M1 – Waiblingen gewinn Verfolgerduell

23. Januar 2017

VfL Waiblingen Handball  – SF Schwaikheim 25:23 (11:7)

[fa] 45 Minuten lang agierte die Waiblinger Abwehr auf Höchstniveau, dazu eine halbstündige Topleistung im Angriff, das genügte, um die Schwaikheimer Gäste mit zehn Toren in die Schranken zu weisen. Da ein Spiel jedoch 60 Minuten dauert, konnten die Gäste die Niederlage noch deutlich freundlicher gestalten zum Endergebnis von 25:23.

In der Anfangsviertelstunde waren Tore auf beiden Seite äußerste Mangelware. Dies lag zum einen an den aufmerksamen und aggressiven Abwehrreihen beider Teams, an guten Torhüterleistungen sowie aber auch an einer gehörigen Portion Nervosität in beiden Angriffsreihen. Schon in der zehnten Minute verletzte sich Lukas Baumgarten und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Da Trainer Tim Baumgart zudem auf den angeschlagenen Marco Melo verzichten musste, war die Waiblinger Personaldecke recht früh etwas ausgedünnt. Aber die fulminante Abwehrreihe und der wieder einmal glänzend aufgelegte Marc Krammer kompensierten diese Ausfälle hervorragend. Durch je zwei wuchtige Rückraumtreffer von Damir Marjanovic und Julian Linsenmaier zog der VfL auf 7:4 nach bereits 19 gespielten Minuten davon. In einem Spiel, in dem so wenige Tore fallen, wiegt jeder einzelne Treffer umso mehr, umso wichtiger war, dass auch Robin Brugger immer besser in Fahrt kommt und die 11:7 Halbzeitführung erzielte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zelebrierten die Waiblinger Jungs Württembergliga-Handball auf höchstem Niveau. Der sechsfache Torschütze Robin Brugger hatte sich nun endlich warmgeschossen, Marco Melo half seiner Mannschaft trotz Verletzung mit zwei Siebenmetertoren, Luis Westner konnte sich zweimal am Kreis kraftvoll durchsetzen und nach 45 Minuten führten die Stauferstädter mehr als überraschend mit 22:12. Die Sportfreunde hatten längst ihre drei Auszeiten genommen, Trainer Heiko Burmeister versuchte sämtliche Abwehrvarianten und Umstellungen, Erfolg hatte er jedoch erst mit der Hereinnahme des siebten Feldspielers. Aufgrund des großen Vorsprungs schlich sich zunehmend Nachlässigkeit ins Waiblinger Angriffsspiel. Die zahlreichen sich nun einschleichenden Abspielfehler nutzte der schnelle Marcel Wied zu einfachen Kontertreffern. Zudem traf Robin Mack in der Schlussphase aus dem Rückraum. Damir Marjanovic, bei dem sich Licht und Schatten in der Schlussphase abwechselten, erzielte noch zwei Treffer, ansonsten waren nur noch die Gäste am Zug. In der 55. Minute führte der VfL noch mit 24:18, entschieden war die Begegnung jedoch erst, als Edgar Gneiding den letzten Waiblinger Siebenmeter in der Schlussminute zum 25:22 erfolgreich vollstrecken konnte.

Mit der lauen Leistung der Schlussviertelstunde trübte der VfL seinen so glanzvollen Auftritt der ersten 45 Minuten. Doch letztendlich hatten sich die Gastgeber einen so großartigen Vorsprung herausgespielt, dass man sich diese Phase auch erlauben konnte. Am kommenden Samstag, beim Tabellenführer in Remshalden, steht bereits das nächste Derby an. Sollten die verletzten Spieler zurückkehren, muss man sich mit der über weite Strecken gezeigten Leistung auch dort nicht verstecken.

VfL Waiblingen: Krammer, Seeger; Brugger 6, Grüninger, Westner 2, Linsenmaier 4, Melo 2/2, Luckert, Ader 1, Babjak, Gneiding 2/1, Schwarz 2, Baumgarten, Marjanovic 6

SF Schwaikheim: Schach, Kellner, Wissmann 3, J. Bayha 1, F. Bayha 1, S. Bayha 1, Leonhardt 3, Kubach, Mack 5, Rentschler 3/2, Jung, Starz, Gabriel 2, Wied 4

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