils eingesetzt werden.

Als Eckpfeiler des Drittligisten benennt der Trainer Torhüterin Michaela Reemtsema, Annika Luckert, Luisa Castro, Lisa Friedrich, den 18-jährigen Neuzugang Chiara Baur, Tabea Bauer, Carolin Wolf – ebenfalls neu bei der FSG – und Sarah Hagen. Viel erwartet Arif auch von den Neuzugängen Lisa Kottmann und Michaela Palková sowie von Madeleine Barth. Letztere und Reemtsema machen nach überstandenen Kreuzbandrissen „einen guten Eindruck“. Auch die 16-jährige Torhüterin Laura Waldenmaier kann beim Drittligisten zum Einsatz kommen. Den Kader ergänzen werden Spielerinnen aus der in die Kreisliga A aufgestiegenen FSG IV.

Vorne in der Tabelle erwartet Arif wie in der vergangenen Saison den TV Möglingen und SV Allensbach sowie Absteiger TSV Haunstetten. „Und dann gibt es eine große Ungewissheit.“ Die HSG Freiburg sei eine Wundertüte, hinzu kommen Bietigheim sowie, als Aufsteiger, Ketsch und Metzingen, die wie die FSG eine Bundesligareserve ins Rennen schicken. „Die Frage ist da, welche Spielerinnen von oben aushelfen werden.“ Schwer einzuschätzen seien auch die weiteren Aufsteiger Ottersheim (Pfalz) und Herzogenaurach (Bayern).

Arif setzt bei seinem Team auf den Faktor Zeit. „Die junge Mannschaft wird sich Woche für Woche weiterentwickeln. Nicht abzusteigen wäre ein Riesenerfolg, eine zweite Mannschaft in der 3. Liga für das Projekt FSG sehr wichtig.“

FSG Waiblingen-Korb II – TV Möglingen (Samstag, 19 Uhr, Staufer-Halle Waiblingen). Das Auftaktprogramm der FSG ist hart. In den ersten beiden Spielen warten die Ligafavoriten Möglingen und Haunstetten. Danach könne er erstmals den Leistungsstand seiner Mannschaft einschätzen, sagt Trainer Nadir Arif. Immerhin: „Wir haben keinen Druck, zu punkten.“

Bei den Möglingern gab es einen Trainerwechsel. Nachfolger von Patrice Payer ist Dominic Schaudt. Er coachte in der Hinrunde der Saison 2015/16 die Württembergliga-Männer des VfL Waiblingen, trat dann aber zurück, als er erfuhr, dass der Club für die Folgesaison nicht mehr mit ihm plante. „Ich lass’ mich nicht zum Kasper machen“, zürnte er damals. Jetzt trifft er mit den Möglinger Frauen auf die FSG II.

FSG Waiblingen/Korb II. Hinten von links: Athletiktrainer Dirk Wüllbier, Madeleine Barth, Michaela Palková, Joanna Wenta, Annika Luckert, Trainer Nadir Arif, Co-Trainer Julian Strumberger, Co-Trainer Jan Kugel. Vorne: Physio Kerstin Wüllbier, Chiara Baur, Ramona Torregrossa, Michaela Reemtsema, Luisa Castro, Laura Lier, Carolin Wolf. Bild: Kranacher

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