Sanierung der RuSpo: Enttäuschte Handballer

6. Juli 2017

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 05.07.2017

Waiblingen. Enttäuschung bei den Handballern des VfL Waiblingen: Im September wollte der VfL den Spielbetrieb in der Rundsporthalle wieder aufnehmen, doch die Sanierung dauert länger als erhofft. „Eine eingeschränkte Nutzung der Halle ist frühestens Ende Oktober, Anfang November zu erwarten, “, sagt Baubürgermeisterin Birgit Priebe. Der Grund: Die Arbeiten bei der Schadstoffbeseitigung sind umfangreicher als gedacht. Außerdem muss die Statik der Fassade teilweise ertüchtigt werden.

„Wir versuchen, den Betrieb so schnell wie möglich freizugeben“, versichert Birgit Priebe. Ursprünglich war man nach Angaben der Baubürgermeisterin von einer Sanierungsdauer von März 2017 bis März 2018 ausgegangen. Den Vereinen hatte die Stadt allerdings optimistisch in Aussicht gestellt, dass die Halle im besten Fall bereits zu Saisonbeginn im September wieder bespielt werden kann. Erarbeitet wurde dazu ein gestufter Plan, der einen vorgezogenen Schul- und Trainingssport ab Mitte September noch während der laufenden Bauarbeiten erlauben sollte. Im allerbesten Fall, so die Hoffnung, hätte dann auch schon der Spielbetrieb stattfinden und die Zuschauer auf den renovierten Tribünen die Heimspiele verfolgen können.

Die Schadstoffe müssen raus: Das kostet Zeit

Seit kurzem weiß man nun definitiv: Dieser Idealfall wird nicht eintreten. Bei den Arbeiten zur Schadstoffbeseitigung in der Halle wurden Mineralfaserplatten freigelegt, die nicht zu erwarten waren, so Oberbürgermeister Andreas Hesky in einem Schreiben an Vereine und den Gemeinderat. Weil diese Platten mit großem Zeitaufwand entfernt werden müssen, verzögert sich der Baufortschritt um etwa sechs Wochen.

Frühestens Ende Oktober/Anfang November eingeschränkt nutzbar

Dazu kommt: Seit die Metallfassade der Halle von außen geöffnet wurde, ist klar, dass die Verbindungselemente zwischen Fenster und Fassade statisch ertüchtigt werden müssen. Weil die Befestigung der neuen Haltekonstruktion auch von innen erfolgen müsse, muss die Halle länger als geplant mit Hebebühnen befahren werden – der alte Bodenbelag kann deshalb erst danach ausgebaut werden. Konsequenz: Die Halle kann frühestens Ende Oktober/Anfang November eingeschränkt genutzt werden und steht erst Mitte Dezember wieder voll zur Verfügung.

Handballer des VfL sind enttäuscht

Enttäuschung herrscht darüber beim VfL Waiblingen Handball. Zwar hat man dort durchaus Verständnis, dass die Schadstoff-Funde zu Verzögerungen führen können. „Dass die Rundsporthalle als Heimspielhalle noch nicht zur Verfügung steht, trifft uns aber hart“, sagt Vereinsvorsitzender Karsten Reichmann. Das Training der Mannschaften muss verlegt werden, vor allem aber müssen für die Heimspiele der ersten Frauenmannschaft der FSG Waiblingen/Korb, die in der 2. Bundesliga spielt, und der zweiten Frauenmannschaft in der dritten Liga Ausweichhallen gefunden werden.

Ausweichhallen werden benötigt

Die ersten Spiele sollen in der Korber Ballspielhalle stattfinden, weitere voraussichtlich in der Waiblinger Stauferhalle oder in der Scharrena. Die Ausweichhallen müssten vom Verband genehmigt werden, Aufbauten wie Banner und Sponsorenplakate könnten in diesen Hallen nicht gelagert werden. Zudem befürchtet Reichmann wegen ausfallender Werbeeinnahmen und Einbußen bei der Bewirtung auch wirtschaftliche Nachteile – und hofft deshalb auf die finanzielle Unterstützung der Stadt. Für die Korber Ballspielhalle hat der Verein bereits grünes Licht, der Antrag auf Genehmigung der Stauferhalle ist gestellt. Dort und in der Salierhalle soll auch das Training stattfinden, was wiederum Auswirkungen auf andere Vereine habe. Nun setzt der VfL darauf, dass die restliche Sanierung wie geplant über die Bühne geht: „Wir hoffen, dass wir ab Januar mit dem Spielbetrieb beginnen können“, sagt Reichmann.

Die Arbeiten

Die Schadstoffsanierung und die weiteren Bauarbeiten in der Rundsporthalle dauern an. Mitte Oktober ist die Endreinigung vorgesehen, von November bis Mitte Dezember sind die Abnahmen, Justierungen und Inbetriebnahmen geplant.


Video: Die Rundsporthalle in Waiblingen von oben.

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