F1 – Die FSG will den Heimvorteil nutzen

15. September 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 15.09.2017 von Mathias Schwardt

Der Aufsteiger Waiblingen/Korb erwartet das gestandene Team aus Bremen 

Nach der unglücklichen Auftaktpleite in Herrenberg gehen die Handballerinnen der FSG Waiblingen/Korb hochmotiviert ins erste Heimspiel in der 2. Bundesliga. Der Aufsteiger will vor eigenem Publikum gegen das erfahrene Team von Werder Bremen glänzen. „Wenn wir das abrufen, was wir können, können wir mit jedem Gegner mithalten“, sagt Trainerin Kerstin Zimmermann.

FSG Waiblingen-Korb (0:2 Punkte) – SV Werder Bremen (2:0 Punkte; Sonntag, 15 Uhr, Ballspielhalle Korb). Große Enttäuschung herrschte bei der FSG-Mannschaft nach der bitteren Niederlage bei der SG H2Ku Herrenberg. Die Gäste hatten aus einem Vier-Tore-Rückstand einen Drei-Tore-Vorsprung gemacht und in der 54. Minute mit 25:22 geführt. Doch am Ende waren die Punkte weg – 26:27.

Zwei Gründe hat das FSG-Trainerteam Kerstin Zimmermann/Jürgen Krause dafür ausgemacht. Zum einen die Schiedsrichter: „Es gab eine große Gewichtung der Entscheidungen zugunsten von Herrenberg. Vor allem in den letzten 30 Sekunden war das sehr eklatant“, ärgert sich Zimmermann. Zum anderen sei die knappe Niederlage der Jugend des FSG-Teams geschuldet gewesen. Der erste Zweitligaauftritt, der Derbycharakter des Spiels, die lautstarke Kulisse – verständlich, dass Spielerinnen nervös gewesen seien. „Wir haben immer wieder Phasen drin gehabt mit technischen Fehlern, die so nicht passieren dürfen. Und wir hätten kurz vor Schluss noch mal in Führung gehen können.“ Doch die FSG ließ die Chance aus und wurde bestraft.

Dass zwei Herrenberger Spielerinnen, die einst selbst für den VfL Waiblingen aktiv gewesen waren, mit insgesamt 17 Toren fast im Alleingang für die Gästeniederlage sorgten, ist eine bittere Ironie. Die FSG bekam Sulamith Klein und Lisa Gebhard nicht in den Griff. Die Abwehr habe zu lasch agiert, bemängelt Zimmermann, die dem Team ansonsten eine insgesamt ordentliche Leistung und sehr gute Ansätze bescheinigt.

Doch im ersten Heimspiel wird das Team wesentlich aggressiver verteidigen müssen. „Bremen ist ein anderes Kaliber als Herrenberg.“ Vor allem der „Bomben-Rückraum“ von Werder mit Isabelle Dölle und Merle Heidergott werde die FSG vor Probleme stellen. Um die gefährlichen Aktionen des Gegners über den Kreis zu unterbinden, dürfe Waiblingen/Korb nicht zu offensiv agieren. Die Bremerinnen, die ihr Auftaktspiel gegen Aufsteiger SG Kirchhof mit 32:29 gewonnen haben, sind ein gestandener Zweitligist. Allerdings spielten sie in der vergangenen Saison wenig berauschend und wurden nur Zwölfter. Zimmermann: „Wir wollen dem Gegner nicht die Favoritenrolle zuschieben. Wenn wir abrufen, was wir können, können wir mit jedem mithalten.“ Die FSG möchte den Vorteil der Heimmannschaft, keine weite Anreise in den Knochen zu haben, nutzen und hofft freilich auf zahlreiche Fans.

Sehr fraglich ist jedoch der Einsatz von Sina Stumpp, die sich im Training eine Ellenbogen-Verletzung zugezogen hat. Ob Monika Odrowska (Leiste) spielen kann, ist ebenfalls unklar. Schlechte Nachrichten gibt es außerdem von Chiara Baur. Wegen Problemen bei der Abmeldung von ihrem alten Verein SV Allensbach hat sie eine dreimonatige Wechselsperre aufgebrummt bekommen und wird erst von Mitte Oktober an für die FSG spielberechtigt sein.


Im ersten Zweitligaspiel war Vanessa Nagler, hier ein Foto aus der Meistersaison des SC Korb, mit neun Treffern die beste Torschützin der FSG. Auf ihre Treffsicherheit wird es auch beim Heimauftakt gegen Bremen mit ankommen. Archivbild: Steinemann

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