F1 – Eine körperliche Herausforderung

23. September 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 22.09.2017 Mathias Schwardt

Im Spiel beim robusten Team von Halle ist die FSG Waiblingen/Korb klarer Außenseiter

Ihren ersten Sieg in der 2. Bundesliga haben die Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb eingetütet. Im nächsten Spiel wäre ein Punktgewinn eine Überraschung. Es geht zum SV Union Halle-Neustadt, der mit dem Aufstieg liebäugelt. Vor allem körperlich wird der Gegner dem jungen Team der FSG überlegen sein. Es gilt, sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen.

SV Union Halle-Neustadt (2:0 Punkte) – FSG Waiblingen-Korb (2:2 Punkte; Samstag, 18 Uhr). Das erste Heimspiel hat die Nerven von Mannschaft und Fans gehörig strapaziert. 17 Minuten vor Schluss führte die FSG gegen den SV Werder Bremen mit neun Toren (23:14), was sollte da noch passieren? Tja, die folgenden zehn Minuten gingen mit 0:8 verloren, in der 57. Minute fiel das 24:24. Doch mit viel Kraft, Geschick und vor allem dank der überragenden Vanessa Nagler ließ sich Waiblingen/Korb die Punkte nicht mehr nehmen und setzte sich mit 27:25 durch. Puh.

Trainerin Kerstin Zimmermann ist die Erleichterung über das Ergebnis auch einige Tage nach dem Spiel noch deutlich anzuhören. Vor allem nach der bitteren Erfahrung zum Auftakt in Herrenberg, als die FSG auch lange geführt, aber in der Schlussphase die Punkte noch aus der Hand gegeben hatte. Das habe sicher zur Nervosität der Spielerinnen im Match gegen Bremen beigetragen. „Wir hatten katastrophale zehn Minuten, und Fehler werden in der 2. Liga doppelt und dreifach bestraft.“

Die FSG habe die Partie zunächst auch deshalb dominiert, weil den Bremerinnen die lange Anfahrt in den Knochen steckte. Als die Gäste aufkamen, häuften sich die technischen Mängel bei Waiblingen/Korb. Schon drohte das Spiel zu kippen. Dass sich die FSG noch durchbiss, spreche für die hervorragende Moral der Mannschaft. Außer Nagler hätten besonders die Torhüterinnen Tünde Nagy und Nicole Roth überzeugt. „Und Sinah Hagen hat auch ein richtig tolles Spiel gemacht.“

Mit Blick auf die kommende Aufgabe war der Sieg des Teams von Zimmermann und ihrem Trainerkollegen Jürgen Krause besonders wichtig. Es geht zum SV Union Halle-Neustadt. „Der hat sich ein bisschen den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben“, sagt Zimmermann. In der Liga haben die Gastgeberinnen erst ein Spiel absolviert, am Wochenende bezwangen sie den Aufsteiger SG Kirchhof mit 31:29. Vielleicht sei es ein kleiner Vorteil für die FSG, schon eingespielter zu sein. „Trotzdem sind wir der absolute Underdog.“ Denn das Team aus Halle sei körperlich noch stärker einzuschätzen als Bremen und überdies sehr erfahren. Hinzu kommen herausragende Einzelspielerinnen. Nicht nur im Rückraum – Torhüterin Anica Gudelj habe gegen Kirchhof eine „Wahnsinnsleistung“ gezeigt. Da spielte es keine Rolle, dass Julia Plöger, Neuzugang vom früheren Erstligisten Leipzig, noch gefehlt hatte. Sie wird wohl gegen die FSG erstmals zum Einsatz kommen.

Damit die FSG eine Chance hat, hofft das Trainerteam darauf, dass die Abwehr wieder so gut agiert wie lange Zeit gegen Bremen. Besonders motiviert sein bei Waiblingen/Korb wird Nicole Roth, die auf ihren vorherigen Verein trifft. Angeschlagen in die Partie geht Sinah Hagen (leichte Zerrung im Oberschenkel). Caren Hammer wird erst später in Halle eintreffen, da sie am Samstagmorgen studienbedingt noch eine Prüfung absolvieren muss. Auf Spielerinnen aus dem Drittliga-Kader können die Trainer nicht zurückgreifen, da die zweite Mannschaft zeitgleich spielt.


Sinah Hagen (Mitte) spielte in der Partie der FSG gegen Werder Bremen (links Merle Heidergott, Nele Osterthun) herausragend. Gegen die körperlich noch stärker einzuschätzende Mannschaft aus Halle wird es für das junge Team von Waiblingen/Korb sehr schwer werden, dagegenzuhalten. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

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