F1-Schnell raus aus dem Tabellenkeller

13. Januar 2017

Rückrundenauftakt für den VfL Waiblingen mit dem sehr wichtigen Spiel gegen Regensburg 

[ms] Nach einer durch große Leistungsschwankungen geprägten Vorrunde haben die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Jetzt gilt es, so schnell wie möglich aus der gefährlichen Zone zu kommen. Sehr wichtig wird der Rückrundenauftakt: Zu Gast ist der nur um einen Punkt schlechtere ESV Regensburg.

VfL Waiblingen (8. Platz, 9:13 Punkte) – ESV 1927 Regensburg (9. Platz, 8:14 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Saison hatte so gut begonnen für den VfL. Nach zwei Auftaktsiegen waren Verantwortliche und Fans optimistisch, nicht wie in der abgelaufenen Spielzeit um den Klassenerhalt bangen zu müssen. In der dritten Partie setzte es jedoch den ersten Nackenschlag mit dem schwachen Auftritt und dem 29:32 beim Wiederaufsteiger TSV Kandel. „Danach war spielerisch ein bisschen ein Bruch drin“, konstatiert VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann.

Zwar zeigte das Team auch tolle Auftritte, vor allem beim 34:28-Sieg über den Meisterschaftskandidaten TV Möglingen. Insgesamt aber wurden zu viele Siegchancen vergeben und Punkte liegengelassen. Besonders schmerzhaft waren das 24:24 beim Vorletzten TV Brombach – nach 23:19-Führung zur 50. Minute – und das 24:26 zu Hause gegen die SG BBM Bietigheim II. Hinzu kam die 21:34-Klatsche im Prestigederby beim SC Korb.

Die Achterbahnfahrt ihrer Mannschaft sei für sie nicht zu erklären, sagt Zimmermann. „Man sieht immer wieder, dass das Team richtig gut Handball spielen kann. Aber man merkt auch, dass Spielerinnen zum Teil verunsichert agieren.“ In praktisch allen Partien bis auf jene in Korb sei Waiblingen auf Augenhöhe gewesen. Oft jedoch brachte es sich mit Schwächephasen um den Lohn. „Da haben wir eine Häufigkeit drin, die nicht gesund ist.“

In der Rückrunde will es der VfL besser machen. Nach einer einwöchigen Handballpause, „die allen gutgetan hat“ wird seit dem 3. Januar wieder trainiert. Kerstin Zimmermann führte zudem mehrere Einzel- und Gruppengespräche. „Ich hoffe, dass die auf fruchtbaren Boden fallen.“

Zum Jahresauftakt kommt es zu einem sehr wichtigen Spiel in der Rundsporthalle. Zu Gast ist der nur einen Punkt hinter dem VfL stehende ESV Regensburg. Vor allem verletzungsbedingt ist auch dieses Team bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben. „Der Rückraum von Regensburg ist überragend“, warnt Zimmermann. Franziska Peter könne, wenn sie fit ist, eine Partie sogar alleine entscheiden.

In der Vorrunde setzte sich Waiblingen hauchdünn mit 30:29 durch, auch diesmal sei ein enges Spiel zu erwarten. Ein Sieg wäre für den VfL Gold wert, um sich etwas Luft zu verschaffen. Zimmermann: „Wir müssen schauen, dass wir von Anfang an punkten, um nicht unter denselben Druck zu geraten wie in der letzten Saison. Aber wir haben es selbst in der Hand.“ Verzichten muss der VfL Waiblingen nach wie vor auf Luisa Castro, die an einer Bänderverletzung laboriert.


Verzichten muss der VfL Waiblingen, hier im besten Vorrundenspiel gegen den TV Möglingen (von links in den blauen Trikots Annika Wagner und Franziska Ramirez), zum Rückrundenauftakt auf die verletzte Luisa Castro (beim Wurf). Ganz links: Mara Seitzer. Bild: Steinemann

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