F1 – Neue Spielerinnen bei Waiblingen

17. Februar 2017

VfL Waiblingen (8. Platz, 13:17 Punkte) – SV Allensbach (1. Platz, 22:8 Punkte; Samstag, 18 Uhr). Das 22:22 beim Vorletzten TSV Birkenau war eine weitere Enttäuschung für den VfL im Abstiegskampf. So hervorragend die Abwehrleistung war, so schwach war der Auftritt in der Offensive. „Im Angriff haben wir eine Totalblockade gehabt. Wir hätten uns in der ersten Halbzeit schon einen beruhigenden Vorsprung herausspielen können, aber viele Chancen vergeben“, ärgert sich Trainerin Kerstin Zimmermann. Obendrein hätte, wie stets in dieser Saison, auch das Quäntchen Glück gefehlt, um die Partie zu gewinnen. Erfreulich sei immerhin gewesen, dass Waiblingen, was Einsatz und Willen anging, ein wesentlich besseres Bild abgegeben habe als zuletzt.

Unterm Strich bleibt für Zimmermann dennoch die bittere Erkenntnis, „dass wir keinen Leader im Team haben, der beruhigend auf die Spielerinnen einwirkt und das Spiel an sich reißt“. Nicht zuletzt deshalb hat der VfL kurz vor Ablauf der Transferfrist noch einmal reagiert. Mit der Verpflichtung der Rumänin Gabriella Szabo (30) ist dem Verein nach Ansicht des Sportlichen Leiters Nadir Arif ein Top-Transfer gelungen. Die 1,80 Meter große Linkshänderin solle die Waiblinger im rechten Rückraum deutlich verstärken und die Qualität und Torgefährlichkeit verbessern. Die 30-Jährige habe sich nach einer unglücklichen Erfahrung in der ersten polnischen Liga zum Wechsel entschlossen. Szabo verfügt über internationale Erfahrung, sie wurde Rumänischer Meister und Rumänischer Pokalsieger. Ihr Vertrag beim VfL gilt zunächst bis Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr.

Die zweite Personalie war notwendig geworden, weil Cornelia Langenberg die Waiblinger verlassen hat, da sie für einige Monate nach Australien geht. Zurück in Deutschland wird sie wieder bei ihrem Heimatverein Strohgäu spielen, der momentan Tabellenführer in der Württembergliga Nord ist. Für die vakante Rechtsaußen-Position hat der VfL Bianca Grigore vom Zweitligisten BSV Sachsen Zwickau verpflichtet. Auch von ihr erhoffen sich die Verantwortlichen des Vereins viel. Der Vertrag mit der schnellen und torgefährlichen Linkshänderin läuft bis zum 30. Juni 2018.

Beide Neuzugänge sind schon am Wochenende für den VfL spielberechtigt. Dennoch ist die Mannschaft alles andere als Favorit: Es kommt der Tabellenführer SV Allensbach. Zimmermann sieht die Aufgabe positiv: „Für uns ist es nach langer Zeit mal wieder ein Spiel, an das wir unverkrampft herangehen können.“ Sehen möchte die Trainerin von ihrem Team vor allem „schönen Handball“.

Und sie wünscht sich, „dass die eine oder andere Spielerin zur eigenen Stärke zurückfindet“. In der Vorrunde unterlag der VfL nach großer Aufholjagd lediglich mit 31:35. Am Samstag sind voraussichtlich alle Spielerinnen fit.

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