F1 – FSG gewinnt beim Favoriten

24. September 2017

SV Union Halle Neustadt – FSG Waiblingen-Korb 26:25

[aku] Die weite Reise in den Osten der Republik hat sich gelohnt. Aufsteiger FSG Waiblingen-Korb packt beim 26:25-Sieg bei der favorisierten SV Union Halle-Neustadt zwei nicht unbedingt erwartete, aber umso wichtigere Punkte ein.

Den Sekundenzeiger fest im Blick kannte die Begeisterung bei den Remstälerinnen nach dem Schlusspfiff und 60 hochklassigen Spielminuten keine Grenzen. In der noch jungen 2.Liga Saison ist das Ergebnis eine Überraschung, vielleicht gar eine kleine Sensation. Bis auf die ersten Spielminuten  lag die FSG stets in Führung. Mit dem Erfolg beim gestandenen und mit der Erstklassigkeit liebäugelnden letztjährigen 2.Liga-Sechsten belohnen sich die Liga-Debütanten von Jürgen Krause und Kerstin Zimmermann für eine taktisch disziplinierte Leistung, allen voran in der Defensive. Die dramatischen Schlusssekunden überstand die junge Truppe nervenstark und bewies, dass sie aus den vergangenen Partien gelernt hat.  

Krause und Zimmermann betrachteten im Vorfeld die weiten Entfernungen bei Auswärtsspielen als eine der großen Herausforderungen. Die FSG schüttelte ihre erste, knapp 500 Kilometer lange, Anreise nach Halle aber erstaunlich schnell aus den Knochen. Der 3:0 –Blitzstart der Gastgeberinnen zwang Krause und Zimmermann zwar zu einer frühen Auszeit, danach brach Vanessa Nagler den Bann zum 1:3, Tünde Nagy parierte einen Siebenmeter, Simona Nikolovska glich zum 3:3 aus. Monika Odrowska brachte die FSG in der neunten Minute beim 6:5 erstmals in Führung und hatte mit einem ganz starken Auftritt vor der Pause zusammen mit Caren Hammer und Vanessa Nagler wesentlichen Anteil daran, dass sich die FSG auf 14:9 in der 20. Minute absetzen konnte. Union-Trainer Jörgen Gluver hatte da schon längst zum Mittel der 1-minütigen Kurzansprache gegriffen, allein Sophie Lütke hielt für die Gastgeberinnen dagegen. Dafür trafen Elena-Bianca Grigore und Vanessa Nagler noch jeweils zwei Mal zur 18:14-FSG-Führung in Durchgang Eins.

Mit 18 Treffern auf der Haben-Seite konnte die sportliche Leitung zur Halbzeit zufrieden sein, lobende Worte gab es aber auch für die Defensive. „Unsere beiden Kreisläufer, Louisa de Bellis und Jasmin Dirmeier, haben hinten ganz stark gespielt. Und vorne haben sie Platz geschaffen für den Rückraum.“

Der ging nach der Pause zunächst mal ohne Lea Gruber (Zeitstrafe) und somit in Unterzahl aufs Feld, die Union schloss zum 15:18 auf. Ein Nagler-Dreierpack (!) vom Siebenmeterstrich, zweimal Hammer und auf der Gegenseite immer wieder Lütke und Helena Mikkelsen – beim 20:23-Anschlusstreffer in der 50. Minute war der Favorit in der Endphase nah herangekommen. Kritisch wurde es für die FSG beim 23:24 acht Minuten vor Spielende. Time-Out FSG, Déja- vu „Schlussphase“. Wie schon gegen Bremen und Herrenberg hatte der Gegner einen mehr oder weniger komfortablen Vorsprung aufgeholt. „Wir haben es in der Schlussphase wieder sehr spannend gemacht, aber die Nerven behalten“, so Krause. Sinah Hagen traf zum 25:23 und 26:24, Lütke ließ die Gastgeberinnen mit dem 25:26- zwei Minuten vor Schluss noch einmal hoffen. Vergeblich – die Aufsteigerinnen spielten die letzten Sekunden clever herunter.

FSG: Nagy, Roth; Nagler (8/6), Dirmeier, Gruber (3), Hammer (4), Stumpp, Odrowska (4), De Bellis, Nikolovska (2), Grigore (3), Hagen (2).

SV Union: Gudelj, Plöger; Dietz, Möschter (1), Andreassen, Winkler (1), Smit (3/3), Johansson (3), Heimburg (3), Lütke (7), Mikkelsen (6), Reißberg (1).

Titelfoto www.tz-fotografie.de

Fotos zum Spiel von TZ-Fotografie 

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